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Einträge vom: 15.02.2006

Frühlingsboten

In den Nächten hat es immer noch um die -11°. Der Nachbar meint, wir müssten auf Wind warten der den hartnäckigen Kältesee aus dem Becken fegt. In Kärnten gibt es fast nie Wind, gerade das mag ich ja so. Jetzt darf er kommen!
Aber man fühlt den Frühling schon, die Vögel zwitschern! Ein Klang wie Therapie! Allerdings wie lange noch? die Vogelgrippe ist ja nur noch ein paar Flügelschläge von hier entfernt.

Nickname 15.02.2006, 12.01| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: heute

Über den Blick nach innen

"Grabe in der Tiefe deiner Seele, denn in ihr ist die Quelle, und sie vermag nur zu sprudeln, wenn du nach ihr gräbst!"
Marc Aurel (121 - 180)

Interessante Gedanken darüber liest man hier unter der Überschrift "Wo alles von außen kommt..."

Dort steht auch ein Satz der mir zu denken gab:

"In der Tiefe zu schürfen erfordert Zeit; wer möchte sie opfern?"

Opfer! Wird diese Zeit denn als das empfunden? Ich versuche das nachzuvollziehen. Viele laufen vor sich selbst davon sagt man. Aber wie begann das? Vielleicht durch das Gefühl, nie zu genügen? Hat Erziehung im ursprünglichen Sinn des Wortes so viel Selbstverständnis entzogen?

Ich denke mir, das unruhige und von Pflichten vollgestopfte Leben macht nötig, Gedanken die man nur begonnen hat in eine hintere Ecke zu schieben um sie für ein andermal aufzuheben. Allmählich wird diese Gedankenschatulle so voll, dass man sich kaum noch daran wagt sie aufzuräumen. Und irgendwann meint man vergessen zu haben was da so alles war. Müssen das denn unbedingt immer Gespenster sein, wie Osram Unke meint? Vermutlich doch, wenn man noch tiefer gräbt. Aber bei jedem??

Osram Unkes Schlusssatz finde ich aber überzogen. Er schreibt absichtlich provokant aber vermutlich mit einem Augenzwinkern:

"Es gibt nur einen Weg zum Glück: die Betäubung! Oder das Bloggen! Ich blogge, also bin ich!"

Hey, Osram, bloggen ist immer wieder genau das Gegenteil. Sieh mal, die Leute schreiben wieder! Wer hätte das gedacht?
Dass ich selbst schreiben werde hätte ich mir früher nicht träumen lassen! Ich konnte es nie, wollte es nicht, es war immer eine leidige Arbeit.
Schreiben erfordert, die Gedanken auch mal fließen zu lassen, so schnell ist ein Beitrag nicht verfasst. Wie ein Bächlein das sich zaghaft einen Weg durch die karge Landschaft sucht ist das, es kann sich Moos ansiedeln und ein neues Biotop entsteht vielleicht.

Nickname 15.02.2006, 01.53| (10/7) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: nachdenklich