Ausgewählter Beitrag

Wegen unguter Themen

Ich würde gerne das leidige Thema des vorigen Beitrags durch etwas Angenehmeres nach unten drücken, aber ich komme gerade von einer vierstündigen Konferenz, muss schnell die Schulwebseite aktualisieren und dann gleich wieder weg, noch sechs Stunden unterrichten.
Manche werden denken, Blog lesen ist Hobby, was sollen solche niederdrückenden Themen da.
Aber ich halte es so: was mich gerade bewegt wird gebloggt, das Aussprechen der Dinge, die im Kopf herumgeistern hilft, es ist eine Art Alltagsbewältigung.

Ich kann in solchen Fällen gut nachvollziehen, wenn jemand bei Negativem schnell wegklickt. Ich tu es bei anderen manchmal auch.

Bitte um Verständnis, dass ich Alleinlebende manchmal so bloggen muss.... das Blog ist tatsächlich oft Lebenshilfe für mich.
Liebe Grüße an meine Leser!

Nickname 12.10.2006, 12.36

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Kommentare zu diesem Beitrag

6. von Trick_17

Liebe Tirilli,

mir geht es da fast genauso. Eine Zeit hatte ich sehr viele nachdenkliche Themen, habe davon aber etwas Abstand genommen. Mir tat es gut, darüber zu schreiben, weil sie mir so im Kopf herum gespukt sind. Dann hatte ich das Gefühl, es wäre zu schwere Kost für den Blog.

Mach aber weiter so, denn es tut auch gut darüber zu lesen, und dass andere solche Gedanken haben. Und mich ermuntert es, auch mal wieder solche Beiträge zu schreiben.

Schönes Wochenende. ;)

LG Evi

vom 13.10.2006, 12.38
5. von

Soweit ich den Sinn von Blogs beurteilen kann, handelt es sich doch um eine Art Tagebuch.Dahinein schreibt
jeder für sich,um gedanklich und gefühlsmäßig Klarheit oder Entlastung oder... zu bekommen.Dabei gibt es kein *Gut* oder*Ungut*.Uns läßt du durch einen mal mehr mal weniger großen Spalt in deine Welt schauen.Und netterweise auch kommentieren.( Hätten sich meine Töchter dringlichst verbeten :D )du lässt uns an d e i n e m Leben teilnehmen,und wir haben das zu akzeptieren und respektieren und wenn jemand dass nicht mag, dann hat er die Möglichkeit des kleinen Kreuzchns am oberen Rand.
Aus regengrauem Hessen feuchte Grüße sendet

Christina





vom 13.10.2006, 11.03
4. von Vodia

Bloggen ist reden mit jemand der gerade nicht da ist, es aber später lesen kann.

Oder so,.. :-)

vom 12.10.2006, 23.06
Antwort von Nickname:

Genau! :-)
Die Webmasterin dankt für diesen Eintrag! :-))
3. von Eveline

Blog lesen ist Leben lesen, Gedanken lesen...

Alles andere, was ich jetzt wieder schreiben könnte, hab ich dir schon x-mal geschrieben - geh suchen ;)

Huggels und liebe Grüße zurück *busserls*

vom 12.10.2006, 17.11
Antwort von Nickname:

Ich brauch nicht zu suchen! Weiß es auswendig! Aber ich hatte genau DIR GEGENÜBER schlechtes Gewissen deswegen...
Aber: dankschee!
2. von Elena

Hast wohl aber hier eher mehr LeserINNEN als Leser, oder..? ;)
Passt schon, was und wie Du schreibst!

Grüße von einer Gerne-bei-Dir-Lesenden E.

vom 12.10.2006, 14.51
Antwort von Nickname:

Vielen Dank Elena! Sei herzlich begrüßt, ich wusste nichts von dir! Hast du auch ein Blog?
Liebe Grüße
Tirilli
1. von Frau Waldspecht

Ich grüße zurück!
Leidig fand ich das unten stehende Thema überhaupt nicht!
Und ich mag deine Art der Alltagsbewältigung.
Verständnis hab ich auch, also mach so weiter :)

vom 12.10.2006, 13.06
Antwort von Nickname:

Danke liebe Frau Waldspecht! Ich kann eh nicht anders. Und ich weiß, du bist die Allerliebschde neben so einigen anderen Allerliebschden ;-)

Wegen unguter Themen

Ich würde gerne das leidige Thema des vorigen Beitrags durch etwas Angenehmeres nach unten drücken, aber ich komme gerade von einer vierstündigen Konferenz, muss schnell die Schulwebseite aktualisieren und dann gleich wieder weg, noch sechs Stunden unterrichten.
Manche werden denken, Blog lesen ist Hobby, was sollen solche niederdrückenden Themen da.
Aber ich halte es so: was mich gerade bewegt wird gebloggt, das Aussprechen der Dinge, die im Kopf herumgeistern hilft, es ist eine Art Alltagsbewältigung.

Ich kann in solchen Fällen gut nachvollziehen, wenn jemand bei Negativem schnell wegklickt. Ich tu es bei anderen manchmal auch.

Bitte um Verständnis, dass ich Alleinlebende manchmal so bloggen muss.... das Blog ist tatsächlich oft Lebenshilfe für mich.
Liebe Grüße an meine Leser!

