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Einträge vom: 23.02.2011

Kätzchen nicht aufgetaucht...

Bisher ging es nicht wirklich in mich ein, dass Tschutschi weg ist.

Ich habe noch nie erlebt, dass jemand so plötzlich nicht mehr da ist. Meine Toten starben immer unendlich langsam.

Ich hörte ja oft, dass man es zuerst nicht wahrhaben kann nun lehrt mich das Leben auch dies, eine neue Erfahrung.

Ich hatte heute vormittag auch die weitere Umgebung abgesucht, hatte an jeder Hütte gelauscht und gerufen. Meine Nachbarn suchten auch unermmüdlich, während ich in der Arbeit war. Sogar meine Freundin fuhr zu meinem Haus und suchte bis ich am Abend kam.

Auch zwei Volksschüler hatten geläutet, ich habe ja eine Suchmeldung mit einem Bild von Tschutschi am Zaun hängen. Sie hätten sie gesehen, bei der Siedlung am Ende meiner kurzen Sackgasse. (7 Häuser, ich bin das zweite) "So weit weg?" fragte ich erstaunt. "Ja, und sie rannte unter ein parkendes Auto als wir sie lockten."

Aber das muss zwei Tage vor ihrem Verschwinden gewesen sein... und sie war sicher nur eine halbe Stunde draußen, wie immer.

Schlimm sind meine Phantasien, was alles passiert sein kann, quälende Grübeleien die mich nicht loslassen. Z.B. verletzt, vergiftet quälend langsam gestorben oder ein Fuchs... da wäre der Todesbiss wenigstens schnell vollzogen gewesen.

Nie wieder eine Katze! Das mache ich nicht noch einmal mit!

Das Leben ist Sch....! Kriege, Gewalt, Diktatoren, Gier, Kriminalität, Katastrophen, Hunger, die Menschen können nicht wirklich miteinander...
Was ist dagegen der Verlust eines Kätzchens, ich weiß! Aber das "eigene Hemd" ist einem halt immer näher...

Warum muss das Leben so bitter sein??

Nickname 23.02.2011, 21.14| (9/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: bekümmert

Tschutschi ist weg.

Mein Kätzchen war gerne stets im Haus. Auch weil es sich seit dem Unfall vor Autos fürchtete. Aber spätabends, wenn es auf der Straße ruhig wurde, streifte sie gerne ein bisschen herum. Nie weit, aber doch neuerdings auch schon mal eine Stunde lang.

Heute Nacht kam sie nicht nach Hause.

Ich suchte und rief sie bis halbdrei. Sah um halbvier und um fünf raus. War um acht draußen und suchte gründlich, die Nachbarin suchte mit. Nichts.

Es war eine eiskalte Nacht, -7° hatte es in der Früh. Tschutschis Fell an den operierten Stellen ist noch recht kurz, man spürte an den Stellen noch die Wärme des Körpers. Auch deswegen war sie an kalten Tagen kaum mal draußen.

Bein Wachliegen heute Nacht hatte ich das unbestimmte Gefühl, sie würde nicht wirklich leiden, dort wo sie ist. Jetzt aber bin ich gar nicht mehr zuversichtlich....

Nickname 23.02.2011, 08.59| (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Fräulein Tschutschi