Rückständigkeit als Programm
Die Alten haben ihren Alten gewählt, der wieder seine Alten einsetzt die sich dann wieder einen Alten wählen.
Kontinuität oder Stagnation? Ich vermute, die Wahl Ratzingers wird die Kirche weiter schwächen.
So weitermachen wie bisher kann auch bedeuten, die Kirche „kaputt zu bewahren“.
In aller Welt wurden kritische Bischöfe gegen konservative Bischöfe ausgetauscht. Manche sagen: Mit Hilfe von rechtskonservativen Opus-Dei-getreuen Klerikern, von Gegnern werden die auch „Heilige Mafia“ genannt.
Das bedeutet noch strengeren Konservativismus.
Ratzinger, ein Vatikanbeamter der über die sogenannte Rechtgläubigkeit, wie er sie versteht, wacht und sozialbewegte Kleriker maßregelt. Sein Nein gegenüber den Ansichten der anderen Bischöfen Deutschlands in der Frage der Schwangerenberatung zeugte nicht gerade von einer Bereitschaft zum Konsens.
Theokratie pur.
Katholische Schlaglichter:
Nein zu einer neuen Rolle der Frau
Nein zum Individualismus
Nein zu Geschiedenen
Nein zu Homosexuellen
Nein zu Kondomen, auch bei aidskranken Ehepartnern!!
Viele „Nein“, sicher fallen meinen Lesern noch andere ein.
Ob das mit den Inhalten des Neuen Testaments vereinbar ist?
Wenn ich in der katholischen Kirche wäre, würde ich jetzt austreten.
Die Menschen vor dem Petersdom waren also begeistert. Wären sie es bei jedem Gewählten gewesen, oder waren sie es einfach nur so?
Schade, denn mir bedeutet die ursprüngliche Lehre viel.
19.04.2005, 23.43| (12/7) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: politisch
Dunkles
19.04.2005, 11.33| (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: bekümmert