Ausgewählter Beitrag

Tanz nur, Mädchen!




Tanz nur, Mädchen, 
solange deine Welt es noch erlaubt!
Der Drache wartet schon,
er wird es dir verderben.

Dreh dich, Mädchen!
Fein kostümiert wagst du den leichten Schritt.  
Hast du an diesem Tag                        
dein Fühlen auch verborgen?

Noch stehst du da,
vertrauensvoll dein Blick und ganz entspannt.
Und zeigst noch nichts von dem
was später dich beschwerte.

Es kommt die Nacht.
Das Tier erwacht und schafft sich böse Kraft!
Der Wahnsinn deiner Zeit,
treibt dich bald in die Ferne.

Doch nun, Mädchen!
Komm tanz, sei froh und tu nicht nur als ob!
Das Leben wird auch gut,
nur nie mehr frei und leicht.

Es kommt die Zeit
da wird die Tochter suchen was da war.
Ein Schatten war in dir,
ganz tief und sehr verborgen.

© Tirilli 


Für meine 1997 verstorbene Mutter anlässlich ihres gestrigen Geburtstags.

Nickname 06.01.2006, 18.10

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Kommentare zu diesem Beitrag

5. von Renate

Wie schön, dass du das Foto wiedergefunden hast! Ich sag's ja immer: "Das Haus verliert nix"

Das Gedicht sagt soviel über deine Gefühle zu deiner Mutter aus - vielen Dank, dass du mich daran teilhaben lässt!

Liebe Grüße aus dem immer noch grau-grauen München schicht dir
Renate

vom 07.01.2006, 11.36
Antwort von Nickname:

Es freut mich sehr liebe Renate und bedeutet mir viel! Vielen Dank!
4. von Bärenmami

Liebe Tirilli!
Ein wunderschönes Geschenk für sie.
Ja, es ist manchmal wichtig, sich der vergangenen Zeiten bewußt zu werden um im hier und jetzt ganz heimisch zu sein/werden.
Wir sind sehr besorgt um Deine Hand..paß auf Dich auf.
Ganz liebe Grüße von den "Bärenmamis" plus Katzis



vom 07.01.2006, 08.00
Antwort von Nickname:

Die innere Arbeit am Verhältnis zu den verstorbenen Familienangehörigen ist mir wichtig geworden. Oft staune ich selbst über neue Gedanken und versuche an eine Art "Wahrheit" zu kommen. Ich halte das für mich selbst und.... es klingt komisch, auch für sie für wichtig.
Danke für deinen lieben Eintrag liebe Bärenmami, keine Sorge, was ist denn das mit der Hand schon, gemessen am wirklichen Leid!
3. von Eveline

Was für ein bezauberndes Bild :)

(jetzt muss i zuerst lesen gehn....)

Da lese ich sehr viel Liebe deinerseits, aber auch sehr viel "Leben" und Leiden deiner Mutter heraus, wahrscheinlich ist da noch viel mehr, als das was ich zwischen den Zeilen erkennen kann - wunderschön gemacht, Tirilli, das war den Aufwand wert ;)

Huggels zur guten N8!!

vom 06.01.2006, 23.37
Antwort von Nickname:

Für mich ist alles drinnen. Sehr interessant ist für mich, wie du das siehst, danke vielmals liebe Frau Lupo von Sinchen!! :-)
2. von christine b

tirilli, sehr berührend dieses gedicht von dir über deine mutter!
alles liebe dir und werde schnell wieder gesund mit dem gelenk und der hüfte!!! das wünsche ich dir von herzen! liebe grüße von christine

vom 06.01.2006, 23.37
Antwort von Nickname:

Liebe Christine, vielen Dank! Auch für all die lieben Wünsche! Ich nehme das mit der Hand nicht so tragisch, wird schon.. mit der Hüfte das ist blöder denn dadurch bewege ich mich weniger und nehme zu. ein Teufelskreis. Aber was ist das schon gegen andere Leiden!
Liebe Grüße!

1. von Gabriela

Es ist wunderbar,
es passt so gut zusammen,
sagt soviel aus
und ist doch ganz geheim nur dein.

Bewundergrüsse von Gabriela




vom 06.01.2006, 23.09
Antwort von Nickname:

Liebe Gabriela, dein Eintrag hat mich wirklich sehr gefreut! Du hast so viel verstanden!

Vielen herzlichen Dank!


