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Einträge vom: 13.12.2006

Noch einmal die Sinnfrage

Ich sehe aus einer Reaktion Osrams im Absurd-AG, mein Beitrag "Über einen Sinn" kann gründlich missverstanden werden. 

Es war meine ganz persönliche Glaubensoffenbarung. Jesus hatte ich absichtlich ausgeklammert, weil alles über ihn schon so abgedroschen klingt. Er ist für mich aber der größte Lehrer, seine Worte sind auch mir heilig.

Ich wollte eigentlich folgendes sagen:
Für die Lebensaufgabe, das Jenseitige betreffend, reicht es, das Leben mit all seinen Facetten zu erfahren. Meine Art zu denken schließt Satan und die Hölle aus. Die Aufgabe der Seele, warum sie in dieses Jammertal geworfen wurde, das ist es, worum ich mir den Kopf zerbrach. So gesehen dachte ich, als ich "Ungerechtigkeit" schrieb, eher an das Unvermeintliche, das Schicksal, vom Menschen nicht gesteuert. Konkret dachte ich zum Beispiel an Menschen, die durch einen Unfall bis zum Hals gelähmt sind, oder Kinder mit Krebs, unbegreifbare Schicksalsschläge die Angst machen, wenn man davon hört.

Niemals wollte ich einer sozialen Inaktivität schönreden!

Nickname 13.12.2006, 23.23| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: nachdenklich

Manipulativ

Gestern wurde in einem politischen Magazin im ORF die Debatte über die Sonntagsöffnung der Geschäfte behandelt. Der Bericht war unterschwellig derart massiv auf Seiten der Befürworter, dass mir der Kragen geplatzt ist.
Wir haben hier in Österreich einen öffentlich rechtlichen Sender mit Monopolstellung. Er ist von Gesetz wegen zu Objektivität verpflichtet! Daher schrieb ich meinen Protest an den Redakteur und auch an den Publikumsrat. Nach den Bestimmungen muss mein Schreiben in der nächsten Sitzung vorgelesen werden. :-))

Nicht nur reden, sondern handeln ist die Devise, auch wenn es vermutlich nicht viel nützt.

So habe ich geschrieben:

Ich protestiere auf diesem Weg schärfstens gegen den Bericht von der laufenden Debatte über Sonntagsarbeit in der Sendung "Report" vom 12. Dez 06!
Die Interviews mögen ja eventuell halbwegs ausgewogen gewesen sein, der Text des Berichtes jedoch, war äußerst manipulativ auf Seiten derer, die Sonntagsarbeit befürworten. Ich frage mich, welche Interessen der ORF hier vertreten hat!

Punkt 2 der Charta des ORF, der Objektivität verspricht, wurde in diesem Bericht meiner Meinung nach gröblichst missachtet.

Wollen Sie im Interesse der Wirtschaft die Gesellschaft auf ihr Konsumverhalten reduzieren? Machen Sie sich nicht zum Sprachrohr derer, die aus reinem Profitdenken einen sorgsamen Umgang mit ihren Angestellten vergessen zu haben scheinen.

Ich weiß jedenfalls aus sicherer Quelle, dass Frauen genötigt wurden, Samstag Nachmittag zu arbeiten. Es wurde ihnen einfach angedeutet, dass man sie nicht mehr brauchen würde, falls sie nicht dazu bereit wären. Im speziellen Fall handelte es sich übrigens um eine Alleinerzieherin, der Betrieb ist ein Großkonzern.
Das nun also auch sonntags?

Ich sehe schwarz für die Zukunft der Familien, wenn sogar in Sendungen des öffentlich rechtlichen Rundfunks verdeckt Meinungsbildung zugunsten reiner Marktorientiertheit gemacht wird!

Mit freundlichen Grüßen

Tirilli*

*Name von der Webmasterin geändert ;-)

Nickname 13.12.2006, 22.10| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: politisch