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Wenn ich so nachdenke...

Wenn ich als Kind oder Jugendliche krank war und zeigte, dass es mir schlecht geht bekam ich nur die Antwort: "Ach!" Und: "du musst eben" Niemals eine Chance, mich verwöhnt fallen lassen zu können oder gar in Selbstmitleid auszubrechen. Eher dieses "du kannst mich anstecken, das fehlt mir jetzt gerade noch"

Also hart bleiben.... da fällt mir ein, meine Eltern haben es in ihrer bösen Zeit eben nicht anders gelernt und wohl selbst so erfahren. So gibt man das unbemerkt der nächsten Generation weiter. Ich mache ihnen keine Vorwürfe.

Wenn ich irgendwo lese, dass da ein Partner umsorgt und betütelt, ist mir nicht einmal nachvollziehbar wie sich das anfühlen muss.
Vielleicht habe ich deshalb die Gewohnheit selbst lieblos mit meinem Körper umzugehen. Dieses ganze Herumgemache mit Brustwickeln, Inhalationen und was weiß ich alles, ist mir so gar kein Bedürfnis.

Ich habe eine Kollegin, die macht sich einmal in der Woche vorbeugend Einläufe, eine andere isst überhaupt nur noch Rohkost und zwar solche, die sie im Moment des Hungers durch in sich hineinhorchen erfühlt. Sie nimmt dann zum Beispiel zur Weihnachtsfeier wo sie nicht fehlen kann einen Kohlrabi mit und knabbert an dem während wir schlemmen *g*

Ständig wird rundherum "Selbstpflege" besprochen und ich stehe dabei ganz daneben. Ich käme gar nicht auf die Idee mir darüber Gedanken zu machen.
So war ich auch die letzten Tage eher fahrlässig, habe weitergeraucht (aber natürlich weniger) bin nicht im Bett geblieben und vergass manchmal, Medikamente und Vitamine zu nehmen. Jetzt rächt sich das, aber ich werde mich nicht mehr ändern.
Wenn ein anderer krank ist umsorge ich ihn aber schon, beschwöre ihn sogar, alles zu tun und erzähle von welchen Hilfsmitteln ich gehört hätte.
Das ist verrückt, ich weiß.

Gut dass ich gerade durch das Schreiben darüber nachgedacht habe, vielleicht ist das der erste Schritt mich doch zu ändern.

Nickname 26.02.2006, 13.34

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Kommentare zu diesem Beitrag

6. von Anne

Uih,das kommt mir bekannt vor,auch ich neige dazu mich eher zu vernachlässigen,aber wehe der Partner,mein Kind,die Freundin etc. ist krank...dann bemuttert ich alle und benehme mich wie eine Glucke

Ich wünsche dir gute Besserung und pass auf dich auf

Herzliche Grüße an dich
von Anne

vom 26.02.2006, 20.16
5. von Eveline

Schade, dass das aus-der-Ferne-betüteln so schlecht geht ;)

Mach noch ein paar Schrittchen :)

Gute Besserung!!!!!
geschd zum Dokta moagen, gell....
und dann folgschd endlich!!

Huggels***
trotzdem oder soll ich dir mal mit Entzug drohen??? Täte das helfen?
dann droh ich... jawoll!!

vom 26.02.2006, 18.37
4. von vonferdl

liebe tirilli,
vonferdl knuddelt und nuddelt dich in gedanken und macht sich demnächst als bronchitisprophylaxe einen oralen rotweineinlauf. :D

vom 26.02.2006, 16.54
3. von ANne

Liebe Tirilli, ich bin auch genervt eh gestresst mit Malessen - Nerv wohl eingeklemmt in der Schulter... Sollte auch nicht das tun, was ich hier mache, aber du weißt ja selbst, wie das mit diesem Aablenker ist...
Ich hab Notarzt-Hotline angerufen, weil mir zweimal schlecht wurde und ich nicht mehr konnte. Frage der Tusnelda: Haben Sie zuviel gefeiert?! Ich bin ganz ruhig geblieben. Der Doc, der dann kam, fragt, ob sie mir nicht empohlen hätten zur Praxis zu fahren - wie denn bitte schön?! Auf die Wirkung seiner Drogen warte ich immer noch.
Lass dich mal untersuchen, eine Freundin hat mit 36 Jahren eine Herzbeutelentzündung bekommen durch eine verschleppte Erkältung. Sie hat immer wieder Last damit... Pfleg dich, sag dir einfach, du pflegst dein anderes ICH. Es tut so gut! Und lohnt sich auch..:!
Ganz liebe Grüßle von Lazarett zu Lazarett ANne ;)

