Freude an einer Oper

Heute sah ich im Stadttheater Klagenfurt die Oper "Die Liebe zu den drei Orangen" von Sergej Prokofjew.

Boah, war das ein Erlebnis! Da passte alles! Sänger, Orchester, Kostüme  und das Guckkasten-Bühnenbild das sich dreht und aus dem immer wieder Akteure rausgeworfen werden. Am genialsten war die Personenführung. Eine derart phantastische Regie habe ich selten gesehen. Die Gestiken sämtlicher Mitwirkenden waren intensiv und ausgefeilt und nicht die kleinste Bewegung wurde in diesen eineinhalb Stunden dem Zufall überlassen. Sie werden wohl endlos geprobt haben. Alles war dem Stil angepasst und wurde oft bewusst überzeichnet, was ja leicht daneben gehen könnte, hier aber wirkte es vollendet! Phantasievoll, ideenreich, bunt, dramatisch, humorvoll, hochspannend. Daher nun der Regisseur vor den Vorhang:

Immo Karaman  Er ist ja inzwischen ein Star unter den Opernregisseuren, wurde schon vielfach ausgezeichnet. (Beste Opernregie des Jahres 2013) Und so einer also mal bei uns in der Provinz! Hach, so schön!

Hier ein Foto einer Szene, ist nicht auch schon das sehenswert? (Hier auch kurz hörbar)

Wie ich jetzt gerade entdecke, die gleiche Inszenierung gab es auch am Gärtnerplatztheater in München, dieses Video zeigt es gut. Reinsehen!

Nickname 26.04.2014, 00.46| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kunst

Osternachlese

Besuch vom Schwesterchen, singen im Auferstehungsgottesdienst, Zweimal Osternester verstecken und suchen, zweimal opulente Kärntner Osterjause, einmal mit sechs Leutchen Activity gespielt und bei dem Versuch meiner Schwester, den Begriff "Parteimitglied" zu zeichnen, halbtot gelacht. Zwischendurch viel und ernsthaft geredet und alte Wäsche durchgesehen, denn Schwesterchen will mir was patchworkartiges (oder Patchwork-Artiges? *g*) nähen. Den knappen Rest der Zeit frustriert rausgeschaut, denn es regnete die beiden Feiertage, im Moment gießt es sogar. Auf das alles hin habe ich mal den heutigen Nachmittag verschlafen. Mich strengt sowas an, auch wenn es noch so schön ist. Geht es euch auch so?

So war also mein Ostern. Und: Es war schön! Hach vorbei, morgen wieder Beruf, diesmal in Form von ganztägiger Tagung.

Damit ihr das nun also auch wisst. :o)

Und wie war es bei euch?

Ab jetzt wollen wieder den geliebten Frühling genießen, ja....? ;-)

Nickname 21.04.2014, 21.39| (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: heute

Oster-Nonsens



Freie Ostern,
Frohlockend Eierlikör.
Frömmste Ostler freihändig eierschälen.

Freudige Österhasis,
freisinnige Eierköpfe.
Frauliche Östrogene fritten eifrigst.

Freundliche Ösen,
fruchtbare Eierbrecher.
Frieda Osterwitz freibeutet Eierkuchen.

Frühreife Osterküken,
fremderregte Eierkocher.
Frische Ohrwürmer freistehend eingefangen.

Fragliche Ökofreaks,
frische Einweggebinde.
Fresskorb ohnehin freierer Eigenbau.

Frechverschränkte Osterzöpfe,
freigesetzte Eierfarben.
Fragil versteckte Ostereier freilich eingebüßt.

Fröhliche Ostern Freunde! .... eingenickt?
;-)

Nickname 20.04.2014, 03.00| (4/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: heute

Karawankenrot


Gestern Abend....

