Ausgewählter Beitrag

Wachsam sein....

In den verschiedenen Gesellschaftswelten dieses Planeten ist stets eine Kurve beobachtbar. Mal rauf mal runter. In den Seelen aller. Unmerklich. Plötzlich wird als normal empfunden, was 20 Jahre zuvor noch undenkbar schien.

Manche Gesellschaften sind in der Krise, manche scheinen in den Herzen ganz zerstört, andere hoffnungsvoll. Es ist, als würde es immerzu zwischen zwei Polen hin und her pendeln. Da ist einerseits die menschliche Härte, die Menschenverachtung, das soziale Ungleichgewicht, das Autoritäre... und andererseits das Soziale, die Kultivierung von Empathie, das Miteinander. Aber das wurde stets erkämpft, es war nie von selber da!

Ich las heute von Tibet, Pakistan, Ägypten, lauter schlimme Dinge, allein heute.

Es ist, als wäre das stete Pendeln zwischen Gutem und Schlechten ein Weltengesetz.

Und bei uns? Wir habe immerhin in unseren Breiten schon 66 Jahre lang keinen Krieg mehr gehabt. Sieht man auf die Geschichte, ist das eine lange Zeit. Und es dürfte auch so bleiben. Aber, dürfen wir das als Selbstverständlichkeit sehen?

Wir müssen wach bleiben!

Werden wir im zukünftig vermutlich nötigen Verzicht bestehen? Werden wir das soziale Herz verkümmern lassen, weil wir materiell nicht mehr so sehr auf Rosen gebettet sein werden?

Unsere Gesellschaft ist in der letzten Dekade spürbar härter geworden.

Es sieht mir so aus, als würden viele langsam vergessen, was sich unsere Väter nach dem furchtbaren Krieg erkämpft hatten und wie sehr das notwendig war. Gesetze für ein Miteinander. Die Solidarität - ein inzwischen unmodern gewordenes Wort. Aber wir brauchen sie doch alle und wir alle profitierten davon.

Wir im Netz müssen uns immer wieder politisch äußern! Das ist eine nicht zu unterschätzende neue Möglichkeit, wir haben hier eine Stimme!

Deswegen heute mal dieser Link: Avaaz

Nickname 21.11.2011, 00.16

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Wachsam sein....

In den verschiedenen Gesellschaftswelten dieses Planeten ist stets eine Kurve beobachtbar. Mal rauf mal runter. In den Seelen aller. Unmerklich. Plötzlich wird als normal empfunden, was 20 Jahre zuvor noch undenkbar schien.

Manche Gesellschaften sind in der Krise, manche scheinen in den Herzen ganz zerstört, andere hoffnungsvoll. Es ist, als würde es immerzu zwischen zwei Polen hin und her pendeln. Da ist einerseits die menschliche Härte, die Menschenverachtung, das soziale Ungleichgewicht, das Autoritäre... und andererseits das Soziale, die Kultivierung von Empathie, das Miteinander. Aber das wurde stets erkämpft, es war nie von selber da!

Ich las heute von Tibet, Pakistan, Ägypten, lauter schlimme Dinge, allein heute.

Es ist, als wäre das stete Pendeln zwischen Gutem und Schlechten ein Weltengesetz.

Und bei uns? Wir habe immerhin in unseren Breiten schon 66 Jahre lang keinen Krieg mehr gehabt. Sieht man auf die Geschichte, ist das eine lange Zeit. Und es dürfte auch so bleiben. Aber, dürfen wir das als Selbstverständlichkeit sehen?

Wir müssen wach bleiben!

Werden wir im zukünftig vermutlich nötigen Verzicht bestehen? Werden wir das soziale Herz verkümmern lassen, weil wir materiell nicht mehr so sehr auf Rosen gebettet sein werden?

Unsere Gesellschaft ist in der letzten Dekade spürbar härter geworden.

