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Einträge vom: 12.03.2006

Zu forsch geforscht.

Musikgeschmack würde viel von der Persönlichkeit verraten heißt es hier. Das regte eher meinen Widerspruchsgeist an und mir kam der Verdacht, dass solche Forschungen mehr der Daseinsberechtigung der Forscher dienen als der Wahrheitsfindung.
Aber vielleicht sehe ich das zu kritisch, deswegen ordne ich diesen Beitrag in "oder doch nicht" ein und hoffe auf Gegenargumente.

Meine Meinung dazu schrieb ich zwar schon dort, ich will sie aber auch in meinem Blog festhalten.

Das Ganze ist mir zu sehr vereinfacht. Viele Komponenten, wie zum Beispiel Musikalität, Erlernen eines Musikinstruments, Einflüsse durch andere z. B. Elternhaus wurden nicht bedacht. Und am wichtigsten: bewusstes Hören oder nicht, das ist entscheidend. Musik ist Sprache, nicht jeder hört auf sie.

Rückschlüsse auf die Persönlichkeit könnten nur zutreffen, wenn man sich auf Probanden beschränken würde die nur die Stimmung der Musik wahrnehmen. Also wäre Oberflächlichkeit Voraussetzung. Dann ginge es aber auch bei Bildern, Filmen, Zeitschriften, ja sogar beim Essen.

Andererseits, was bei klassischer bzw. historischer Musik auswählt wird kann schon interessant sein. Aber auf andere Weise, nicht um zu katalogisieren!
Welche Sprache sucht sich der Mensch um angesprochen zu sein? Die Sittsamkeit oder auch wilde Ursprünglichkeit der Renaissance, das erfrischende Plätschern des Barock, die geistigen Raffinessen eines Bach, auch wenn 90% der Symbolik nur unbewusst verstanden wird (sie wird, ein Wunder!!!) Das fast übersinnliche Ordnungsprinzip eines Mozart der fast das Paradies ahnen lässt, die romantische Ebene, vielleicht sogar als Gegenpart zum Alltag... oder als emotionales Bedürfnis, schließlich die Spannung, der Konflikt, wie zum Beispiel bei Komponisten des 20. Jahrhunderts.
Wer sie alle kennt wird stets die Entsprechung zu seinem Befinden wählen, quer durch die Literatur.

Ich glaube zu wissen wovon ich rede, unter meinen Musikerkollegen könnte man niemals von ihren Vorlieben auf den Charakter schließen. Höchstens, dass die bevorzugte Musik von ihrem Instrument geprägt ist, das ist meist der Fall. Weil bei jedem Instrument bestimmte Musikepochen Schwerpunkte bilden. Denn dort wo man sich eingearbeitet hat tendiert auch die Neigung hin. (Aber nicht bei mir *g*)

Nickname 12.03.2006, 23.56| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: oder doch nicht?

Kinobesuch

"WIE IM HIMMEL" heißt der Film den ich heute gesehen habe. Sehr berührend, kann ich nur weiterempfehlen!
Es wird von einem Dirigenten erzählt, dessen Lebenstraum sich nicht in der Karriere erfüllt, sondern in dem kleinen schwedischen Dorf seiner frühen Kindheit, in das er nach einem Herzinfarkt zurückkehrt. Dort übernimmt er einen kleinen Chor und lernt, die Menschen und sich selbst zu lieben.

Ah, und dieser Michael Nyqvist ist vielleicht ein erotischer Mann.. ...hier isser zu bewundern *g* zusammen mit der Schauspielerin Frida Hallgren, die mit ihrer Schauspielkunst auch sehr viel zu dem Erfolg des Films beigetragen hat.

Nickname 12.03.2006, 20.51| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: heute

Nonsense am Sonntag

mische Fruscheln,
musche Frischeln,
frusche Mischeln,
frische Muscheln!



Siehst du Osram? Nicht nur der Mensch rottet sich gerne zusammen und feiert orgiastische Happenings!

Und andere machen es nach weil´s so cool ist:



Nun, was lernen wir also hiermit?

Happening um Seil herum
besser ist als Heilserum!
Brauchst dann keine Algen mehr,
Grüntee auch nicht allzusehr!

Eine weitere Möglichkeit zu genauerer Analyse findet sich hier!

Nickname 12.03.2006, 15.51| (5/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Scherzchen

Wissen das keiner braucht

Nickname 12.03.2006, 11.33| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Links

Tornado in Kärnten!

Na sowas, das gab es hier noch nie. Und nun auch noch bei schönstem Wetter!
Es erinnert mich an ein sommerlichen Vorfall vor etwa vier Jahren. Es war ein wolkenloser strahlender Nachmittag. Alles tummelte sich am See und nichts störte die Idylle. Gerade räumte ich auf der Terrasse auf, lehnte die Stühle an den Tisch damit die immer haarende Frau Schnuzl sich nicht draufsetzen konnte. Ich machte die letzten Handgriffe um das Haus zu verlassen und zu einer Grillparty zu gehen.
Plötzlich, aus dem Nichts heraus kam ein Sturm wie ich ihn noch nie erlebt hatte. Bäume bogen sich, die an sich im Windschatten stehenden Stühle flogen durch die Luft und Blumentöpfe zerbarsten beim Umfallen. Sofort eilte ich zum Telefon um die zehn Kilometer entfernten Gastgeber mit ihrer Gartenparty zu warnen! Zu spät, der Sturm war in Sekundenschnelle dort angekommen.
Nach etwa zehn Minuten war der Spuk auch schon wieder vorbei und der an sich windstille Tag nahm seinen Fortgang als wäre nichts gewesen.

Ein 9-jähriger Schüler berichtete mir später, wie er im Wörther See schwimmend vollkommen hilflos weit abgetrieben worden sei. Er konnte mir nicht sagen wie es den vielen Seglern ergangen war denn in der wilden Gischt sah er überhaupt nichts mehr. Gott sei Dank war er ein guter Schwimmer!

Thomas Sävert - Naturgewalten

Nickname 12.03.2006, 11.12| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: dies und das