Nickname 18.04.2014, 12.39| (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Fotos

Erstaunliches von Tieren

Früh am Morgen musste ich mal. Ich wankte also zum Lokus, wie immer mit halbgeschlossenen Augen. Trotzdem sah ich sofort mitten auf dem Gangteppich etwas, dass da nicht sein sollte, eine von meinem Kätzchen gemachte Bescherung, ein Häufchen! Ich war entsetzt, sowas hatte sie ja noch nie angestellt. Ich sinnierte, ob ich sie denn irgendwie beleidigt hätte? Oder ob das "Katzeklo" etwa überfüllt, also unbesuchbarsein könnte?

Aber es war noch zu früh, ich wollte noch nicht ganz wach werden. Also verzog ich mich erstmal wieder unter die Bettdecke, ein bisschen empört nahm ich mir vor, zu schimpfen, vielleicht sogar das Biest anschließend zur Lehre raus in den Garten zu werfen.

Eine Stunde später war es dann soweit. Ich packte Frl. Tschutschinella mit allerdings sanften Händen - das muss man bei Katzen, man soll immer sehr sanft sein - zeigte ihr die Untat, schimpfte ordentlich, ließ sie aber dann ziehen.

Hach, war ich ungerecht gewesen! Denn im nächsten Moment stellte sich heraus, dass das Häufchen seinen Weg nicht über den Popo genommen hatte, sondern ausgewürgt worden war. Es war ein daumengroßes Bandwurmglied!

Ach ja, das hatte ich bei ihr ja schon einmal erlebt.  Nun sah ich, das Fell glänzte auch diesmal wieder weniger, sie fraß in letzter Zeit nicht viel, hatte schon ein wenig abgenommen.

Also zum Tierarzt. So ein Tierchen zum ausgemachten Termin einzufangen ist ja nicht einfach. Die Gelegenheit kam, ich sperrte sie wie unabsichtlich ins Bad. Das war ihr ja schon öfter passiert, nichts Besonderes. Leise holte ich jetzt den Katzenkorb aus dem Versteck, sie darf ihn ja nie sehen, sonst weiß sie, was kommt und flutscht mir davon. Dann drückte ich mich durch die Tür ins Bad, den Korb nahm ich lieber nicht mit. Und da war dann.... keine Katze! Ich dachte, ich spinne! Suchte hier, suchte da... die Tür war ja zu, nichts!

Und dann fand ich sie doch. Ganz oben ins Mauerwerk gekauert und sie wehrte sich. Sie hatte es gewusst! Gespürt! Keine Ahnung, wie! Das ist ein Phänomen! Immer wieder berichten Tierbesitzer davon, sie haben manchmal den dritten Sinn!

Lange Rede kurzer Sinn, ich hatte heute vor, über ein anderes Phänomen mit einem Tier zu berichten. Da passte das jetzt gut als Vorspann. Das Folgende ist nun aber wirklich außergewöhnlichst!

Bei Hawaii gehen Taucher mit Touristen nachts tauchen um die riesigen, übrigens harmlosen Mantarochen zu sehen. Mit Scheinwerfen leuchten sie sie an. Da taucht ein Delfin auf. Er schwimmt etwas ungleichmäßig, dreht seine Runden mitten hindurch und scheint zögernd zu suchen. Er sucht sich den richtigen Taucher, wie sich bald herausstellt! Und er findet auch genau den, der ihm dann helfen wird! Ein Delfin aus der freien Wildbahn bittet einen Taucher um Hilfe, weil er unter einem tief ins Fleisch schneidenen Angelhaken bei der linken Seitenflosse leidet!
Seht euch das mal an!

Jetzt bedenke man, wieso hat der Delfin aus den weiten des Meeres gewusst..

  ...dass ein Mensch ihm helfen könnte!
  ...dass er genau diesem vertrauen kann!
  ...dass genau dieser ihm helfen will und es auch vermag!

Ich erzählte das meiner Physiotherapeutin. Sie berichtete von einer Erfahrung in einem ägyptischen Delfianrium wo sie von Delfinen durch das Wasser gezogen wurden. (Und schämte sich ein bisschen, da mitgemacht zu haben, die Tiere sind ja arm, so in Gefangenschaft.) In ihrer Touristengruppe war eine sehr Ängstliche. Der Delfin spürte das und zog sie ganz vorsichtig und langsam. Meine Physio aber hatte gar keine Angst. Und genau sie wurde dann vom Delfin in rasender Geschwindigkeit durch die aufschäumenden Wellen getragen.
Das ist schon beeindruckend!

