Ausgewählter Beitrag

Die Schlafwandler

In meiner Heimatstadt lebte eine Frau mit ihrer Tochter.
Beide wandelten im Schlaf.

Eines Nachts, als alle Welt schwieg, trafen sich Mutter und Tochter
schlafwandelnd in ihrem nebelverhangenen Garten.

Und die Mutter sprach und sagte:
"Endlich habe ich dich, Feindin!
Du warst es, die meine Jugend zerstörte,
und auf den Ruinen meines Lebens bist du groß geworden.
Ich möchte dich töten!"

Und die Tochter erwiderte und sagte:
"Verhaßtes Weib, selbstsüchtige Alte.
Immer noch stehst du meiner Freiheit im Weg.
Mein Leben soll wohl immer nur ein Echo deines Lebens sein.
Ach, wärest du doch tot!"

In diesem Augenblick krähte der Hahn und beide Frauen erwachten.
Voller Sanftmut fragte die Mutter "bis du es, mein Herz ?"
und die Tochter antwortete sanftmütig "ja, liebe Mutter".

Khalil Gibran

Diese interessante Geschichte fand man gestern bei Engelbert im Lichtblick. ("der Gedanke")

Viele gute und interessante Gedanken findet man dort in den Kommentaren! Ich hatte auch kommentiert, aber jetzt fiel mir etwas dazu ein, dass ich für mich selbst hier "konservieren" will und euch zur Diskussion übergebe. Vielleicht kommen noch ein paar Gedanken über Gibrans starke Zeilen dazu, das wäre toll! :-))
Und es würde den ursprüngliche Sinn dieses Blogs erfüllen! Mich interessierte der fruchtbare Austausch von Gedanken, solche, die mich vielleicht auch mal etwas weiter bringen. Das Thema spricht mich aus familiären Gründen an. Also, so übersetze ich das für mich:

Wer sich selbst in die Sanftmut so sehr eingenäht hat, dass der innere Wolf Atemnot bekommt, der darf sich nicht wundern, wenn der in Momenten heulend nach Luft schnappt, in denen man es am wenigsten erwartet.

Nickname 08.08.2006, 00.33

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Kommentare zu diesem Beitrag

6. von Vodia

Was würde wohl passieren, wenn die beiden Frauen im Wachzustand sich und die andere mit ihren ungeheuerlichen Haß-Gefühlen konfrontieren?

Es wäre sicher schmerzlich, doch es beinhaltet auch die Möglichkeit des Verstehens und Verzeihens. Die Schlußsätze könnten dann ehrlich sein und nicht mehr Heuchelei.

So wird es verdrängt und ewig schwelt es im Inneren fort und fort und wird das Leben beschatten.

Ich habe meiner Mutter auch harte Wahrheiten gesagt und wir lieben uns trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen?

Nun wo sie sehr krank ist und es nicht sicher ist wie lange ich sie noch habe, schone ich sie und nehme manches Opfer auf mich.

Das was Barbara schreibt, mit dem "kontrolliertem Wolf" ist genau das was auch ich meine: nicht alles in sich hineinfressen, sondern sich rechtzeitig Luft machen, bevor sich diese negativen Gefühle als Groll manifestieren und einen von innen heraus langsam vergiften. Wir sind nicht immer nur gut und lieb, wer das von sich behauptet ist entweder ein Heiliger oder ein Lügner.

Alles Liebe
Vodia


vom 09.08.2006, 10.43
5. von

Hallo Tirilli und Barbara!

@Tirilli: ich habe aufgeatmet, als ich deine Antwort las. Danke! Im Nachhinein hatte ich nämlich das Gefühl, ein totales Negativbild gezeichnet zu haben. Es ist ja nicht so, daß mir laufend Menschen begegnen, die mich aus der Reserve locken ;-) .

Ich finde nie, daß ich gut schreibe, hatte jedoch schon mal den Wunsch, eine Art Tagebuch zu schreiben...
Aber zum einen bin ich wirklich nur ein ganz normaler Anwender ohne große technische Begabung für HTML u.ä. und zum andern bin ich jemand, der sehr gern seine Gedanken „mittels“ schöner Verse, Märchen und Geschichten, die ich entdecke, entwickelt und schreibt. Ich brauche ich die Poesie und gerade hier sind dermaßene Grenzen durch die Copyrights gesetzt, daß ich nicht verwenden könnte, was ich möchte, sondern nur, was ich darf.




