Ausgewählter Beitrag
Die Lage mit Tschutschi
Ich bin lange im Garten herumgelaufen um mein verletztes Kätzchen zu finden. Der Gedanke, dass sie unter einem Buschen schwer leidend langsam stirbt, war mir zu unerträglich. Ich rief und rief. Dann hörte ich ihr Stimmchen. Zu zweit schafften wir es, sie unter der Gartenhütte, wo wir niemals an sie heran gekommen wären, saft rauszuscheuchen. Sie schrie verzweifelt, ließ sich aber dann doch nehmen.
Nun ist sie in der Tierklinik. Sie hat vermutlich recht schwere innere Verletzungen. "Die Kontur der Blase kann ich nicht ausmachen" sagte die Ärztin, "es scheint ein massives Unterleibstrauma vorzuliegen." Sie blutet von innen heraus, anscheinend aus dem Darm.
Ich hatte es gespürt, als ich sie überfuhr. Sie war auf der Beifahrerseite ins Auto gelaufen, ich hatte sie nicht sehen können...
In einigen Stunden erst weiß ich, ob ich sie einschläfern lassen muss, oder nicht. Die Blase kann man flicken. Ist aber im Darm etwas abgerissen, so sagte die Ärztin, sieht es schlecht aus...
Ich bin untröstlich.
17:30 die Ärztin endlich erreicht. Es geht Tschutschi etwas besser, aber weiterhin akute Lebensgefahr. Erst morgen nachmittag soll ich wieder anrufen...
Ich hatte mich ganz bewusst nicht so sehr in diese Tierbeziehung hineinfallen lassen wollen. Innere Distanz war mein Vorhaben. Denn fast genau vor 2 Jahren bei Frau Schnuzl, das war einfach zu schlimm. Nie wieder so intensiv, nahm ich mir vor. Und tatsächlich hatte ich zu Tschutschinella innerlich mehr Abstand bewahrt. Auch, weil ich immer wieder das unbestimmte Gefühl hatte, dass ich dieses Seelchen nicht lange zu Gast haben werde.
Und jetzt, wo sie in der Klinik ist merke ich, die Bindung war ja doch ganz ordentlich gewachsen, in den letzten Monaten.
Liebe Kommentatorinen, vielen herzlichen Dank für das Mitgefühl! Es tut mir wirklich gut!
Kommentare zu diesem Beitrag
Die Lage mit Tschutschi
Ich bin lange im Garten herumgelaufen um mein verletztes Kätzchen zu finden. Der Gedanke, dass sie unter einem Buschen schwer leidend langsam stirbt, war mir zu unerträglich. Ich rief und rief. Dann hörte ich ihr Stimmchen. Zu zweit schafften wir es, sie unter der Gartenhütte, wo wir niemals an sie heran gekommen wären, saft rauszuscheuchen. Sie schrie verzweifelt, ließ sich aber dann doch nehmen.
Nun ist sie in der Tierklinik. Sie hat vermutlich recht schwere innere Verletzungen. "Die Kontur der Blase kann ich nicht ausmachen" sagte die Ärztin, "es scheint ein massives Unterleibstrauma vorzuliegen." Sie blutet von innen heraus, anscheinend aus dem Darm.
Ich hatte es gespürt, als ich sie überfuhr. Sie war auf der Beifahrerseite ins Auto gelaufen, ich hatte sie nicht sehen können...
In einigen Stunden erst weiß ich, ob ich sie einschläfern lassen muss, oder nicht. Die Blase kann man flicken. Ist aber im Darm etwas abgerissen, so sagte die Ärztin, sieht es schlecht aus...
Ich bin untröstlich.
17:30 die Ärztin endlich erreicht. Es geht Tschutschi etwas besser, aber weiterhin akute Lebensgefahr. Erst morgen nachmittag soll ich wieder anrufen...
Ich hatte mich ganz bewusst nicht so sehr in diese Tierbeziehung hineinfallen lassen wollen. Innere Distanz war mein Vorhaben. Denn fast genau vor 2 Jahren bei Frau Schnuzl, das war einfach zu schlimm. Nie wieder so intensiv, nahm ich mir vor. Und tatsächlich hatte ich zu Tschutschinella innerlich mehr Abstand bewahrt. Auch, weil ich immer wieder das unbestimmte Gefühl hatte, dass ich dieses Seelchen nicht lange zu Gast haben werde.
Und jetzt, wo sie in der Klinik ist merke ich, die Bindung war ja doch ganz ordentlich gewachsen, in den letzten Monaten.
Liebe Kommentatorinen, vielen herzlichen Dank für das Mitgefühl! Es tut mir wirklich gut!
Es ist ein schlimmes Unglück passiert.
So wie es aussieht, habe ich meine Katze überfahren. Es gab einen schlimmen Rempler, ich dachte noch: Da ist doch gar keine Bodenwelle? Dann sah ich Tschutschi gebückt davonlaufen. Der Maler, der gerade bei mir 5 Räume ausmalt und ich haben lange im Garten gesucht. Sie hat sich versteckt. Ob zum Sterben, wissen wir noch nicht. Sie müsste schnell zum Tierarzt...!
Typische Wiener ;-)
Wütende Gesellen:
Brunnen: "Die Macht zu Lande"
Brünstige Asphaltcowboys:

Grinsendes Dienstpersonal:

Kopflose, die mehr als einen Vogel haben:

Tja, der olle Von Ferdl hat von allem etwas, hähä!
Was den vermeintlich Kopflosen betrifft, der gibt sich in Wahrheit einfach nur sehr gebeugt. Ob das an seiner Heimatstadt liegen könnte? Oder an dem grausam vogeltoilettischen Schicksal? Hier sieht man ihn also nun ganz:

Und da hinten kann man mal Wiener betrachten, die was hackeln.
Hackler nennt man solche bei uns. Schauen wir uns die mal näher an:

Seht ihr? Gebeugt! Ist ja auch eine riesen Verantwortung, die Weihnachtsbeleuchtung so anzubringen, dass sie niemandem auf den Dez fällt, oder?!
Für die Bildungshungrigen: Man sieht hier das innerste Herz Wiens. Den sogenannten
Graben.
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*festdrück und nimmer loslass*
vom 07.11.2010, 22.51
Es ist jetzt leider zu wenig Zeit, um jedem zu antworten, deshalb nur auf diesem Wege:
Vielen vielen herzlichen Dank euch allen!!