Ausgewählter Beitrag

Das letzte Foto

schnuzl_letztesfoto.jpg

Frau Schnuzl, vor 4 Tagen.

Am Freitag hatte sie ein homöopathisches Mittel bekommen, welches ihr Wohlbefinden brachte und sie zu einem guten und leichten Tod überreden sollte.
Aber sie wollte noch nicht sterben, auch heute nicht, sie knurrte und wehrte sich.
Die Tierärztin, die aus philosophischen Gründen nicht so schnell ein Tier einschläfert, war aber auch dafür. Sie meinte, nun würde es sonst schlimm werden. Auch meinte sie, Schnuzlchen konnte vielleicht mir zu liebe nicht sterben. Weil die Bindung so groß war und weil sie meine Emotionen sehr spürte. Sie erlebe das in so einem Fall immer wieder.....
Und sie sagte auch, vielleicht hat mir Schnuzlchen ein Leid abgenommen, für mich stellvertretend. Da gäbe es diesbezügliche Beobachtungen in der Schweiz.

Ich habe mich für heute und morgen krank geschrieben. Muss sie ja jetzt eingraben. Und körperlich geht es mir schlecht genug um kein schlechtes Gewissen deswegen zu haben.

Ich danke euch vielmals für all die lieben Worte, für das Verständnis und das Mitfühlen.
Hätte ich mir meine Pein hier nicht von der Seele schreiben können, ich weiß nicht, ob ich es so ertragen hätte. Denn ich bin ja alleine.

Herzlichen Dank!

Nickname 03.11.2008, 13.03

Kommentare hinzufügen


Kommentare zu diesem Beitrag

10. von Anne

Liebste Tirilli!
Du möchtest nein sagen,
wenn Mensch oder Tier dich verlassen müssen,
dem dein Herz gehört. Nein, bitte nicht.
Du möchtest sagen, bleib doch.
Er aber braucht dein Ja, um gehen zu können,
um die Geborgenheit zu finden, nach der seine Seele sich sehnt.

Ich umarme und denke ganz doll an dich, es tut mir unendlich leid!

Anne

vom 08.11.2008, 21.32
9. von Gise

(((((((((( Tirilli ))))))))))

Vielleicht hilft Dir folgender Vergleich ein ganz kleines Bisschen...

Was heißt sterben

Ich stehe an einem Ufer.

Eine Brigg segelt in der Morgenbrise und steuert aufs offene Meer zu. Sie ist ein herrlicher Anblick und ich stehe da und sehe ihr nach, bis sie zuletzt am Horizont verschwindet und jemand neben mir sagt:

"Jetzt ist sie nicht mehr da."

Nicht da? Wo denn? Nicht DA für meine Augen, das ist alles...

Die Ferne und das Nicht-da-Sein sind auf meiner, nicht auf ihrer Seite; und gerade in dem Moment, da hier neben mir einer sagt: "Jetzt ist sie nicht mehr da!", da gibts andere die sie kommen sehen und andere Stimmen rufen freudig aus:

"Da, da ist sie!"

Und das heißt sterben.

Bischof Brent

vom 03.11.2008, 20.14
8. von katinka

(((((((((Tii))))))))))

:´((

vom 03.11.2008, 18.01
7. von Inge aus HH

Nein, Tirilli, du bist nicht alleine!

vom 03.11.2008, 17.53
6. von Tamara

Liebe Tirilli,
allein bist du nicht mit deinem Schmerz. Jeder, der schon mal ein geliebtes Wesen auf dem Weg zur letzten Reise begleitet hat, weiß, wie unendlich der Schmerz ist und fühlt mit dir... Ich drück dich ganz lieb, unbekannterweise.
Alles Liebe
Tamara

vom 03.11.2008, 15.50
5. von Arabella

Ich weine mit Dir, liebe Tirilli, ich weiss genau, was Du fühlst, bei mir ist ja erst ein paar Monate her, und leider tut es immer noch furchtbar weh.
Ich umarme Dich und wünsche Dir viel Kraft.
Arabella

vom 03.11.2008, 15.26
4. von Eveline

Nein Schatzal, allein bist du nicht!
*ganz lieb und fest drück*


vom 03.11.2008, 14.31
3. von marion

liebe tirilli,
du bist nicht allein!
oder lass es mich mit den worten von jean-jaques rousseau sagen:

Komm, unglücklicher Freund,
schütte Deinen Kummer
in dies Herz aus, das Dich liebt.

fühl dich ganz fest umarmt, ich bin da, wenn du mich brauchst
marion


vom 03.11.2008, 14.24
2. von Elena

Liebe Tirilli,
mir kullern grade derart die Tränen runter, daß ich fast nicht schreiben kann.
Aber ich möchte Dir sagen, daß ich Dich dafür bewundere, wie Du die letzte Zeit gemeistert hast; daß Ihr beide es gut gemeint und gemacht habt; daß Deine Entscheidung nun ganz sicher die richtige war.

Unbeschreiblich schön ist der Kranz, den Du für Schnuzlchen gewunden hast.
Auf dem allerletzten Weg, bei Deinem endgültigen Tun für sie fühle Dich in Gedanken von mir begleitet und umarmt.

Alles Liebe.
Und DANKE!

GLG E.



vom 03.11.2008, 14.12
1. von frechdachs

(((((Ti)))))

Du wirst nicht lange alleine sein. Frau Schnuzl wird dir jemand schicken und du wirst nicht nein zu ihr/ihm sagen, auch wenn du jetzt vielleicht denkst, nie wieder ...

vom 03.11.2008, 13.52

Das letzte Foto

schnuzl_letztesfoto.jpg

Frau Schnuzl, vor 4 Tagen.