Das war zwar nicht dein Thema, aber ja auch eine Bemerkung von dir. Schade, daß ich deine kindischen Scherze nicht zu lesen bekam :-)

@Barbara: Ich hoffe, du hast deine Migräne überstanden? Gute Besserung! Ein starker Gedanke, das „Böse von dem Inneren“!
Daß die rechtzeitige Bewältigung von Konflikten verhindert, daß sie ein Eigenleben führen und unkontrollierbar oder wie du so schön sagst, „wölfisch“ werden. Im Nachhinein versuchen zu verstehen, warum die Konflikte entstanden oder jemand oder ich so und nicht anders gehandelt haben, darein legen wir wahrscheinlich nicht genug Sorgfalt; darum bin ich dir dankbar für den Hinweis!
In diesem Zusammenhang kann auch ich „böse Träume“ nachvollziehen. Ich glaube, wir wissen intuitiv, bei der Frage nach dem „Warum“ könnten wir an Grenzen stoßen, die uns grausam erscheinen und Angst machen. Angst auch davor, daß wir jemandem oder uns jemand nicht verzeihen könnte oder niemals vergessen, was wir falsch gemacht haben, oder erfahren, alles nur ein perfekter Schachzug statt Wahrheit.

Der Gedanke wird verdrängt, besser, die Bewältigung, es tut vielleicht weh und gärt im Innern weiter und wird zum „Bösen des Inneren“, weil es negative Gedanken sind und damit negatives Verhalten auslöst. Stell dir mal vor, jemand träumt über dich... "Verhaßtes Weib, selbstsüchtige Alte. Immer noch stehst du meiner Freiheit im Weg. Mein Leben soll wohl immer nur ein Echo deines Lebens sein. Ach, wärest du doch tot!" Manchmal wünscht man sich wohl auch, daß „ein Hahn kräht“ und man erwacht.
Sie waren wichtig und gut, deine Gedanken zu Tirillis Thema, versuchen zu verstehen.

Euch beiden ganz liebe Grüße von
Julia





vom 08.08.2006, 19.10
4. von Bärenmami

Versuchen wirs mal trotz der Migräne (ob es der innere Wolf ist, der da um sich beißt? ggg neee, ich weiß wo es herkommt)
Liebe Julia und liebe Tirilli!
Natürlich müssen wir uns dem "Bösen" stellen: Im Akuten Notfall werde ich für meine Lieben, (dazu zählen auch die Katzen und überhaupt Notfälle irgendeiner Art) zur "Wölfin", wie Du, Julia, so gut sagst. Ich unterscheide da zwischen dem "Bösen" von außen und dem Inneren. Es ging ja gestern um Mutter und Tochter, um die unterschwelligen negativen Gefühle. Die rechtzeitige Bewältigung (der Traum ist da eigentlich zu einschränkend, ..das Bild paßte aber gestern gut) solcher Konflikte verhindert, daß sie ausarten, ihr wölfisches Eigenleben entwickeln und unkontrollierbar werden. Es geht also nicht drum sich "einzunähen", sondern um rechtzeitige und angemessene Bewältigung.
Wie setze ich das im Umgang mit meinen Kindern um? Wie mit meinen Eltern..wie gehe ich im NACHHINEIN damit um?
Ich lasse den Wolf kontrolliert laufen..Bei den Kindern ist es einfacher: Ehrlichkeit, Offenheit, der Mut Negatives behutsam anzusprechen, so daß ihr Wolf auch unter Kontrolle bleiben kann. (sehr vereinfacht gesagt)
Viel schwerer ist es im Nachhinein. DAs führt zu "bösen Träumen", Situationen aus unserem Leben, die uns verfolgen, die mit Bewältigung nichts mehr zu tun haben, unser Leben kaputt machen können. Erste Regel ist da für mich genau wie bei allem: ich versuche herauszufinden, warum es passiert ist. Warum hat jemand so gehandelt. Ich heiße seine Tat NICHT im Nachhinein für gut, ich versuche nur zu vestehen. Das kann dem nach Luft schnappenden Wolf helfen...kontrolliert zu atmen.
Liebe Grüße
Barbara


vom 08.08.2006, 13.50
3. von Karin O.