vom 26.02.2006, 16.41
2. von Karin

Liebe Tirillie,
auch ich wünsche Dir gute Besserung. Ratschlag kann ich schlecht geben, denn mir geht es ähnlich. Sitze hier mit Hexenschuß - anstatt zum Arzt zu gehen, dokt're ich selbst herum. Nehme Uralttabletten, die mir beim letzten mal schließlich geholfen hatten. Sobald es besser wird, höre ich damit auf - so bleibt immer noch ein Rest für die nächste Hexe. Wenigstens kann ich hier an meinem Lieblingsplatz sitzen, komme nur nicht wieder hoch. Hat auch sein Gutes: Dann bleibe ich halt und nutze die Gelegeheit für eine Blogrunde.

Aber höre bitte (ich sag's ganz leise): Mit der Lunge ist wirklich nicht zu Spaßen! Geh mal morgen..

LG und alles Gute Dir, Karin

vom 26.02.2006, 14.51
1. von Celine

Da musss ich aber mal mit Dir schimpfen!
Du, ich bin nicht wehleidig gewiß nicht weil es mir frühzeitig beigebracht wurde...
Auch wenn ich noch nie geraucht habe weiß ich aber wie schlimm es ist gerade lungenkrank zu sein. Bitte nehme das ernst und husch ins Bettchen und morgen zum röntgen ok?
Gute Besserung wünscht Dir Celine -
ich werde das mal im Auge behalten wut

vom 26.02.2006, 14.16

Wenn ich so nachdenke...

Wenn ich als Kind oder Jugendliche krank war und zeigte, dass es mir schlecht geht bekam ich nur die Antwort: "Ach!" Und: "du musst eben" Niemals eine Chance, mich verwöhnt fallen lassen zu können oder gar in Selbstmitleid auszubrechen. Eher dieses "du kannst mich anstecken, das fehlt mir jetzt gerade noch"

Also hart bleiben.... da fällt mir ein, meine Eltern haben es in ihrer bösen Zeit eben nicht anders gelernt und wohl selbst so erfahren. So gibt man das unbemerkt der nächsten Generation weiter. Ich mache ihnen keine Vorwürfe.

Wenn ich irgendwo lese, dass da ein Partner umsorgt und betütelt, ist mir nicht einmal nachvollziehbar wie sich das anfühlen muss.
Vielleicht habe ich deshalb die Gewohnheit selbst lieblos mit meinem Körper umzugehen. Dieses ganze Herumgemache mit Brustwickeln, Inhalationen und was weiß ich alles, ist mir so gar kein Bedürfnis.

Ich habe eine Kollegin, die macht sich einmal in der Woche vorbeugend Einläufe, eine andere isst überhaupt nur noch Rohkost und zwar solche, die sie im Moment des Hungers durch in sich hineinhorchen erfühlt. Sie nimmt dann zum Beispiel zur Weihnachtsfeier wo sie nicht fehlen kann einen Kohlrabi mit und knabbert an dem während wir schlemmen *g*

Ständig wird rundherum "Selbstpflege" besprochen und ich stehe dabei ganz daneben. Ich käme gar nicht auf die Idee mir darüber Gedanken zu machen.
So war ich auch die letzten Tage eher fahrlässig, habe weitergeraucht (aber natürlich weniger) bin nicht im Bett geblieben und vergass manchmal, Medikamente und Vitamine zu nehmen. Jetzt rächt sich das, aber ich werde mich nicht mehr ändern.
Wenn ein anderer krank ist umsorge ich ihn aber schon, beschwöre ihn sogar, alles zu tun und erzähle von welchen Hilfsmitteln ich gehört hätte.
Das ist verrückt, ich weiß.