Am Freitag hatte sie ein homöopathisches Mittel bekommen, welches ihr Wohlbefinden brachte und sie zu einem guten und leichten Tod überreden sollte.
Aber sie wollte noch nicht sterben, auch heute nicht, sie knurrte und wehrte sich.
Die Tierärztin, die aus philosophischen Gründen nicht so schnell ein Tier einschläfert, war aber auch dafür. Sie meinte, nun würde es sonst schlimm werden. Auch meinte sie, Schnuzlchen konnte vielleicht mir zu liebe nicht sterben. Weil die Bindung so groß war und weil sie meine Emotionen sehr spürte. Sie erlebe das in so einem Fall immer wieder.....
Und sie sagte auch, vielleicht hat mir Schnuzlchen ein Leid abgenommen, für mich stellvertretend. Da gäbe es diesbezügliche Beobachtungen in der Schweiz.

Ich habe mich für heute und morgen krank geschrieben. Muss sie ja jetzt eingraben. Und körperlich geht es mir schlecht genug um kein schlechtes Gewissen deswegen zu haben.

Ich danke euch vielmals für all die lieben Worte, für das Verständnis und das Mitfühlen.
Hätte ich mir meine Pein hier nicht von der Seele schreiben können, ich weiß nicht, ob ich es so ertragen hätte. Denn ich bin ja alleine.

Herzlichen Dank!

Nickname 03.11.2008, 13.03| (10/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Fotos

Wie die Lage ist.

Mir geht es immer ähnlich wie dem Kätzchen. Wirkt sie entspannt, bin ich es auch.
Das war nicht immer so, die letzte Zeit war ich untröstlich.
Insgesamt bin ich besser drauf als die letze Woche. Auch wenn ich jetzt wieder Bauchweh habe, weil sie gerade schlechter drauf ist. Ein Kloß ist im Bauch, weil ich mitleide und auch ständig hinterfrage, ob ich es verantworten kann, dass sie noch lebt.
Dieses Wochenende war relativ entspannt, dank der neuen homöopathischen Arznei.
Kätzchen ging im Garten herum und lag in der Sonne. Ich auch kurz, dann kam netter Besuch. Wegfahren will ich nicht, wenn es nicht wirklich nötig ist. Ich muss notfalls da sein.

Mir kommt vor, ich habe schon mehrere Phasen der Trauer hinter mir. Zuerst die Verstörung, das Aufbäumen, die Depression und nun beginne ich allmählich zu akzeptieren, ich werde stärker, auch wenn ich mich oft quälend bedrückt fühle.

Und das alles bloß wegen einem Tier, werden manche sagen, ja doch, genau das! 

Da war ein kritisches Mail im Hintergrund....

Es ist ja so: schon immer konnte ich Tierleid nicht ertragen. Wenn in einer Naturdoku eine Jagdszene gezeigt wird, schalte ich sofort aus. "Der mit dem Wolf tanzt" konnte ich zum Beispiel deswegen nicht fertig schauen. Es ist von der Vernunft her nicht erklärlich und nicht richtig, aber bei Tierleid im Fernsehen bin ich empfindlicher als bei Menschenleid. Ich habe manchmal darüber nachgedacht, warum dies so ist. Und bin dann draufgekommen, dass das Tier für mich für die reine Unschuld steht. Ein dem Menschen ausgeliefertes Wesen, hilflos ihm gegenüber und immer wieder Opfer des Stärkeren in freier Wildbahn. 

Das geliebte Kätzchen leiden zu sehen fordert meine ganze Kraft. Kommt noch dazu, dass ich tagtäglich mit seinem Ende rechne.
Es ist nun meinen Entscheidungen ausgeliefert und dieser Umstand kostet mich alle Substanz.

Nickname 02.11.2008, 20.27| (6/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: bekümmert

Allerheiligen

Kein fremder Blick.
Deshalb so spät am Grab.
Dem Flackern rundherum,
stelle ich meine Kerzen entgegen.
Der Dunkelheit aber trotzen sie nicht
und der Tod wird sie bald schon auslöschen.

Fühlen wie es war,
damals, in fernen Jugendtagen.
Das Lächeln der Eltern suchen,
damit es anderes überdecke.
Innere Bilder verscheuchen,
an ihre verwesten Körper nicht denken.

Ich stelle die Beiden neben mich,
um Vergessenes zu wecken.
Mit all meinen Sinnen
spüre ich ihrem Wesen nach.
Und nun flüstere ich mit ihnen,
ringe um das Gefühl der Dankbarkeit.

Irgendwann ist´s genug.
Aber ein Bann hindert mich zu gehen,
es ist an Allerheiligen ja immer so.
Nach einigen inneren Kämpfen
verlasse ich endlich das Grab.
Und bleibe doch gebunden.

© Tirilli

Nickname 01.11.2008, 23.06| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gedichte | Tags: Dasein

Kolumbiens böse Politik

Man muss immer wieder zur Kenntnis nehmen, wie schlimm der Mensch werden kann, wenn die Umstände es provozieren. Fassen kann man so etwas aber nur schwer....

Rebell oder nicht - Hauptsache tot. (Stern-Bericht)

Nickname 01.11.2008, 11.38| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: politisch

2026
<<< August >>>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
     0102
03040506070809
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31      
RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3
Blogstatistik
Einträge ges.: 4575
ø pro Tag: 0,6
Kommentare: 20891
ø pro Eintrag: 4,6
Online seit dem: 25.01.2005
in Tagen: 7867