Es sieht mir so aus, als würden viele langsam vergessen, was sich unsere Väter nach dem furchtbaren Krieg erkämpft hatten und wie sehr das notwendig war. Gesetze für ein Miteinander. Die Solidarität - ein inzwischen unmodern gewordenes Wort. Aber wir brauchen sie doch alle und wir alle profitierten davon.

Wir im Netz müssen uns immer wieder politisch äußern! Das ist eine nicht zu unterschätzende neue Möglichkeit, wir haben hier eine Stimme!

Deswegen heute mal dieser Link: Avaaz

Nickname 21.11.2011, 00.16| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: politisch

Ein politisches Lehrstück

pfeil_orange.jpgObdachlosigkeit verboten.
Wer im Freien übernachtet und dabei zum zweiten Mal erwischt wird, zahlt umgerechnet 500 Euro oder wandert entsprechend lang ins Gefängnis. Etwa 20.000 Menschen sind obdachlos, Schlafplätze gibt es landesweit aber nur 9000. (Die sind übrigens kostenpflichtig...) Ach ja, und übrigens: Wühlen in Mülltonnen nach Essbarem ist verboten und wird in einigen Kommunen mit Strafe belegt.
Befürchtet wird, dass sich Obdachlose diesen Winter in die Wälder flüchten werden, wo sie von Helfern nur erschwert gefunden werden können um sie vor dem Erfrierungstod zu retten. Apropos Helfer, falls es sie noch geben wird! Denn:

pfeil_orange.jpgMit Hilfsorganisationen (NGOs) wird nicht mehr kooperiert und außerdem wird ihnen der Geldhahn zugedreht. Dafür wird parteinahen Organisationen und den religiösen Institutionen ab nun mehr Geld zugeschanzt.

pfeil_orange.jpgArbeitnehmerrechte werden beschnitten, insbesondere das Streikrecht.

pfeil_orange.jpgNeue Gesetze gelten rückwirkend (!!) und davon gibt es eine ganze Flut.

pfeil_orange.jpgFrühpensionen werden abgeschafft und die Betroffenen wieder in den Dienst zurückgeholt. Bzw. zu Sozialhilfeempfängern umdeklariert.

pfeil_orange.jpgDie Dauer der Auszahlung von Arbeitslosengeld wird von bisher 270 auf 90 Tage gesenkt.

pfeil_orange.jpgStaatliche Arbeitsangebote abzulehnen bedeutet die Einstellung des Arbeitslosengeldes. Dabei werden mehrtägige Aufenthalte fern von Zuhause, die Unterbringung in provisorischen Containern, Arbeit weit unter der Qualifikation, als angemessen bewertet. Bezahlt wird aber nur geringfügig über der Sozialhilfe. Organisation: "pensionierte Polizisten haben genau die richtige Qualifikation für diese Aufgaben"

pfeil_orange.jpgArtikuliert ein Beamter eine politische Meinung die nicht mit der regierenden Partei konform geht, verliert er so gut wie sicher seinen Job.

pfeil_orange.jpgMaßgebende Leiterposten am Kultursektor wurden an rassistische Rechtsextreme vergeben.

Der Leser fragt sich nun sicher, um welches Land es sich handelt, falls er es nicht eh mit dem letzten Punkt erraten hat, darüber wurde ja viel berichtet.
Man dachte sich wohl: Sicher weit entfernt, dieses Land? Sicher nicht Europa, nicht in der EU! Vielleicht in Asien oder Afrika? An eine europäische Demokratie denkt da doch wohl kaum einer. Aber weit gefehlt! Es ist Ungarn.

Was dort gerade geschieht ist eine Lehrstunde, wie Demokratie stückweise auch wieder demontiert werden kann. Der rechtskonservative Viktor Orbán hat die Zweidrittelmehrheit und nun kann er fuhrwerken...

Ich wünsche ihm die Obdachlosigkeit an den Hals! Das könnte seiner persönlichen Entwicklung in Richtung mehr Menschlichkeit sicher nur gut tun!

Über den Umgang mit den Obdachlosen 

Pester Lloyd

Nickname 18.11.2011, 23.59| (4/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: politisch

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