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Einträge vom: 04.02.2007

Wenn man auf Froinde hören tät....

Bei manchen wär das echt riskant! Von Ferdl dürfte so einer sein. Auf mein soifzen hin, dass ich einen Tantenbrief schreiben muss, kam folgender Rat:

schreibst ihr halt: wie geht es dir? mir geht es gut. die 50 euro hab ich schon lange versoffen, näxtesmal bitte mehr.
deine dich liebende tirilirrium


Heast, so geht des oba net. Net wegn die 50 Mäuse, na. Oba die follt ma tot um, die Tantn...!
:-D

Nickname 04.02.2007, 22.58| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: unbekümmert

Heimat

Es gab einmal eine Zeit, da dachte ich, ich würde an diesem kleinen Fleckchen, das ich als den Kern meiner Heimat empfand, zu sehr hängen. Ich meine die Gegend um mein Elternhaus, es steht nahe am Wörthersee.
Noch als ich dort schon lange nicht mehr wohnte, steckte ich innerlich, wenn ich vorbei fuhr, jedesmal eine Grenzen ab, ab der ich sentimental wurde. Zu klein, dachte ich, ich darf mich nicht so binden, es ist nicht gut für mich.
Aber es ist auch wirklich das allerschönste Fleckchen das man sich denken kann. Sonnige nach Süden weisende Hügel brechen sich im hellen türkisfarbenen See.. hier sieht man das, dieses Foto entstand aber einen Kilometer weiter westlich.
"Mein" Stückchen sieht, vom Ufer aus gesehen, so aus:

281006bartltreetb.jpg

Von hier bis zu der Bucht da hinten verbrachte ich ab dem 13. Lebensjahr meine Freizeit. Die Bucht zeigt nach südwesten und ist wunderschön. (Hier und hier zu sehen, oder hier im leuchtenden Abendrot, auch gemalt... ihr seht, ich hänge dran...)

Genau so sehr hing ich am Elternhaus. Es war unseres, meins, das Zentrum, das A und das O und niemals war denkbar, dass es einmal anders werden könnte.

Doch dann kamen schlimme Jahre. Meine Mutter erkrankte schwer, 13 Monate ging ich mit ihr, begleitete sie auf ihrem Weg durch die Hölle ihres Leidens. Zum Sterben holten wir sie heim. Danach lebte mein Vater noch sieben Jahre allein in dem Haus. Nun depressiv, sehr schwierig und sehr selbstbezogen, war er nun fast ein Pflegefall und ohne mich wäre es nicht gegangen. Gott sei Dank wollte er im Haus bleiben, wäre er zu mir gezogen, ich glaube ich wäre zugrunde gegangen, so wenig ertrug ich seine Nähe. Aber ich war trotzdem täglich für ihn da, aus Pflichtgefühl und aus Mitleid. Ich hätte es auch getan, wenn die sterbende Mutter uns Kinder nicht darum gebeten hätte. Jedes Wochenende gehörte ihm. Dort im Haus fand ich ihn mehrmals am Boden liegend, Schlaganfall oder Herzinfarkt, das Leben wurde für uns beide sehr beschwerlich.
Einmal schrieb ich übrigens schon kurz über das Haus, ein Foto mit dem schönen Seeblick: hier

Nun steht das Haus leer und ich weigere mich, auch nur einen Fuß hineinzusetzen. Ich ertrage die Aura dort nicht, die dunklen Erinnerungen, all dem weiche ich aus.

Und doch, es tat trotzdem sehr weh, als ich das sah:

              Mein Elternhaus

Nickname 04.02.2007, 21.06| (6/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: bekümmert

jawoll!!

herrscht_ordnung.jpg

Zitat von Unbekannt. (Ähm. wieso aber hat der Unbekannte mich gekannt...?)

Nickname 04.02.2007, 15.21| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Scherzchen