Ein ganz starkes Bild, was du da mit Worten zeichnest. Gefällt mir sehr gut.
Leider bin ich nicht so gut darin und kann es hier nur einfach kommentieren, was ich so beim Lesen empfunden habe.
Gruß
Karin


vom 08.08.2006, 13.15
2. von

Guten Morgen Tirilli,

ich hatte gar nicht so sehr den Eindruck, daß deine Flügelchen wieder gerichtet werden müssen, aber ich fand
deine Äußerung interessant und muß zugeben, daß ich diesen letzten beiden Zeilen aus Khalil Gibrans Geschichte die wenigste Aufmerksamkeit gewidmet habe, viel zu sehr hatten mich dieser für mich schreckliche Dialog zwischen Mutter und Tochter bzw .die Kommentare hierzu beschäftigt.

SANFTMUT ist ein Thema für sich, Sanftmut, das klingt so engelhaft. Wie schriebst du: „Voller Sanftmut" ... das ist das Schlüsselwort. So sind wir nicht gebaut....“
Und was Barbaras Meinung dazu betrifft, die du so uneingeschränkt teilst, das wäre der Idealzustand, aber jetzt sage ich .....So ist das Leben nicht: Am Tage die Liebe leben und nachts das Böse im Traum bewältigen.... Leider müssen wir dem Bösen auch am Tage standzuhalten in der Lage sein.

„Nie sind unsere Gefühle ganz schwarz oder ganz weiß“, schreibt Barbara und sehr treffend und passend dazu finde ich deine Gedanken.

Ich kann es aus eigener Erfahrung bestätigen, was du mit dem „inneren Wolf“ beschreibst, der unverhofft „heulend nach Luft schnappt“.
Bin ich sanftmütig? Ich glaube, ja. Zumindest bin ich ein ruhiger und sehr friedvoller Mensch, der sehr gern in Harmonie leben möchte und zunächst immer an das Gute im Menschen glaubt. Ich versuche wirklich immer, anderen so zu begegnen, wie ich es mir umgekehrt auch wünsche. Nein, ich bin kein Engel, sicher auch voller Fehler, aber im Umgang mit Menschen versuche ich generell, deren Würde nicht zu verletzen.

Kaum etwas finde ich im Gefühlsbereich verachtenswerter, als einen Menschen ganz bewußt zu verletzen oder zu kränken.
Ebenso schlimm finde ich Menschen, die sich ständig voller Zorn und Entrüstung über die Fehler anderer ereifern, als hätten sie selbst die Tugend für sich gepachtet.



Und genau an dieser Stelle kommt auch bei mir zum Ausbruch, was du den „inneren Wolf“ nennst.
Deshalb ist Sanftmut auch immer ein bißchen die Ruhe vor dem Sturm.
Ich wundere mich jedoch nie darüber, wenn dieses Gefühl „im unerwarteten Moment“ zum Ausbruch kommt.

Wenn mir (oder Menschen, die ich liebe) so etwas, wie oben bezeichnet, widerfährt, dann ist es absolut vorbei mit meiner Sanftmut, dann kann ich selbst zur Wölfin werden und ich habe auch nicht die Absicht, das je zu ändern. Ich verachte Unrecht und vorsätzliche Verletzungen und habe es bereits von meinem Vater in die Wiege gelegt bekommen, mich dagegen zu wehren. Zum Glück!

Auch wenn ich bisher nie darüber nachgedacht habe; es ist wohl genau so, daß gerade Menschen, die im Grunde ihres Herzen sehr sanftmütig sind, um so emotionaler und böser reagieren, wenn sie aus heiterem Himmel verletzt oder in ihrer Ehre gekränkt werden. Eben weil sie sich allgemeinhin
„in die Sanftmut so sehr eingenäht“ haben.

