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Einträge vom: 29.01.2007

Über RAF, Reue und Rache.

Heute Abend habe ich mich ein bisschen durch die RAF-Geschichte gelesen. Als Folge der Nachricht, dass in Deutschland über vorzeitige Entlassung von Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar diskutiert wird. Über die Diskussion weiß ich nicht viel und zu einer Meinung kann ich mich auch noch nicht richtig durchringen. Aber ein paar teils subjektive Gedankengänge will ich hier notieren.

Eine Meinung könnte ich nur bilden, wenn ich wüsste, wie die beiden Ex-Terroristen jetzt denken. Wenn es stimmt, dass diese Menschen nichts bereuen, empfinde ich sie als sehr suspekt. Die Frage ist, ob sie sich reulos geben um ihr politisches Gesicht nicht zu verlieren, oder weil sie selbst den Gedanken an einen ideologischen Irrweg, der auch ihr Leben verpatzt hat, nicht ertragen. Kann aber auch sein, dass sie zu menschlichen Empfindungen gar nicht mehr fähig sind. Oder sie bereuen doch, haben aber nicht genug Größe, dies zu äußern. Alles ist möglich.

Reue sei keine juristische Kategorie, sondern eine theologische, sagt der Berliner Rechtswissenschaftler Uwe Wesel.

Hier spricht der Jurist, aber bei Strafen geht es nicht nur um Gesetzeserfüllung sondern eben doch um moralische Prinzipien der Gesellschaft. Ich fände es falsch, ja regelrecht eine tragische Fehlentwicklung, würde die Justiz den Begriff der Reue ganz ausklammern.

Ein zweites großes Thema in diesem Zusammenhang wäre das der Rache.

Mit fiel auf, dass in der deutschen Öffentlichkeit, wie im  ORF-Bericht zu lesen, sehr stark auf die Meinung der Opfer-Angehörigen hingewiesen wurde. Das zeigt, dass trotz aller Zivilisiertheit Strafe für weite Teile der Gesellschaft immer auch staatlich legitimierte Racheausübung ist.

Wieviel Rache beinhaltet Strafe eigentlich in den Köpfen der Menschen? Für mich beantworte ich das so: Solange ich nicht selbst Opfer oder Angehörige bin, gar keine! Strafe ist nur Konsequenz eines falschen Tuns und sonst nichts. Sie sollte mit dem Wegsperren um die Gesellschaft zu schützen nicht in einen Topf geworfen werden. Aber das ist ein anderes Kapitel.....

Nickname 29.01.2007, 23.38| (4/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: politisch

Mikrowellen - Vorsicht kann nicht schaden.

"Ich schließe immer die Türe der Mikrowelle, bevor ich die Putzlappen keimfrei mache. Dann können die schädlichen Strahlen net raus"

Liebe Leser, schließ nicht nur die Tür, geht auch beiseite! Ihr wisst vielleicht, Leute mit Bypass sollen auch nicht direkt dabei stehen. Das muss logischerweise bedeuten: Es kommen eventuell noch Reststrahlen durch.
Meine amerikanische Schwester hatte die letzten 15 - 20 Jahre nur mit Mikrowelle gekocht und ist immer direkt dabei gestanden. Ich habe es gesehen, es fiel mir gleich auf. Sie glaubte ihrem Mann, einem Geophy.siker, dass es unschädlich sei... das Gerät stand etwa in Höhe ihrer Taille.
Sie ist an einem ganz seltenen Gallengangkarzinom gestorben...
 
Es kann Zufall sein, aber so ein bisschen zur Seite treten ist nicht viel Aufwand!

Krebs und Mikrowellenöfen - ein Zusammenhang ist zwar nicht erforscht, es kann aber nicht schaden, vorsichtig zu sein.

Nickname 29.01.2007, 00.18| (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: dies und das