Am Tag davor gab´s die Laudatio mit Geschenk bei der Schlusskonferenz. Eine total netter Rede, zu meiner Überraschung gehalten von der überregionalen Personalvertreterin, seit Jahrzehnten beste Freundin. Ich bekam einen altmodischen kleinen Wecker zum aufziehen, damit ich es endlich schaffe, früh aufzustehen und die Kollegin und ebenso Freundin in gleicher Situation, bekam einen Kleiderbügel, weil das Gerücht ging, sie könne ihren Kleiderkasten nicht richtig in Ordnung halten. Dann bekamen wir noch ein Buch. Meines ist über Alma Mahler, ich hatte mich unlängst dafür interessiert und ein Spion gab die Info weiter.
Nu dachte ich, das war´s...
Am letzten Tag in unserem Park das Schulschlussfest. Schüler- und Elternabschied, Zeugnisausgabe, Geschenke...

;-)
Wie üblich übernahm ich die Organisation der Rätselrallye.
Als ich dann mit zwei Kollegen auf der Bühne die Preisverleihung abgeschlossen hatte, wollte ich die verschobenen Sessel für das Schulorchester wieder zurecht rücken und die Bühne verlassen, aber der Chef hielt mich zurück.
Nächste Laudatio von einem der überregionalen Chefs. Interviewfrage, was sich in den Jahren denn verändert habe, ich hatte gar keine Zeit, nachzudenken und plauderte irgendwas über das Positive am Schulgebäude. Das ja wirklich das schönste Österreichs ist! Vorher waren wir ja in irgendwelchen Klassenzimmern einer Pflichtschule und dadurch ohne viel Gemeinschaftssinn.
Dann bekam ich eine Kopie meines bei der Einstellung verfertigten Lebenslaufs und eine grahmte Urkunde, Applaus.
So, jetzt war´s das wirklich. Blieb noch die Räumung des ganz eigenen Unterrichtszimmers. Uff. Ein Kleiderkasten voller Noten und einiges mehr.
Die Hälfte davon lagert noch im Auto!
Acht Gäste hatte ich am nächsten Tag zum Brunch bei mir. Und dann sank ich hin: Nämlich... in den Liegestuhl..! *g*

Ich hatte bisher noch keine Zeit, mich zu äussern, denn gerade das Thema erfordert eigentlich ein riesiges Fingerspitzengefühl und jeder Buchstabe muss bedacht sein.
Das Problem an sich ist da und ich kann einfach keinem Flüchtling vorwerfen, dass er sich und seine Familie in Sicherheit bringen will. Es gibt viele tolle Menschen, die das auch anpacken und sich etwas aufbauen können, ihre Kinder fördern und fordern. Und dennoch, Ängste bleiben immer. Ich gehe durch die Stadt und frage mich, warum Menschen, denen die Sozialleistungen des Staates gewährt werden, warum die Ihr Wohnumfeld so vermüllen, kaputt machen und herunterkommen lassen. Wie werden die Stadtteile in 10 Jahren aussehen. Ich mache mir echt Gedanken, warum diese Menschen zu dritt in unseren Laden kommen, Kaffee, Rindfleisch, kleine Elekroartikel, Rasierer, etc. in Einkaufswagen zusammenpacken, dass fast die Räder abbrechen und das dann in einem unbeobachteten Augenblick durch den Eingang schieben, zu dritt in den Kofferraum schmeissen um es dann an die eigenen Landsmänner oder auf dem Flohmarkt zu veräussern. Die betrügen das eigene Volk und uns auch noch. Ich mache mir auch Gedanken darüber, dass viele derer jungen Leute nicht arbeiten dürfen, weil sie keinen Deutschkurs haben, denn es dauert mitunter 2 Jahre bis ein Kurs frei wird. Oder es muss ein Kurs abgebrochen werden, wegen Desinteresse und mangelnder Beteiligung. Allerdings muss ich auch sagen, jeder ist seines eigenen Glückes Schmied - und das wiederum gilt für Menschen, egal welcher Nation.
vom 23.07.2017, 10.10
Da hattest du ja jetzt ein gutes Fingerspitzengefühl! Mich interessieren diese Beobachgtungen. Und die Geschichte von Defne hat mich nachdenklich gemacht... Wir Menschen, hach, wie sind wir doch schwierig und schaffen es allesamt selten, alles richtig zu machen...
Danke für deinen Kommentar! Und wieder mal liebe Grüße!