Deinen angeschnittenen Punkt könnte man an interessanten Beispielen beliebig ausweiten, was hier aber den Rahmen sprengen würde, auch wenn du es zur Diskussion ausgesetzt hast.
Ob meine eigenen Gedanken für dich fruchtbar waren, vielleicht auch hinsichtlich deiner familiären Gründe, weiß ich nicht. Aber ich habe eben mal unter aphorismen.de nachgeschaut, was dort unter Sanftmut zu finden ist und nehme das folgende Zitat von Luther mit auf meinen eigenen Weg:

„Sanftmut ist der Himmel, Zorn die Hölle, die Mitte zwischen beiden ist diese Welt. Darum, je sanftmütiger du bist, desto näher bist du dem Himmel.“

Ich wünsche dir viele gute Hinweise und Hilfen

LG Julia
:)

vom 08.08.2006, 10.13
Antwort von Nickname:

Liebe Julia!
Dein Kommentar gefällt mir ausnehmend gut, vielen Dank!! Genau so etwas wollte ich, und weißt du was? Ich weiß gar nicht, was ich nun dazu schreiben soll, wir sind ja hier einer Meinung.
Auch dein Kommentar im Lichtblick schätze ich, außerdem, du schreibst so gut, wie schade, dass du kein Blog hast!
Das mit den Flügeln bezog sich übrigens nur auf einen meiner kindischen Scherze bei Luposine. :o)
Liebe Grüße
Tirilli

 


1. von Eveline

Zum Gedankenaustausch komm ich später wieder *habkoazeit*, jetzt lass ich dir nur liebe Huggels da und streich dir deine Flügelchen wieder glatt :)

Busserl***

vom 08.08.2006, 09.10

Die Schlafwandler

In meiner Heimatstadt lebte eine Frau mit ihrer Tochter.
Beide wandelten im Schlaf.

Eines Nachts, als alle Welt schwieg, trafen sich Mutter und Tochter
schlafwandelnd in ihrem nebelverhangenen Garten.

Und die Mutter sprach und sagte:
"Endlich habe ich dich, Feindin!
Du warst es, die meine Jugend zerstörte,
und auf den Ruinen meines Lebens bist du groß geworden.
Ich möchte dich töten!"

Und die Tochter erwiderte und sagte:
"Verhaßtes Weib, selbstsüchtige Alte.
Immer noch stehst du meiner Freiheit im Weg.
Mein Leben soll wohl immer nur ein Echo deines Lebens sein.
Ach, wärest du doch tot!"

In diesem Augenblick krähte der Hahn und beide Frauen erwachten.
Voller Sanftmut fragte die Mutter "bis du es, mein Herz ?"
und die Tochter antwortete sanftmütig "ja, liebe Mutter".

Khalil Gibran

Diese interessante Geschichte fand man gestern bei Engelbert im Lichtblick. ("der Gedanke")

Viele gute und interessante Gedanken findet man dort in den Kommentaren! Ich hatte auch kommentiert, aber jetzt fiel mir etwas dazu ein, dass ich für mich selbst hier "konservieren" will und euch zur Diskussion übergebe. Vielleicht kommen noch ein paar Gedanken über Gibrans starke Zeilen dazu, das wäre toll! :-))
Und es würde den ursprüngliche Sinn dieses Blogs erfüllen! Mich interessierte der fruchtbare Austausch von Gedanken, solche, die mich vielleicht auch mal etwas weiter bringen. Das Thema spricht mich aus familiären Gründen an. Also, so übersetze ich das für mich:

Wer sich selbst in die Sanftmut so sehr eingenäht hat, dass der innere Wolf Atemnot bekommt, der darf sich nicht wundern, wenn der in Momenten heulend nach Luft schnappt, in denen man es am wenigsten erwartet.

Nickname 08.08.2006, 00.33| (6/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kunst

Mongolei - MIAT

Noch einmal über den Fall Thinkabout. Es geht vielleicht etwas weiter, immerhin. Hoffentlich!

Ich will aber jetzt nur etwas über mein eigenes Denken und Fühlen bei diesem Fall schreiben.
Ausgelöst wird dieser Beitrag durch folgende Zeilen Thinkabouts:

"Um 7h50 werden wir geweckt: Der MIAT-Fahrer wuerde uns in zehn Minuten
unten erwarten...
Wir fruehstuecken erst mal, vom MIAT-Fahrer ist erst um 8h45 was zu sehen.
Am Flughafen finden wir Bekannte, die sie schon um sechs her gekarrt haben,
zu einem Zeitpunkt also, wo die Maschine noch fuer mindestens drei Stunden
in der Luft war...
Hier erfahre ich dann, dass der Flug erst um 15h00 eingecheckt wuerde, wir
sollten doch gar nicht erst anstehen..."