Delfin in Not lässt sich helfen

Nickname 17.04.2014, 02.46| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: dies und das

Und dann winkte er noch

Etwas muss ich euch noch zeigen. Ich verrate jetzt nichts, schaut einfach bis zum Schluss, rate ich, der ist nämlich herzbewegend!

Es geht um einen Wal


Nickname 06.04.2014, 00.35| (8/7) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: heute

Von meinem Leben

Fortsetzung.
Was also kann ich von meinem Leben erzählen? Auch das dümpelt dahin. Wobei mir sehr bewusst ist, dass solch ein Alltag ohne größere Sorgen in Wahrheit das kleine Glück bedeutet.
Ich bin gedanklich viel bei meiner Arbeit, bereite gerade wieder ein Konzert vor. Hatte einige Erlebnisse mit schwarzer Pädagogik anderer, soll ich davon mal erzählen? Dann gehe ich viel in Kulturveranstaltungen und ins Café, auch oft zur Physiotherapie, spiele mit Tschutschi fangen, mache mit ihr Knuddelkämpfe, manchmal plagt mich Einsamkeit, plagen mich die alten Monster und so manche Unfähigkeiten, dann wieder tiefe Entspanntheit, Faulheit auf der Couch - was hab ich in letzter Zeit schon Abende vor dem Fernseher verschlafen!
Eine Reinigungskur machte ich unlängst! Naja, eigentlich war ich nur im Theater. *g* Hab aber dort bei einer Komödie derart viel gelacht, dass ich danach das Gefühl hatte, meinen ollen Körper von allem möglichen gereinigt zu haben.
Und so weiter immer heiter....
Ha! Einfach gebloggggggt. :-)

Nickname 06.04.2014, 00.28| (4/4) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: heute

Bloggergedanken

Ich hab gerade ein bisschen innere Schwierigkeiten mit dem Bloggen.
"Was kann ich denn erzählen, was auch ein bisschen interessieren würde."

Dabei hätte ich inzwischen wieder einige Sachen zu berichten gehabt.
Aber immer wieder: "Ach, wen interessiert das schon."

Vorbei die Zeiten, wo ich unbefangen geschrieben, gemalt, gedichtet und geblödelt hatte. Was war das schön! Aber damals hatte ich noch viele Freunde hier, die hatte ich dabei schon sehr im Auge. Sie sprach ich an, auf ihre Reaktion freute ich mich und besuchte sie auch gerne in ihren Blogs. Dieses Hin und Her war wichtig. Aber dann ließ ich allmählich nach, besuchte die anderen immer weniger, so dass viele allmählich verschwanden oder weiterzogen.

Aber am entscheidendsten war damals: Ich bekümmerte mich um nichts. Tat einfach, egal ob kindisch oder mit Themen für eine kleine Minderheit, es war wurscht was man darüber dachte, es reagierten eh immer alle so nett.

Und jetzt? Manchmal stelle ich mir vor, ich würde das Blog abrupt aufgeben. Kurzer Abschidsgruß, dann weg und Schluss. Aber das schaffe ich auch nicht. So dümpelt das dahin.

Die Sache ist die, dass ich verlernt habe, einfach nur so für mich zu bloggen. Bring es grad nicht hin, was Blogger so tun: Sie machen sich die Freude und kümmern sich nicht weiter um tiefere Sinnhaftigkeit. Die Kommunikation macht´s, aber genau daran bin ich durch meine Inaktivität gescheitert. Weil der Smalltalk im Grunde nicht meines ist. Das war schon immer so, nur in Richtung Blödeln konnte ich und was hatten wir rumgescherzt, hach!

Freude durch Freunde, das wird mir so richtig bewusst.

Ja doch, aber ich mache noch ein bisschen weiter. Aber halt nicht mehr so oft.

Nickname 06.04.2014, 00.12| (6/6) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: nachdenklich