„Miserere mei, Deus von Gregorio Allegri (1582 -1652, Rom)
Die Komposition vertont den Psalm 51, „Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte."
Es heißt, das Werk durfte nur in der Sixtinischen Kapelle aufgeführt werden, da es als heilig empfunden wurde. Dies hat wohl auch mit der einen Stelle zu tun, wo der Sopran sich in mystischer Stimmung bis zum hohen C erhebt! Damals sang das ein Bub. Es sei bei Strafe der Exkommunikation verboten gewesen, das Werk irgendwo anders aufzuführen, heißt es. Und die Noten blieben unter Verschluss des Vatikans.
Aber dann hörte das ein 14-jähriger Bub, das war 1770. Der ging danach zu seinem Quartier und schrieb aus dem Gedächtnis das ganze Werk auf. Aus war es mit der Heimlichkeit. Der Bub hieß übrigens Wolfgang Amadeus Mozart.
Es kann sein, dass das alles eine Legende ist. Aber man sagt so.
Gesungen vom Tenebrae Choir Ich weiß, das klingt sehr katholisch...
Meine persönliche Himmelsmusik ist zum Beispiel die Marienvesper von Claudio Monteverdi. Einmal - ich kann es nicht erklären - ging für mich bei einer Live-Aufführung in einem Dom der Himmel auf. Mit Lichtempfinden und allem. Dann die H-moll Messe von Johann Sebastian Bach. Mit ihrem überirdischen Klang und übrigens mit durchgehender Zahlensymbolik scheint sie mir nicht von dieser Welt. Und das Requiem von Mozart. Ein Wunder.
Das sind meine. Habt ihr auch Musikstücke die euch bis ins Mark berühren?