Ausgewählter Beitrag

Ein neues Theaterstück

"Jedem das Seine", eine "Volksoperette" des Autorenduos Silke Hassler und Peter Turrini. Musik: Roland Neuwirth.

Die überaus gelungene Uraufführung dieses ausgezeichneten und wichtigen Stückes dürfte vielleicht das wichtigste Kulturereignis des Jahres in Kärnten sein.

Thematisiert wird das Schicksal jüdischer Häftlinge, die im Frühjahr 1945 durch Österreich getrieben wurden. Diese sogenannten Todesmärsche zu einer Zeit, als der Krieg schon so gut wie verloren war, sind ein in der Vergangenheit viel zu wenig aufgearbeitetes Thema unserer Geschichte. 100.000 Juden wurden in wenigen Wochen durch das Land getrieben und zu Tode gehetzt, beschossen und gejagt auch von einem Teil der Zivilbevölkerung, von bewaffneten Bauern und Volkssturmleuten. Ein sehr unrühmlicher Teil österreichischer Geschichte ist das, auch wenn es da und dort auch Hilfsbereitschaft gab. Die gesamte Bevölkerung muss es gewusst haben, niemand konnte damals mehr weggesehen haben. Nur 20.000 haben diesen letzten Akt der Barbarei überlebt.

Ich habe das Stück heute gesehen und will jetzt keine der üblichen intellektuell distanzierten Besprechungen schreiben. Auch auf die Gefahr hin, "uncool" zu wirken sage ich einfach nur ganz schlicht: Ich bin berührt.
Besonders beeindruckt hat mich die kluge und geschmackvolle Arbeit des Regisseurs Michael Sturminger. Aber nicht nur er, das ganze Team hat die Ovationen des Publikums voll und ganz verdient.

Ich würde mir wünschen, noch viele tausend Menschen könnten das Stück in dieser beeindruckenden Klagenfurter Inszenierung sehen! 

Jedem das Seine

Nickname 24.03.2007, 01.30

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Kommentare zu diesem Beitrag

2. von vonferdl

nehmt euch doch zum kaffee eines von den "vor", bitte. ;)

vom 24.03.2007, 16.00
1. von vonferdl

an alle, die es noch nicht wissen:
das kloognfuata publikum ist sehr begeisterungsfähig und steht deshalb ganz an der spitze in der gunst der theaterleute.
wenn nämlich jemand auf der bühne vorgibt, etwas lustiges zu spielen und dazu "hihi" sagt, lacht sich der ganze saal vor vor vergnügen, begeisterung und solidarität schlapp.


nicht so tirilli. wenn die sagt, ein stück ist gut, dann könnt ihr einen drauf lassen! :D

vom 24.03.2007, 15.57

Ein neues Theaterstück

"Jedem das Seine", eine "Volksoperette" des Autorenduos Silke Hassler und Peter Turrini. Musik: Roland Neuwirth.

Die überaus gelungene Uraufführung dieses ausgezeichneten und wichtigen Stückes dürfte vielleicht das wichtigste Kulturereignis des Jahres in Kärnten sein.

Thematisiert wird das Schicksal jüdischer Häftlinge, die im Frühjahr 1945 durch Österreich getrieben wurden. Diese sogenannten Todesmärsche zu einer Zeit, als der Krieg schon so gut wie verloren war, sind ein in der Vergangenheit viel zu wenig aufgearbeitetes Thema unserer Geschichte. 100.000 Juden wurden in wenigen Wochen durch das Land getrieben und zu Tode gehetzt, beschossen und gejagt auch von einem Teil der Zivilbevölkerung, von bewaffneten Bauern und Volkssturmleuten. Ein sehr unrühmlicher Teil österreichischer Geschichte ist das, auch wenn es da und dort auch Hilfsbereitschaft gab. Die gesamte Bevölkerung muss es gewusst haben, niemand konnte damals mehr weggesehen haben. Nur 20.000 haben diesen letzten Akt der Barbarei überlebt.

Ich habe das Stück heute gesehen und will jetzt keine der üblichen intellektuell distanzierten Besprechungen schreiben. Auch auf die Gefahr hin, "uncool" zu wirken sage ich einfach nur ganz schlicht: Ich bin berührt.
Besonders beeindruckt hat mich die kluge und geschmackvolle Arbeit des Regisseurs Michael Sturminger. Aber nicht nur er, das ganze Team hat die Ovationen des Publikums voll und ganz verdient.

Ich würde mir wünschen, noch viele tausend Menschen könnten das Stück in dieser beeindruckenden Klagenfurter Inszenierung sehen! 

Jedem das Seine

Nickname 24.03.2007, 01.30| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kunst

Katastrophe Krakatau

Dokumentationen über Natur und Tiere sind im ORF Teile der Serie "Universum"
Ich sah sie früher sehr gerne, inzwischen sind solche Themen aber schon etwas abgenützt.
Heute war ich schon gespannt auf die Dokumentation über die Geschehnisse rund um die Vulkaninsel Krakatau im Jahr 1883. Sie war nach mehrern Ausbrüchen mit dem größten je gehörten Knall explodiert, es war die größte Naturkatastrophe des 19. Jahrhunderts, 36.000 Menschen fanden dabei den Tod.