Tanz nur, Mädchen!




Tanz nur, Mädchen, 
solange deine Welt es noch erlaubt!
Der Drache wartet schon,
er wird es dir verderben.

Dreh dich, Mädchen!
Fein kostümiert wagst du den leichten Schritt.  
Hast du an diesem Tag                        
dein Fühlen auch verborgen?

Noch stehst du da,
vertrauensvoll dein Blick und ganz entspannt.
Und zeigst noch nichts von dem
was später dich beschwerte.

Es kommt die Nacht.
Das Tier erwacht und schafft sich böse Kraft!
Der Wahnsinn deiner Zeit,
treibt dich bald in die Ferne.

Doch nun, Mädchen!
Komm tanz, sei froh und tu nicht nur als ob!
Das Leben wird auch gut,
nur nie mehr frei und leicht.

Es kommt die Zeit
da wird die Tochter suchen was da war.
Ein Schatten war in dir,
ganz tief und sehr verborgen.

© Tirilli 


Für meine 1997 verstorbene Mutter anlässlich ihres gestrigen Geburtstags.

Nickname 06.01.2006, 18.10| (5/5) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gedichte

Dieser Winter macht mich wahnsinnig!

Es hat wieder einmal die ganze Nacht geschneit und es schneit immer noch. Viel ist zwar nicht zusammen gekommen, aber schaufeln muss man doch. Heute fahre ich ins Theater, ich muss es also tun. Aber wie, mit der lädierten Hand? :-(

Nickname 06.01.2006, 11.56| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: heute

Es soll nicht sein

Vor ein paar Wochen kam mir ein Kinderbild meiner verstorbenen Mutter in die Hand das ich nie so genau betrachtet hatte. Nun starrte ich es an und versuchte zu ergründen wie sie als Kind wohl gewesen war. Da kam mir die Idee, zu diesem Bildchen ein Gedicht zu schreiben. Die erste Strophe war auch sofort da, aber dann ging es nicht mehr weiter. Das sehr ungleiche Versmaß sollte stimmen aber reimen brauchte es sich nicht.
Da ich also stecken geblieben war legte ich es beiseite, das Bild lag herum und immer wenn es mir ins Blickfeld kam versuchte ich weiterzukommen. Aber es schien hoffnungslos. So gab ich mir die Aufgabe, es bis zu ihrem Geburtstag geschafft zu haben.

Gestern wäre es so weit gewesen. Ich setzte mich mit dem Gedicht auch wirklich so lang auseinander bis es fertig war. Keine Ahnung wie lang ich gebraucht habe, wenn ich mir etwas vorgenommen habe kann ich bohrend sein.
Aber das Foto! Es ist verschwunden! Ich suchte stundenlang, arbeitete mich durch Unmengen von den Papieren die ich schnell in irgend eine Lade zu stecken pflege wenn Besuch kommt. Durchblätterte Bücher, suchte überall. Ohne Foto ist das Gedicht nicht zu brauchen!

Ich suchte bis spät in die Nacht und das erklärt auch, warum ich gestern hier nichts geschrieben habe.

Nickname 06.01.2006, 11.52| (6/6) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: bekümmert

Gutes und Schlechtes...

Die Gäste sind weg, es war wunderschön und obwohl ich eine furchtbare Nacht hatte konnte ich in aller Frische genießen. Leider war ich wieder einmal nicht mit allem fertig als sie kamen. Die Wurstplatten waren nicht alle belegt, trotz entschiedenem Vorsatz die Zeit diesmal besser einzuteilen. Wie es scheint werde ich diesen Fehler nie überwinden.

Ich habe hier nie geschrieben, dass ich viel Hüftschmerzen habe, normalerweise lamentiere ich nicht. Und eigentlich will ich nichts Unerfreuliches im Blog schreiben, auch ist es nicht so interessant. Diesmal lasst mich aber mal jammern ;-) Der Schmerz war nachts so quälend, dass ich kaum schlafen konnte. Dazu unruhige Beine und eine immer schlimmer werdende Gelenksentzündung an der Hand. Ich bin sozusagen ein einarmiger Bandit. :-(  Mit Musizieren ist schon seit drei Wochen nichts. Natürlich macht mir das Sorgen, meine Hände sind ja Berufswerkzeuge....

So, genug davon. Und aus!

Nickname 05.01.2006, 14.19| (4/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: heute

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