Beim Lesen wurde mir so richtig bewusst, wie wenig ich mich trotz aller Initiative in die Lage der Feststeckenden hineingedacht hatte. Beeinflusst durch Kommentare war ich schnell geneigt zu glauben, dass wirklich nur das Flugzeug einen Schaden hat und man sich diesem Umstand eben fügen müsse. Hier von meinem gemütlichen Platz aus, dachte ich dann plötzlich wie einige andere: Tja, wenn man einen Abenteuerurlaub angeht, muss man eben doch mit allen Eventualitäten rechnen und einiges an Geduld aufbringen.
Aber nun diese kleine Episode. Nur eine von vielen über mehrere Tage. Aber sie hat mich berührt.
Ich nahm gestern noch an, dass ich selbst die Situation "cooler" angehen würde. Mal abgesehen von der Flugangst. Jetzt weiß ich aber nicht mehr, wie ich nach 5 Tagen reagieren würde und ob ich tatsächlich so gelassen sein könnte wie ich es vom Verstand her richtig fände.

Thinkabout reagierte übrigens auf Kritik so:

 "Ich lese Eure Kommentare gerade jetzt auf dem Flughafen. Die kritischen Stimmen haben Berechtigung: Unser Leben ist nicht gefaehrdet.
Aber die Desinformation hat schon fast System, und wir haben hier mittlerweile ein paar Menschen, denen es richtig schlecht geht.
Und die MIAT schadet damit jedem freundlichen Menschen, der uns durch die Mongolei begegnet ist / weil sich viele fragen, ob es das bei diesem Ende so wert war, um wieder zu kommen - oder selbst hinzureisen.
Ich werde mit der Nachbearbeitung auch wieder fuer positive Stimmungen und wunderschoene Bilder sorgen - aber im Moment moechte ich einfach nur, dass dies ueberhaupt so schnell wie moeglich eben wirklich moeglich wird. Ich will, ich MUSS nach Hause. Mir laufen auch die Auftraege langsam davon..."

Ich empfinde diese Reaktion als sehr gut.

Dieser Beitrag ist schon wieder viel zu lang, aber etwas muss ich noch unbedingt anfügen. Mein Eifer bei dieser Sache hatte auch folgenden Hintergrund:

Der Gedanke, dass Blogger, wenn sie sich zusammenballen, etwas bewirken können, fasziniert mich. "Ran an diese erste Gelegenheit!" So etwa waren meine ersten Gedanken bei dieser Sache. Wie bei einer Generalprobe.

Etwas verändern können, schön!

Nickname 07.08.2006, 15.58| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: politisch

Silentium

Sehenswert!

Ein Film, so kunstvoll wie böse. Kirche, Kunstbetrieb und Polizei kommem schlecht weg, menschliche Abgründe hier wie dort. Außerdem geht der Film nicht gut aus, fast alle Bösen entkommen. Wie halt im Leben....
Der Film ist sicher nichts für schwache Nerven.

Mir gefiel die künstlerische Ausarbeitung, sie ist bis ins kleinste Detail durchdacht. Gute Dialoge, originelle Wendungen, ausgesprochen künstlerische Kameraführung.
Sehr spannend war der Film außerdem.

Nur schade, dass der österreichische Dialekt außerhalb Österreichs wohl kaum verstanden werden wird, es wird teilweise genuschelt.
In Deutschland wird´s wohl Untertitel geben müssen....

Nickname 07.08.2006, 00.26| (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kunst

Nach der Bruncherei

Wenn mich Blogger etwas bitten, dann mach ich es auch. Es kann nur manchmal etwas dauern. ;-) Vor etwa einem Dreivierteljahr wurden Küchen gezeigt. "Tirilli, zeig du auch!" Ja, aber die Küche muss doch perfekt sein, für so ein Foto! Später also.
Später!
Späääter!!!

