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Mal ein wenig von mir

Unlängst kam mir der Gedanke, dass es nicht gut ist, wenn ich hier nie etwas über mich selbst berichte. Ich werde so ja allmählich zu einer abstrakten Person...! Bei dem Gedanken wunderte ich noch noch mehr über die Treue von euch dreien! Regina, Bärenmami und Ursel!

Also dann.

Ich bin ja in Pension. Und damit geht es mir sehr gut. Es ist (auf Holz klopfe!) die entspannteste Zeit meines Lebens! Ich fühle mich nie einsam, weil ich mich in hunderte Dinge immer sehr vertiefen kann. Seien es die Bilder von denen ich täglich eines mache. Oder seinen es die vielen Themen die mich zum Nachdenken anregen.
Außerdem pflege ich das für mich richtige Maß an zwar wenigen aber sehr guten Freundschaften. Eine neue Freundin ist mir unlängst "zugeflogen", sie ist eine Freundschaftspflegerin, gerade heute kam sie wieder spontan vorbei. Und bumms, sind zwei Stunden mit anregenden Gesprächen vorbei. Auch eine schriftliche Freundin habe ich in Nevada. Sie ist Hochschulprofessorin für Psychologie gewesen und ich bin stolz darauf, mit so einem brillanten aber auch exzentrischen Menschen vorsichtig kommunizieren zu dürfen. Sie lehrt mich ungemein viel und hat endlos Geduld, weil ich ihre spirituelle Lehre, die auch so nebenbei eines der Themen ist, ja doch nicht annehmen kann. ("Ein Kurs im Wundern" heißt das.)

Ich höre viel "Klassische Musik" auf You Tube, selber musizieren kann ich aber nicht mehr, eine Hautkrankheit an den Fingerspitzen verhindert das. 
Komme ich mit den Fingern zum Beispiel an etwas Heißes, wie etwa eine Teetasse, löst sich die Haut regelrecht auf, eine blutende Wunde entsteht die auch in zehn Tagen noch nicht abgeheilt ist. Beim Kochen muss ich stets enorm aufpassen und die Haut blättert außerdem ab.
Aber das ist nichts zum Jammern, andere in meinem Alter haben Schlimmeres. Ok, mit den Bandscheiben geht es auch nicht so toll, mache sind total verbraucht. Ich habe inzwischen 7 cm an Länge verloren. Tja. Aber tägliches Rückentraining hilft, das geht gut, mir geht es bestens! Naja, gehen tu ich auch schwer, verklebte Faszien in den Oberschenkeln. Im Frühling müssen wieder die 10 kg Übergewicht runter, seufz. Und durch das Schwimmen wird es dann wieder ganz doll besser.

Mein uraltes geliebtes Kätzchen lebt noch und macht mir täglich Freude, auch wenn sie fast nur noch schläft. Sie lebt wohl noch wegen der Gabe von Schilddrüsen- und Herztabletten. 

Auf You Tube erfahre ich nebenbei auch gerne mehr vom Leben. Zur Zeit sehe ich mir täglich einen Teil von diesem langen Interview an, der Mann ist so toll, ich finde das spannend!

So, ich hab jetzt nicht mehr. Danke für das Lesen!

Nickname 28.02.2026, 01.43

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Kommentare zu diesem Beitrag

6. von Regina

Inzwischen habe ich mir auch den Besuch Ferdinand von Schirachs bei Anselm Kiefer angesehen. Ich finde die beiden Künstler in ihrer Unterhaltung sehr sympathisch. Sie haben Humor und sich einen Teil ihres kindlichen Gemüts bewahrt. Es ist bemerkenswert, wie verschieden ihre Arbeitsweise ist. Während der Schriftsteller zuerst die Geschichte im Kopf haben muss, bevor er zu schreiben beginnt, geht der Maler/Bildhauer ganz spontan an sein Werk. Er macht es einfach und betrachtet im Nachhinein was daraus geworden ist.

Ist das nicht ähnlich wie bei deinen Bildern, Tirilli? Du bist doch auch gespannt, wie sie sich entwickeln und wie dann das Endprodukt aussehen wird. :)

Ich bin beeindruckt, welch große Flächen und Räume Anselm Kiefer für seine Kunstwerke zur Verfügung hat. Ich habe vor Jahren eine Ausstellung von ihm besucht und konnte seine teilweise sehr großen Exponaten bewundern, aber die waren kein Vergleich zu den geradezu gigantischen, die man im Beitrag sieht.
Interessant finde ich auch, dass Anselm Kiefer meint, an einigen Bildern seit vielen Jahren zu arbeiten und sie werden nie fertig, weil sie ihm nie perfekt genug erscheinen. Wobei Ferdinand von Schirach wohl ein ähnliches Problem hat, wenn er bis zu fünfzehn Mal die Sätze in seiner Geschichte umschreibt, bis er das Buch als perfekt entlassen kann.