Die BBC-Dokumentation heißt "Die letzten Tage von Krakatau".

Wenn ich gewusst hätte, wie die gemacht ist, hätte ich den Fernseher nie eingeschaltet. Anhand von dramatischen Einzelschicksalen wird der Ablauf der Katastrophe nachgestellt. Für mich unerträglich, ich bin immer wieder vor den dramatischen Bildern geflüchtet. Schauerlich wird der Horror der letzten Lebensminuten und das Sterben ausgeweidet. Gut, ich gebe zu, bei genau diesen Szenen den Raum verlassen zu haben, aber gehört habe ich vieles schon.
Ich verstehe das nicht, wieso haben solche Filme so großen Erfolg? Was ist so reizvoll an echtem, wirklich stattgefundenem Horror? Wieso suchen so viele Menschen genau diesen Kick?
Ich hasse solche qualvollen Szenen, nein danke, kann ich da nur sagen. Besonders, wenn es auch wirklich so passiert ist. In dem oben eingefügten Link liest man, was Produzent und Produktionsleiter dazu sagen. Für mich sind deren Worte einfach nur unverständlich.

Meine Flucht vor dem ganzen endete... na wo wohl? Na klar, vor dem Computer. *g* Ich habe ein paar interessante Webseiten gefunden:

Krakatau in Wikipedia
Anak Krakatau (Kind des Krakatau) Wenn man auf das Foto klickt öffnet sich eine große Version mit 3000 x 3000 Pixel, hochinteressant anzusehen!
Auf dieser Webseite der NASA gibt es auch weitere interessante Bilder:
NASA Imagegallery
BBC Germany mit einigen phantastischen Wallpapers

Nickname 22.03.2007, 23.11| (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: dies und das

Spruchkarte

Nickname 22.03.2007, 13.07| (5/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Zitate

Tag mit kleiner Freude

Seltsam, seltsam. Ich habe fast elf Stunden geschlafen und es gibt keinen Grund für so viel Müdigkeit..... Dabei wollte ich doch gestern noch etwas erzählen. Nun, also verschoben.
Schon wieder Donnerstag, wie schön. Donnerstag ist ein guter Tag. Wir haben in der Schule mit einigen befreundeten Kollegen eine größere gemeinsame Pause. Eine kocht echten griechischen Kaffee, jemand bringt Kuchen. Kleine Freuden, was will man mehr!

Wer das Kleine nicht liebt, hat nur eine kleine Liebe.
Peter Amendt, (*1944), Franziskaner

Nickname 22.03.2007, 11.39| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: heute

Was hier dann kommt und etwas geplaudert.

Mein Blog soll sein wie das Leben, bunt gemischt durch alles was sein kann. Grad gab es ein bisschen Blödelei, heute würde ich gerne etwas erzählen, dass dramatisch abgründig ist.
Aber vorher noch Fernsehen. Ein Film mit Monika Ferres und August Schmölzer. (Mit dem bin ich mal in griechischem Sand gekugelt. Er spielte Säufer (als Schauspiellehrer), ich seine Frau, die ihn vom Alkohol abzubringen versucht (Ich war Schülerin eines Kurses). Hach war das schön, der Kerl machte das so gut, dass ich vergass wer ich bin *g*. Und als Mann gefiel der mir auch. *g* Wegen eines Todesfalls musste er leider schon nach einem Tag abreisen.

Also jetzt fernsehen, später (vielleicht, falls ich nicht eingeschlafen bin) die böse Geschichte aus dem Leben.

Nachtrag:

Jetzt habe ich erst mal ein Stündchen geschlafen. Kennt ihr das: Man hat das Gefühl, nicht einen einzigen Mucks mehr machen zu können, geschweige denn, einen Muskel zu bewegen.....

Nickname 21.03.2007, 20.36| (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: heute

Tam Tam

trine_lup_ren_trommeln.jpg

Nickname 20.03.2007, 23.25| (12/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gemalt | Tags: Cartoon

Rekordschneefälle sorgten für Chaos

40. 000 Haushalte ohne Strom, alle Autobahnen gesperrt, beinahe im Sekundentakt krachten in der Nacht Bäume auf die Straßen... das alles liest man hier

Und es schneit weiter, aber nicht mehr stark.

Es hat zwar nur einen halben Meter geschneit, aber der Schnee ist sehr schwer. Von der Wassermenge her war es ein ganz ordentlicher Batzen. Für mich ist der zu schwer um ihn wegzuschaufeln, mein Auto steht seit gestern beim hilfsbereiten Nachbarn.

Gott sei Dank betraf mich der Stromausfall nicht. Mein Haus kühlt ja sehr schnell aus. Die einzelne große Thuje in meinem Garten macht auf Papst und küsst die Erde. Ein paar gebrochene Zweige bei der Magnolie, aber sonst ist nichts passiert.

 Frühling wo bist du?

Nickname 20.03.2007, 11.28| (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: heute

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