Ah, gestern war sie endlich perfekt. stolzgrinz.gif

kueche1.jpg

Die Gäste waren bein Verfrachten der Orgienuntensilien in die Küche recht ordentlich, nicht? Brav. cool_durchs.gif 
Frau Schnuzl hatte sich in ihrem Essensstil dem unseren angepasst, siehe unten rechts. In Familien soll man das aus Harmoniegründen ja auch, sie ist bei sowas immer sehr vorbildlich! Sie liebt es übrigens, mit dem Löffel gefüttert zu werden. Na und? *g*
Übrigens, seht mal, ich habe extra für sie ein Fliesenbild neben ihrem Essensplatz veranlasst. Man gönnt sich ja sonst nix. Schließlich, warum soll nicht eine Megakatze auch im stilvollen Ambiente speisen dürfen? Hm? Denkt mal nach, na? perlweiss_durchs.gif

Die Planung des Fliesendesigns war damals sehr anregend und spannend. Ich hatte am Compi mit Paint jede Fliese gezeichnet und der Fliesenleger musste sogar einmal wieder abmontieren, weil mir eine meiner Ideen dann doch nicht gefiel. Aber nur ein kleines Stück und gleich am nächsten Tag. Nicht, dass ihr denkt, ich wäre eine penetrant lästige Furie, oder so.

In meiner Küche gibt es nämlich keine Wand ohne was. "Was" sind 3 Türen, Fenster, Kamin. War nicht einfach.
Hiermit, tataaa, präsentiere ich stolz die Lösung:

kueche2.jpg

kueche_kamin_kl.jpg
Der Herr Fliesenleger wurde beordert, an den Ecken nach Wunsch der Dame zu schneiden, damit alles symmetrisch ist. 
Hat er.
Brav. zwinker_durchs.gif Es sieht nicht so aus, aber das täuscht, die Perspektive verfälscht.

Und wenn ich jetzt eidesstattlich erkläre, dass ich im Grunde eher der unordentliche Typ bin und oft etwas lange nicht zu Ende bringe, glaubt ihr mir das jetzt trotzdem?

Es ist.... (keine Hand hinter dem Rücken habe um da etwa Finger zu kreuzen) ....die Wahrheit! schiefmund_durchs.gif Leider. 

Jetzt will aber nicht etwa jemand noch die Abwasche sehen, oder? zwinker_durchs.gif

Nickname 06.08.2006, 22.30| (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: dies und das

Gestern Abend am See

woerthersee0806a.jpg

Nickname 06.08.2006, 21.36| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Fotos

Stimmung am See

woerthersee0806.jpg

Eher ungewöhnlich für August...

Wörthersee

Nickname 06.08.2006, 17.18| (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Fotos

Idylle, nur für den Kopf

Stell dir vor, du stehst vor einer der schönsten Idyllen die du dir überhaupt denken kannst.
Von Wolken verdunkeltes Seewasser. Tiefgrüner beschatteter Berg, davor eine Menge Segelboote bei einer Regatta. Sie strahlen, die letzten Sonnenstrahlen des Tages treffen genau auf sie, rundherum ist es schattig. Auf dich fahren 2 glänzende Motorboote zu, ihre Wellen ziehen diagonale Streifen durch das tiefblaue Wasser, das Wasser perlt zur Seite und funkelt wie Diamanten.

Ich zog frohlockend die Kamera, beglückwünschte mich, sie mitgenommen zu haben. Eilig schaltete ich ein, wartete ungeduldig bis sie automatisch fokussierte, ... und dann: "Schwache Batterie" ...aus. Ich versuchte es wieder und wieder, wärmte schnell den Akku mit dem Daumenballen....erfolglos.

So ist es mir heute ergangen. trine_wut.jpg 
Aber vielleicht ist es dir gelungen, dieses schöne Bild in deiner Phantasie zu sehen. Vielleicht sogar noch viel schöner als es in Wirklichkeit war! Dann hat es trotzden einen Sinn gehabt.

Nickname 06.08.2006, 00.28| (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: heute

Heute gelernt ;-)

"Wenn Männer sagen, sie bräuchten Zeit für sich, dann glaubt ihnen nicht. Das ist eine Lüüüge!! Männer sind viel zu simpel um Zeit für sich zu brauchen!"

Ähm. Ist nicht von mir! Aber ich glaube natürlich, was man mir sagt. Besonders wenn es von einem Mann kommt!

Nickname 05.08.2006, 23.57| (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Scherzchen

Notruf von Thinkabout

Notruf von Thinkabout, gefunden bei Engelbert.

Die Mongolische Airline MIAT macht Schwierigkeiten bei der Ausreise!

Da müsste doch eine Mailflut möglich sein. Ich versuche, dran zu bleiben!

Nickname 05.08.2006, 15.30| (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: politisch

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