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Einträge vom: 15.10.2005

Bloggerumfrage

Wie ich blogge?!


Auch ich habe mitgemacht

Nickname 15.10.2005, 19.20| (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: dies und das

Neue Klänge

Was passiert, wenn man an einer Besprechung für ein freiwilliges Workshop nicht teilnimmt, weil man verhindert ist?

Man wird von Drückebergern in den Himmel gelobt und mit Ämtern überhäuft *g*

Mir passierte das, aber nicht etwa weil ich so gut bin, sondern weil ich mich selten gekonnt wehre und außerdem, weil ich mich einfach traue. Nun bin seit gestern also Dirigentin und zugleich 2. Sprecherin bei der Aufführung eines kleinen zeitgenössischen Werkes für Schüler mit verschiedensten Instrumenten und auch Sängern, falls wir mehr als einen auftreiben. Bei der ersten Probe protestierte ich noch ein bisschen gegen dieses Überfahren werden, allerdings mehr um eventuell Eifersüchtigen ein wenig klar zu machen, dass ich wie "die Jungfrau zum Kind" an dieses Amt kam! *gg* Tja! So muss man es leider machen... Diplomatie. Im Bereich Kunst gibt es allzu oft richtige Kabale. So hatte ich mich also gegen Sätze hinter vorgehaltener Hand wie "warum gerade die" abgesichert. Nützen wird es aber eh nix.

Nun bin ich bin also in Amt und Würden geschupft worden, aber es macht mir ja doch Spaß. Ziel des Projektes ist es, Schülern die zeitgenössische Musik näher zu bringen und sie zu ermuntern, selbst zu komponieren. Einziger Wermutstropfen: Wir haben nur 3 Proben bis zur Generalprobe und Aufführung Mitte November. Das ist zu wenig!
Aufgeführt wird es in zwei Städten. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt aller Musikschulen des Landes.


Nickname 15.10.2005, 17.01| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: beruflich

Gestern war ich in der Oper.

Man spielte Lucia di Lammermoor von Gaetano Donizetti. Für mich eine Oper mit blödem Inhalt, denn die Figuren sind alle nicht sehr stimmig. 
Dass es ein recht guter Abend war ist vor allem Sonora Vaice in der Rolle der Lucia zu verdanken. Diese anspruchsvolle Partie meisterte sie großartig, voll Ausdruck und mit viel persönlicher Note. Über alle anderen Klänge des Abends lege ich höflich den Teppich des Schweigens. Nur so viel: Von reiner Stimmung bei Sängern und Orchester konnte man leider nicht immer sprechen...
Die Regie Dietmar Pflegerls war wieder einmal wie schon so oft: Wer verzweifelt ist, rollt am Boden herum, möglichst lang und endlos. Der Geliebte steht hilflos irgendwo mindestens 4 Meter weit entfernt und sieht in andere Richtung. Auf mich wirkt solche Regie wie die Hilflosigkeit eines Menschen der nie geliebt und gelitten hat. Oder einer tieferen menschlichen Regung selbst nicht fähig ist.
Das Bühnenbild gefiel mir im ersten Moment, dann aber nicht mehr. Zu vordergründiger Naturalismus, auch nicht konsequent durchgehalten und eher kitschig. Wobei man zunächst keine Mühe scheute (lebendes Pferd auf der Bühne zum Beispiel) um dann aber für den letzten Aufzug plötzlich keine neue Kulisse mehr zustandezubringen.

Ich weiß, diese Kritik ist natürlich für meine Stammleser nicht sehr interessant. Ich schreibe sie aber trotzdem, einfach aus Spaß an der Sache. Und auch, um mir alle meine Gedanken durch das Schreiben bewusster zu machen.... also wohl nur für mich.

Nickname 15.10.2005, 02.36| (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Musik