Gut dass ich gerade durch das Schreiben darüber nachgedacht habe, vielleicht ist das der erste Schritt mich doch zu ändern.

Nickname 26.02.2006, 13.34| (6/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: bekümmert

bin gerade erst aufgestanden...

Diese Nacht war schlimm. Trotz Einnahme eines Codeinmittels hatte ich Hustenkrämpfe bis zum Erbrechen. Eine Qual, weil ich den an sich lockeren Lungenschleim im Liegen nicht aushusten konnte. Außerdem hatte ich das Gefühl mir platzt der Kopf. Morgen wäre ja eigentlich mein Krankenstand zu Ende gewesen. Lästig, jetzt muss ich wieder zum Arzt und ob das jetzt sogar Chefarztpflichtig ist weiß ich gar nicht. Das hieße in die Stadt fahren, dort bei der Krankenkasse keine Parkplätze.... langes Warten damit der Krankenkassenarzt bestätigen kann was eh nicht zu übersehen ist. Oder ich muss zum Lungenröntgen. Es soll ja eine kalte Lungenentzündung umgehen. Blöd.
Und ich habe vielleicht eine gruselige Stimme! Eigentlich fast keine mehr. Soll ich euch was vorkrächzen? ;-)


Nickname 26.02.2006, 12.12| (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: bekümmert

Gratis kann teuer werden

Nickname 26.02.2006, 00.29| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: dies und das

Der kleine Bläuling

Eines schönen Sommertages schlenderte ich gedankenverloren meines Weges als plötzlich mein Schritt stockte. Da saß vor mir auf dem harten Erdweg etwas ganz Kleines und harrte vertrauensvoll der Dinge die da kommen würden. Ich beugte mich hinunter und vor meinem harten Schatten saß ein kleiner Falter und winkte mir sanft mit seinen Fühlern.


>> Zoom in voller Größe <<

"Was machst denn du an diesem gefährlichen Ort!" raunte ich ihm zu, "willst wohl zertreten werden du Leichtsinniger! Weißt du denn nicht? Die Welt ist böse!"
"Ich bin schön, da wagt es keiner!" hörte ich ihn nach einer Weile sagen.
"Ha, auch wenn du schön bist wird man dich zermalmen! Die Menschen kümmern sich nur um ihr eigenes Glück!"
Nun doch etwas beunruhigt flatterte er kurz mit bebenden Schwingen auf, setzte sich aber bald wieder um jetzt regungslos zu verharren.
Ich wartete geduldig. Endlich sprach er:
"Sieh mal Mensch, was ich mir für eine Mühe gemacht habe mich zu tarnen! Ich habe auf ein makelloses Kleid verzichtet!"
"Na von Mühe kann man da wirklich nicht sprechen, die paar Pünktchen! Wenn du es aber besser gemacht hättest wärest du gewiss durch mich zu Tode gekommen und ich hätte es nicht einmal bedauern können weil ich dich nicht gesehen hätte!"
Ein überraschend schnelles Aufflattern verriet mir seine wachsende Unruhe.
"Oh doch! Viel Mühe habe ich mir gemacht!" Und er setzte sich vor mich hin, breitete ganz kurz seine Flügel aus und zeigte das schönste Blau das ich jemals bei einem Schmetterling gesehen hatte.
"Meine Ahnen haben mich gelehrt es zu verbergen" hauchte er mir fröhlich zu als er schon wieder in den Lüften war um nun endgültig neuen Abenteuern entgegen zu fliegen.
Ich war glücklich und dankbar für die Ausnahme die er für mich gemacht hatte.



>> Zoom zum Größenvergleich <<

Nachwort:

Wenn er flatterte geschah dies so schnell, dass man die Flügeloberseite gar nicht wahrnehmen konnte. Außerdem musste ich lange warten bis er die Flügel endlich einmal geöffnet hatte und das dauerte dann höchstens eine Sekunde!

Kronwicken-Bläuling

Nickname 25.02.2006, 20.33| (7/5) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Geschichtchen

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