Zum aktuellsten Eintrag

Einträge vom: 11.11.2006

Blümchenblog

Er ist ein Blog des unbeschwerten Seins.

Ich würde aber sagen, es gibt zwei Arten.

Erstens Blogger, die dieses Hobby einfach zum Vergnügen haben, sich im realen Leben aber sehr wohl den Problemen unserer Zeit stellen. Sie diskutieren lieber in Familie und Freundeskreis und wollen am PC hauptsächlich abschalten und Freude haben.

Zweitens solche, die sich nicht viele Gedanken machen, am öffentlichen Leben kaum teilhaben und sich eine künstliche heile Welt schaffen. Sie wollen dabei möglichst nicht gestört werden, bleiben in vielem lieber an der Oberfläche. Sie machen sich etwas vor und lassen sich von anderen etwas vormachen.

Ich will diese zweiten aber nicht bewerten. Jeder soll sein Leben nach seiner Fasson leben. Bei Wahlen freuen mich die zwar gar nicht, aber solange sie torlerant gegenüber Andersdenkenden bleiben, kann ich auch mit ihnen gut.
Nur, die die etwas zu sagen haben interessieren mich halt mehr...

Zwei Sichtweisen, ein Streit......

Nickname 11.11.2006, 22.39| (4/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: oder doch nicht?

Die Blümchenblogger-Geschichte


bluemchblog.jpg

Da streiten sich die Leut herum
Oft um den Wert des Glücks,
Der eine heißt den andern dumm,
Am End' weiß keiner nix.
Da ist der allerarmste Mann
Dem andern viel zu reich:
Das Schicksal setzt den Hobel an
Und hobelt alles gleich!

Ferdinand Raimund

Ein guter Freund aus Wien hat mich einmal aufziehen wollen und in einem Kommentar scherzhaft für mich den Begriff "Blümchenblogger" in die Welt gesetzt. Wenn er damals gewusst hätte, was er damit für eine Lawine losgetreten hat!
Ich musste damals über die Ironie sehr lachen, spürte gleich, was er damit meint, war gar nicht beleidigt. Er selbst postet fast nur politisch, sehr humorvoll und blitzgescheit.

Ein anderer, den ich als virtuellen Freund empfinde, kann es nicht mit ansehen, wie Menschen angesichts der zunehmenden sozialen Probleme den Kopf in den Sand stecken, nicht genau genug hinhören und damit den Machtbewussten ein weites Betätigungsfeld für ihre Machenschaften bieten. Er schrieb mir einmal, er denke, er könne nur noch laut und provokant sein, um die Menschen endlich aufzurütteln.
Ja, er provoziert, aber im Allgemeinen, kritisiert das, was man im Überbegriff als "die Gesellschaft" bezeichnet. Niemals schreibt er auf Einzelpersonen bezogen, es sei denn, ein Politiker hat wieder Sätze losgelassen, die man seiner Meinung nach so nicht stehen lassen kann.
Seine Texte werden "lauter". Er analysiert, was ein Spießer ist und das neue Schlagwort "Blümchenblogger" kommt dann auch noch in sein Repertoire.

Ein dritter fühlt sich provoziert, erträgt die Kassandrarufe nicht oder bezieht vieles auf sich. Er fängt in Kommentaren zu streiten an und erklärt sich nun zum Blümchenblogger.

Eine ganze Gruppe bekommt bei ihm das mit dem Blümchenblogger mit und hängt sich begeistert an. Ich weiß gar nicht, ob sie den Ursprung der Geschichte überhaupt kennen.

So weit etwa der Ablauf der Geschichte, nur von meiner Warte aus - eh klar!

Was ein Blümchenblogger ist? Tja, ich würde gerne wissen, wie man den Begriff versteht. Es gibt sicher eine ganz unterschiedliche Auffassung, was das überhaupt meint.

Ich will noch nicht schreiben, wie ich diesen Begriff definiere. Der Beitrag ist schon zu lang und außerdem will ich nun mal die anderen vorlassen.

Nickname 11.11.2006, 03.01| (15/13) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: oder doch nicht?

Wer verhielt sich auffällig?

Heute war es hier so still weil ich woanders laut war.

Ich heulte nämlich mit Werwölfen im Chor, obwohl ich gemeinerweise nie einer sein durfte. Dafür wurde ich aber andauernd ermordet!!

Ein sehr vergnüglicher Abend, Nachahmung empfehlenswert!

Nickname 11.11.2006, 02.27| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: dies und das