Die Angst vor Atomkraftwerken sinkt.
Als Reaktion auf die Energiemisere planen viele Länder, erneut in die Atomenergie zu investieren. Da kommt diese Meldung im ORF gerade recht.
Tschernobyl-Studie: 1.700 Todesopfer in Österreich!
Ob die Zahlen stimmen ist umstritten, aber auch ein Bruchteil davon ist entsetzlich genug!
In dem ORF-Beitrag kann man übrigens eine Lankarte über die Intensität des Fallouts ansehen, Salzburg hatte in Mitteleuropa den meisten abbekommen.
An dem Tag machte meine Schwester mit ihren kleinen Kindern genau dort eine Wanderung in den Bergen.
Aber auch bei uns in Kärnten war die Verseuchung sehr bedrohlich.
Ich hatte damals nicht die letzten Nachrichten gesehen. Genau als der radioaktive Regen fiel pflückte ich im Garten ohne Regenschirm Narzissen um sie einer Schwangeren ins Krankenhaus zu bringen! Als ich nach dem Besuch bei ihr in die Schule kam wunderte ich mich, warum der Schulwart den Hof mit dem Schlauch abspritzte. Erst da erfuhr ich wie sehr wir betroffen worden waren.
Ein befreundeter Homöopath verabreichte uns irgendwelche Globuli die helfen sollten mit der Belastung besser fertig zu werden. Er stellte übrigens fest, dass die Brennessel die erste Pflanze war, die - ich weiß leider nicht nach wie langer Zeit - wieder relativ unbelastet war.
20.04.2006, 22.56| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: politisch
Ausgerechnet Bush!
20.04.2006, 22.32| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: politisch
Eine Mode unserer Zeit:
Alles verwalten, immer mehr reglementieren, verbieten und bestrafen. Gerade wurde für Autofahrer Licht am Tag eingeführt, jetzt wird dies vorgeschlagen.
Mein Thema ist hier nicht die Sinnhaftigkeit dieser oben angeführten Reglementierungen sondern die Tatsache an sich. Denn die Tendenz zur immer tiefgreifenderen Entmündigung der Bevölkerung fällt mir schon seit Jahren auf.
Zugleich sinkt die Bereitschaft zur Solidarität, sie ist noch nie so unmodern gewesen seit ich mich für Politik interessiere.
Mir scheint, es dümpelt wieder mehr Menschenverachtung in so manchen Köpfen als dies noch vor ein paar Jahren der Fall war. Das Vertrauen in die Vernunft des selbstbestimmten Bürgers scheint auf einem Tiefpunkt zu sein.
Wie kommt das und sind solche Tendenzen auch in Deutschland zu beobachten?
20.04.2006, 22.24| (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: politisch
Gedanken über einen Sinn

"Alles was das Leben heran trägt hat auch einen Sinn und man darf nicht nur das Gute akzeptieren."
So schrieb ich und wusste nicht das es zum falschen Zeitpunkt war. Für eine bestimmte Leserin muss das ungeheuer oberklug, zu leicht dahingesagt, vielleicht sogar anmaßend klingen. Denn sie lebt seit heute unter dem Damoklesschwert der Angst vor einer schweren Krankheit.
Als ich davon erfuhr schämte ich mich dieses Satzes, geschrieben von einer die im Moment sorglos leben kann und vielleicht gar nicht ermessen kann wie er sich anfühlt, dieser Horror der einen plötzlich so ganz und gar umwirft.
Da mir die richtigen Worte fehlen zu erklären was ich meine, habe ich heute Abend gemalt.
Dieses Bild will ich nicht erklären, ich hoffe, dass es intuitiv verstanden werden kann.
Man sagt, diese Welt ist gebrochen. Dieses viele Leid überall, es kann einen schon am Schöpfer zweifeln lassen.
Wenn es aber keinen gibt, muss alles Zufall sein, auch das viele Elend. Eine Missgeburt kann sie dann nur sein, diese Schöpfung. Das Schöne scheint einem manchmal wie Blendwerk, diese angenehme Seite, die ja dann auch Zufall sein muss.
Ich glaube an die Sinnhaftigkeit von allem was da ist. Wenn es einen Schöpfer gibt, dann kann er seine Geschöpfe nicht vergessen haben. Er kann kein solcher sein, der sinnlos leiden lässt und sich uninteressiert von seinem Werk abwendet.
Er hat die Liebe in dieses endlose schwarze All gesetzt, auf einem winzigen Planeten im Nirgendwo. Ist das nicht ein Wunder? Und zugleich auch die unerträglichste Qual, ist sie nun absurd?
Wenn das Leben so durchgehend für alle immer wieder schwere Zeiten bereit hält, dann muss es dafür einen tieferen Sinn geben. Das kann man im Moment des Leides meist nur schwer nachvollziehen, aber es bleibt die Hoffnung, es später zu verstehen und die Hoffnung, dass dieses Leid auch sinnhaft ist.
Für mich sind wir auf der Welt um das Dunkle nicht nur vom Hörensagen zu kennen wenn wir dann später im Licht sind.
20.04.2006, 00.47| (9/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: nachdenklich | Gedanken, Gemaltes,