mal so mal so...
Heute früh war Frau Schnuzl wieder besser drauf. Vital war sie sogar, fraß wieder ein wenig, ging in den Garten, forderte Knuddeleien und auf der Fahrt protestierte sie wie früher. Am Abend hat sie aber wieder nichts gefressen und sie liegt nur ruhig da.
Viele Leser werden meinen: Es wird wirklich Zeit, dass sie das beendet. Aber wie kann ich das unter solchen wechselnden Umständen?
Andere Leser werden vermutlich still für sich denken, was macht die für ein Aufhebens, was lässt die sich da so hineinfallen, das ist ja schon übertrieben.
Solche Meinung verstehe ich bei Menschen die nie ein Tier besaßen durchaus. Vielleicht hätte ich auch so gedacht. Nun, ich kann eben nicht anders und bitte diese Kritiker um einen gedanklichen Umkehrschluss: Wenn Tierbesitzer am Ende also derart trauern, muss das Miteinander doch ganz wunderbar gewesen sein?
Heute sagte mir die vertretende Tierärztin sinngemäß: "Wir geben am Ende nicht etwa ein homöopathisches Gift das sie hinübergleiten lässt. Es ist vielmehr ein Mittel, dass die Katze zu einer Entscheidung bringt, ob sie noch leben will, oder nicht. Und das funktioniert!"
Das ist wunderbar. Sie wird es bald bekommen, sie darf sich demnächst entscheiden.