Habt ihr diese Komödie schon einmal gesehen?
Der bigotte Heuchler
Tartuffe (links) umschmeichelt einen naiven Bürger so lange, bis dieser ihm sein Hab und gut überschreibt. Fast stürzt er ihn in den Ruin, aber die Geschichte geht natürlich gut aus.
Ein köstliches Stück!
Wer es schon irgendwann gesehen hat und wieder einmal etwas daüber nachlesen will,
hier die sehr gut gemachte Webseite des Ensembles der Südkärntner Sommerspiele Eberndorf. Historie und Politik kommen auch nicht zu kurz.
*Was die heutige Politik in Kärnten betrifft, kam eine Anspielung in der Inszenierung vor, durch die sich doch tatsächlich einige ähm... sagen wir, "heimatverbundene" Leute brüskiert fühlten. (Ich lachte mich schief!) Und wie ich jetzt erfuhr, hatten genau jene die Inszenierung nicht einmal gesehen! Sie entblödeten sich doch tatsächlich, sich öffentlich zu empören. Nicht wegen des Textes, sondern wegen des angeblichen
Ortstafelbilds!! Köstlich!
Es geht um zweisprachige Ortstafeln in gemischten Siedlungsgebieten. (Kärntner Slowenen) Haider will sie nicht, oder zumindest nicht so viele wie nötig wären. Mit seinem Abwehraktionen setzt er sich sogar gegen Bescheide des höchsten Verfassungsgerichts hinweg.
Die Texpassagen im Stück passen so herrlich zu unserer Landespolitik, dass viele laut auflachten.
Das Laienensemble war großartig, nicht eine Sekunde kam Langeweile auf.
Was ich sehr bewundere, der Initiator und Regisseur Jörg Schlaminger hat das Stück neu ins Deutsche gereimt!
Das genial reduzierte Bühnenbild kam sehr gut an, eh klar, der Bühnenbildner (Mitte) ist ja auch aus unsrer Clique ;o) Er hat alles ganz allein gemacht, entworfen, geschmiedet, verlötet, tapeziert, alles!

Findet das etwa jemand zu sehr zurück genommen und farblos? Aber genau das stellt die Akteure noch besser in Szene:

Alles in allem war der Abend für mich gestern sehr vergnüglich! Und weil ich vollgepumpt mit Cortison bin, ging es mir auch viel besser!
Erwähnt seien auch noch die günstigen Preise! Eintrittskarten zwischen 11 und 15 Euros! Wo gibt es heutzutage noch sowas! Dankeschön Jörg Schlaminger! *Absatz korrigiert am 29. Juli