Perlustrieren...
....zu meiner Überraschung kennen die meisten Deutschen dieses Wort nicht, tz tz tz liebe nördliche Nachbarn
!!
Jedenfalls kannte es anscheinend keiner der Seelenfärbler!
Ja wenn ich das gewusst hätte! Ich hätte mir für den BlogBattle-Beitrag vielleicht einen anderen Text ausgedacht......hm....
..... nö, eigentlich doch nicht, wenn manche Betrachter so schauen:
..ist es ungemein unterhaltsam für die Trägerin des Shirts! 
Und jetzt die Erklärung und der Beweis, dass es nicht "verlustriert" heißt wie manche meinten. Klickt mal da und seht bei "Wörterbuch der deutschen Sprache" nach.
Ha! Jetzt hab ich so häufig Unwissende es euch mal ordentlich geben können, gelle?
28.06.2005, 23.44| (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: oder doch nicht?
Was so anfällt
Endlich wieder ohne Zeitdruck bloggen! Die meisten Extraarbeiten in der Schule sind getan.
Heute nach der Arbeit war ich am Friedhof, das Grab meines Vaters ist endlich fertig gemauert und bepflanzt. Hat so lange gedauert, sicher werden sich einige im Dorf schon darüber ausgelassen haben....
Heute vormittag habe ich die ca. 150 Fotos über unser Seelenfärblertreffen hochgeladen. Jetzt werde ich mich mal an die Bearbeitung machen, die Schnellste bin ich aber nicht, heute werde ich mit Sicherheit nicht fertig. Selbstverständlich werde ich Teilnehmer die ich kenne fragen, ob sie einverstanden sind, ihre Bilder herzuzeigen.
Liebe mir nun bekannte Seelenfärbler, ich denke oft und mit Freude an euch!
28.06.2005, 22.59| (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: heute
Im Speisewagen durch Bayern.
In Ungarn gibt es keine Seehunde. Daher versuchte ich dem Herrn Ober aus Budapest ein anderes Tier anzusehen. Einen Biber vielleicht? Nein, nichts zu machen, treuherziger Seehund! Wortreich und mit lebhaften Flossenbewegungen pries er mir sein ungarisches Frühstück, es sei überhaupt und sowieso das beste von Szeged bis zum Plattensee. Pawlow hätte seine Freude gehabt, so sehr lief mir nun das Wasser im Mund zusammen und so bestellte ich ganz gegen meine Gewohnheit.
Anfangs fiel Herr Seehund sonst nicht weiter auf, er verhielt sich wie man es von einem Ober erwartet. Zumindest, solange ich das einzige Tierchen im Speisewagen blieb. Als dann aber ein alter englischer Schnauzer seine blonde junge Adlerlady herein geleitete, hob unser kellnernder Seehund frohgemut zu trällern und zu tänzeln an. Hell flogen gefühlvolle ungarische Lieder schmetternd über unsere Köpfe hinweg, nur kurz unterbrochen von einigen höflichen "Bittäsähr".
Ich war inzwischen an einem getarnten Stückchen harmlos grün aussehender Paprika beinahe erstickt, denn es hatte sich mit grausamer Schärfe für das jähe Ende seiner Existenz zu rächen gewusst.
Trotz nun kaum zu unterdrückendem Schluckaufs gelang es mir, mit rhythmischen Zeigefingerbewegungen halbwegs dezent auf meine Misere aufmerksam zu machen. Die terroristische Paprikaattacke animierte Herrn Seehund aber nur, freudestrahlend und stolz über seine „Bin Laden-Paprikas“, so nannte er sie, zu sinnieren. Für seine Freudenausbrüche gab er aber leider keinerlei Begründungen ab. Typisch Seehund eben, tierisch!
Ein inzwischen hinzugekommenes Eichhörnchen fühlte sich bemüßigt, nun demonstrativ und mit unbewegter Miene die Krone jenes ungarischen Speisewagen-Frühstücks, eben diese gemeingrüne Paprika zu verzehren. Er tat doch tatsächlich so, als wäre sie so unschuldig wie der Käse aus Balaton! Was in ihm dabei vorging ließ sich nur schwer erahnen, feuchten Blickes und mit aufreizend unbeeindruckter Miene war es augenscheinlich sein einziges Ziel, die vorbeiziehende bayerische Frühlingslandschaft auswendig zu lernen. Ich konnte mit Hilfe meines spiegelnden Fensters gut beobachten und zufrieden lehnte ich mich zurück als ich sah wie er mir doch manchmal ein paar heimliche Blicke zuwarf.
Aber ich bin abgeschweift, zurück zu unserem Herrn Ober-Seehund.
Er war gerade dabei, auf ein unmotiviertes "Njet" jenes rassigen aber trotz allem nicht russischen Hengstes da hinten am letzten Tisch mit vielen langgezogenen Koloraturen aus irgend einer Coca Cola-Werbung zu reagieren. Der Herr Hengst und ich unterdrückten den uns peinlichen Lachkrampf zugegebenermaßen nur äußerst unbeholfen und natürlich verlor ich den Wettkampf wer es schafft, zuerst ernst zu schauen.
Nach einem kurzen Rap für eine unscheinbare Eidechse die jetzt unbedingt sofort zahlen wollte, wandte sich unser netter ungarischer "König aller Speisewagenschaffner" endlich wieder mir zu und rief mit glöckchenheller Stimme:
"Eine gute Aprikoseschnaps bittäschän trinkän?"
Ja ja, ich trinken....
28.06.2005, 01.09| (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: unbekümmert