Der Beitrag war eine Bereicherung für mich. Danke für den Hinweis, Tirilli. :h:

vom 06.03.2026, 12.02
Antwort von Nickname:

Boah...! Das freut mich, ist richtig schön! Ich selbst kannte Anselm Kiefer nur vom Namen her.Humor und bewahrtes kindliches Gemüt schätze ich ebenso! 
Ja, ich bin auch gespannt wie das Endprodukt meiner Bilder aussehen wird, aber ich habe eine Vorstellung im Kopf und wenn etwas abweicht kann ich bohrend weitermachen. Sogar, wenn das mir fremde Ergebnis eventuell besser wäre. Danke Regina!
5. von VonFerdl

Ab sofort bist du keine „abstrakte Personâ?? mehr, sondern ein lebendiger Mensch mit Katze, Klassik und klugen Freundinnen.

Und ich kann gleich ankündigen:
Wenn ich dieses Jahr wieder bei dir zum Katzensitten auftauche, werden wir nebenbei auch etwas gegen deine Faszien unternehmen. :Z

vom 04.03.2026, 10.25
Antwort von Nickname:

Lieber ironischer Freund, du ahnst es wohl nicht, aber ich muss dir sagen, vieles an mir ist immer noch ein bissl abstrakt für dich, aber das gehört so. 
Das andere was du schriebst: Jawohl, tun wir!
4. von Regina

Oh weh, jetzt sind seine Tage wohl gezählt… der Schneemann schmilzt dahin. ;-)

Das hat jetzt ein bisschen gedauert, bis ich mir das Interview anhören konnte. Ferdinand von Schirach scheint ein sehr kluger Mann zu sein und wirkt dabei so bescheiden. Ich finde ihn sehr sympathisch und habe mir gerade „Alexanderâ?? bestellt. Danke, für den Tipp! :)

Danke auch, dass du uns von dir erzählt hast, liebe Tirilli. Du bist tapfer, wenn du schreibst, dass es dir trotz all deiner gesundheitlichen Beschwerden sehr gut geht. Bleib weiter so positiv eingestellt. Ich drücke dir die Daumen, dass du alles erfolgreich in den Griff bekommst.
Ganz liebe Grüße an dich und dein „uraltesâ?? Kätzchen, wobei ich nicht weiß, ob Fräulein Tschutschi deine Altersangabe gutheißen würde.
_w_

vom 03.03.2026, 20.10
Antwort von Nickname:

Der Herr Schneemann wehrt sich noch tapfer! 
Hast du dir wirklich das ganz ewig lange interview angehört? so weit bin ich noch nicht. Dazwischen kam Wikipedia und sein Besuch bei Anselm Kiefer. Ferdinand von Schirach ist wirklich sympathisch und sehr besonders. 
Danke für deinen wieder einmal so lieben Kommentar, Regina!
3. von Bärenmami

Bitte hab etwas Geduld mit mir. Ist grad alles ein bißchen viel.
Sei lieb gegrüßt _w_

vom 02.03.2026, 19.38
Antwort von Nickname:

Oh Bärenmami! Schon wieder etwas Schlimmes? Hoffentlich nicht, oder, hoffentlich löst sich alles ganz schnell in Wohlgefallen auf! Ich umarme dich in Gedanken!
2. von karin

vielen dank für das interview, ich habe seinen namen ja oft in buchläden gelesen, aber nie ein buch von ihm, ich bin sehr überrascht und habe mich gefreut etwas über ihn zu erfahren, ein sympatischer mensch

vom 01.03.2026, 05.24
Antwort von Nickname:

Hallo Karin! Oh, das freut mich! Das Interview ist ja wirklich streckenweise sehr spannend. Ich habe erst 70 Minuten davon gesehen. Denn sowas mache ich gerne in Etappen. So ca. 20 Minuten werden heute dazu kommen. 
Was mich an Ferdinand von Schirach so beeindruckt ist nicht nur sein brillanter Intellekt, sondern auch besonders seine Offenheit allem gegenüber das ihm begegnet und zugetragen wird. Und sei es nur das Thema Armbanduhr. So habe ich das noch bei keinem beobachtet. Ich fand übrigens noch ein interessantes Video, sein Besuch bei Anselm Kiefer! Hier - "Alexander" will ich auch besorgen. Liebe Grüße!
1. von Ursel

... ach... wie schön - liebe Tirilli! Ich danke für die offenen Worte und Erzählung von dir! Manches ähnelt sich - ich bin auch Rentnerin - "in Pension" hört sich vornehmer an... ;-) ) Und im Alter kommen halt so manche Zipperlein und allerlei Beschwerden - da könnten wir uns austauschen. Ich habe einen Ehemann - vier große Kinder - zwei Schwiegerkinder - ein Enkelinchen - Pflegekind. Langeweile kenne ich auch nicht - es gibt vieles zu tun - zu lesen und zu bearbeiten... (es macht mich nervös und unzufrieden, wenn meine Pläne größer sind - als meine Möglichkeiten) - tja - so ist das Leben eine tagtägliche Aufgabe.... 1000 gute Wünsche für dich!

vom 28.02.2026, 19.15
Antwort von Nickname:

Ursel, und ich danke dir für deine Erzählung! Das klingt nach einem erfüllten Leben und ich wünsche dir, dass es so schön weitergeht!