Nickname 12.10.2006, 12.36| (6/4) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: nachdenklich

Atommächte

Verdrängung ist nicht immer schlecht. Manchmal hat sie auch einen Sinn.

Gestern hörte ich im Fernsehen, wie viel Nuklearwaffen es gibt. Welch ein Schock, ich wusste nicht, dass es so viele sind:

USAüber 10.000
UDSSR/Russlandüber 10.000
Großbritannien185
Frankreich350
China400
Israel200 (nicht zugegeben)
Indien60
Pakistan24
NordkoreaAtomprogramm im Aufbau
IranAtomprogramm vermutet


Wozu diese Menge, wo doch einige wenige die Welt vernichten würden? Nichts zeigt so deutlich den Wahnsinn der Machthaber und ihrer Militärs. Von Gleichgewicht des Schreckens kann keine Rede mehr sein. Es braucht zum Beispiel nur einen verarmten gewissenlosen Koreaner, oder fanatisierte Pakistani, und Nuklearmaterial könnte in falsche Hände geraten.

Bei dem Gedanken fühle ich drückende Beklemmung.
Machtlos wie wir dieser Bedrohung ausgesetzt sind, bleibt uns nur, unseren Alltag lebenswert zu gestalten und nicht zu viel darüber zu grübeln. Denn Angst hilft da auch nicht weiter.

Ich vergesse das am besten gleich wieder. Und du, lieber Leser tu es auch. Sonst geben wir den Wahnsinnigen noch eine andere Form der Macht über uns: Die der Bedrückung.
Aber manchmal muss man es doch erwähnen. Zu sehr wird die Atomindustrie schon wieder als harmlos hingestellt, sie ist schon wieder im Aufwind.

Atomindustrie und Nuklearwaffen sollen "zwei Paar Schuhe" sein? Nicht wirklich, denke ich. Der Weltfrieden muss nur labiler werden und schon rüsten weitere Länder auf. Natürlich zuerst die, die schon Atomkraftwerke haben, ist doch logisch. Abgesehen davon denke man an die Gefahr durch Störfälle.

Nickname 11.10.2006, 23.15| (4/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: politisch

Wie das Leben so spielt

Eine Bauerntochter ist sehr musikalisch. Sie erfüllt ihren Traum und wird Musiklehrerin, heiratet, es wird ein Haus gleich neben dem uralten kleinen Hof gebaut, zwei Kinder werden bald geboren, auf welche die Eltern zu Recht stolz sein können. Das Leben ist schön.....

Doch dann bekommt die Frau Krebs. Der Mann macht trotzdem seine vielen Reisen, aber sie kämpft sich, oft alleine gelassen, tapfer durch ihr schweres Leiden und wird auch wieder gesund.
Der Vater stirbt und sie erbt den kleinen Hof. Während ihre Schwester sich an einem einfacheren Erbe in Form von einigen Baugründen erfreuen darf, muss sie nun neben ihrem Beruf die ganze Verantwortung für die Mutter und die Landwirtschaft übernehmen. Zugleich verlässt der Mann sie wegen einer Jüngeren und zieht nach Spanien.

Die Scheidung katapultiert sie nun in schwere finanzielle Nöte. Denn sie behält natürlich das Haus auf dem Grund des Anwesens ihrer Eltern und das kostet!

Ein schweres Leben hat begonnen, der Vater Staat macht es dem, der nebenberuflich einen Hof übernimmt nicht leicht. Sie hat keine Wahl, sie muss nach dem Gesetz fünf Jahre lang einen Teil der Felder bewirtschaften, sonst fällt sie um die überlebensnotwendige staatliche Förderung um. Ohne die könnte sie in den Privatkonkurs schlittern. Auch Pächter muss sie finden. Das alles übersteigt ihre Kräfte.
Der andere Bauer im Dorf verhält sich miserabel. Er war einer der Pächter, streift unrechmäßig eine EU-Förderung ein, die ihr zustehen würde und macht ihr zusätzlich unfreundlich Schwierigkeiten. Ein Gewittersturm hatte viele Bäume in ihrem Wald umgeworfen, ein nicht sehr großer Schaden entstand an einer seiner Hütten und an einem Fussballtor, vermutlich lastet er ihr, nicht von ihrem Wald verursachte Schäden noch zusätzlich an. Einen Anwalt kann sie sich trotz ihres Lehramts in der höheren Schule nicht leisten. Beide Kinder studieren inzwischen außerdem und das kostet!

Es blieb nur, Bäume schlägern zu lassen, um halbwegs über die Runden zu kommen.

Im Wald sieht es nun aus wie nach einem Bombenangriff. Äste und Zweige überall wohin das Auge blickt.

Mit zwei weiteren Freunden haben wir heute Holz gesammelt, Scheiter auf einen Anhänger geladen und dann im Hof geschlichtet. Aber diese halbtägige Arbeit ist nur wie ein Tropfen auf dem heißen Stein. Man sieht im Wald nicht einmal, dass gearbeitet wurde. Sogar die 85-jährige abgearbeitete Mutter half mit und es tat weh zu sehen, wie sie die schweren Äste schleppte.

Die Auswegslosigkeit und die Aussicht auf noch vier weitere schlimme Jahre raubt meiner Freundin den Schlaf.

Nickname 10.10.2006, 21.38| (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: dies und das

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