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Einträge vom: 30.11.2006

Erfolg weil der Helfer ein Mann ist?

Seit Juli betreue ich im Auftrag die Schulwebseite. Meine Versuche, dafür etwas bezahlt zu bekommen blieben erfolglos. Seltsame Reaktionen bekam ich:

Einer: "Erst mal sehen ob Sie das überhaupt können, dann sehen wir mal" Der sah, aber anscheinend nicht bis ins Stammhirn hinein. Nu? Keine Reaktion.
Ein anderer: "Ihre Mail verstehe ich nicht." (Sie war ausführlich, beschrieb auch das, was ich von dem oben erwähnten erlebte, natürlich sehr höflich. Url der Webseite und eine Beschreibung des zeitlichen Aufwandes war auch dabei.)
Chef mehrmals: "Ja, da werde ich mich dann mal drum kümmern" Hat er nicht.
Oberste Chefin: "Wir werden etwa nächstes Jahr bestimmen, wer eine Webseite überhaupt machen darf und auch überlegen, wie das finanziell aussehen könnte.
Der die Mail nicht verstand, ließ mir ausrichten, ich möge die Url-Adresse bitte bekannt geben. (ts ts tss)
Ich aktualisierte die Webseite nicht mehr, bis auf die täglichen Anfragen erledigte ich nichts mehr. Einem Kollegen erzählte ich, dass ich überlege, die Webseite demnächst ganz zu löschen, oder zumindest auf der Startseite bekannt zu geben, dass diese Webseite eine Privatinitiative sei.

Heute ging der Lehrer in das zuständige Büro. OH WUNDER! Ich bekomme 40 Minuten pro Woche vergütet. Sogar als Überstunde! Boah! Überstunden sind bei uns normalerweise absolut nicht zu haben.

Wie hat der das nur geschafft? Ich weiß ja, in solchen Dingen bin ich nicht sehr begabt, der aber hat nur eine Viertelstunde für das gebraucht, was mir monatelang nicht gelang.

Nickname 30.11.2006, 22.25| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: beruflich

Eine schnell hingeworfene Antwort....

...auf Einwände zum Thema Architektur. (Ich hab´s eilig, vielleicht wird das am Abend noch überarbeitet!)

Als Musikerin habe ich ununterbrochen mit Schwingungen und deren Proportionen zu tun. In der Studienzeit belegte ich das Fach "Harmonikale Grundlagenforschung" und davon bin ich sehr beeinflusst. Man kann nämlich nachweisen, dass alle Menschen Wohlklänge bzw. Missklänge gleich definieren, eben als solche. Die Unterschiede liegen nur in der Reaktion darauf. Manche empfinden klangliche Dissonanzen als spannend, andere wehren sich und wissen gar nicht, dass die ein Element der Musik sein müssen, damit sie nicht langweilig wird. Es kommt immer nur darauf an, ob man Dissonanzen auflöst, es erst einen Schritt später tut, oder gar nicht.

Nun hat man festgestellt, dass Proportionen, die harmonischen Klängen entsprechen, auch in der Natur überall vorkommen. Alles schwingt. Kamille schwingt in harmonischeren Proportionen als eine Substanz die uns nicht gut tut, die Abstände der Planeten zur Sonne (perihel, aphel) kann man zu einer auffällig hohen Prozentzahl in Wohlklang umwandeln, Kristalle, Atomkern, überallfindet man Entsprechungen.
Schon die alten Grichen und Chinesen wussten das. Sie bauten ihre Tempel in Proportionen, die zum Beispiel der wohlklingenden Quinte entsprachen.

Die Griechen wussten aber auch um das Geheimnis der gestalterischen Vollkommenheit, die für sie gelang, wenn sie dem Schöpfungsplan nacheiferten. Und der sah für sie (und auch für mich) so aus: Variationen einer Uridee, Vielfältigkeit bis in die Unendlichkeit. Abwandlung der harmonischen Proportionen war also in Baustil und Kunst ein Thema.

Ich gebe ein Beispiel, um das besser verständlich zu machen:

In einem Tempel in Griechenland fand man eine mit Rötel gezeichnete Bauskizze an der Wand. Der Architekt hatte den Grundplan in harmonischen Proportionen festgelegt und das fertige Konzept dann bewusst leicht verändert. Striche vergrößerten und verkleinerten die Flächen minimal. Nun war der Tempel natürlich, abgewandelt und individuell. Auch die Akropolis ist so gemacht, es ist nicht Ungeschicklichkeit, dass jede Stufe ein wenig von der anderen abweicht, dass die Säulen verschieden breit sind. Das ist Schönheitsideal!

In unserer Zeit aber wird hingeklotzt, egal wie, Hauptsache funktionell. Architekten prostituieren sich, denn viele wissen um diese Dinge!

Nickname 30.11.2006, 13.03| (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: oder doch nicht?