Überfall im Kopf: fast Rückfall
Nach 16 rauchfreien Tagen dachte ich, ich sei über den Berg. Von wegen. Anfallsartig durchsuchte ich heute im Lehrerzimmer die Schubladen nach einer Zigarette. Wohl wissend, welch schwerer Fehler jetzt ein Rückfall wäre, ich war bereit dazu, nur ein Zug, nur einer... oder zwei, oder ... nur eine Zigarette und dann wieder Schluss... ah!!!
Gott sei Dank, ich fand keine.
16.01.2007, 23.36| (11/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: heute
Im Orchestergraben
Die italienische Oper, nach der ich hier gefragt hatte, war "Der Barbier von Sevilla" von Gioacchino Rossini. Das Notenzitat entstammt der berühmten Kavatine. "Figaro, Figaro, Figaro, Fiiiigaroo! Figaroro dort, Figaro da...." das kennen sicher viele.
In dieser Oper gibt es auch einen kleinen Gitarrepart. Vor ein paar Jahren übernahm ich den in unserem Theater. Ich hatte für den Krankheitsfall keine Vertretung, aber ich beruhigte den Verantwortlichen mit dem Hinweis, dass ich sehr selten krank sei.
Wie es aber manchmal geht, bald nach der Premiere bekam ich schwer die Grippe. Ich spielte trotzdem. Was auch sonst. Im Kunstsektor ist das nichts Besonderes. Bei der dritten Aufführung hatte ich über 38° Fieber und war vollgepumpt mit Codein, damit ich nicht husten musste. War alles nicht so schlimm, der kleine Part betraf nur den ersten Akt. Ich hatte vor der Aufführung für den Sänger die Bühnengitarre zu stimmen, eine Viertelstunde vor Beginn im Orchestergraben zu sein und bald nach der Ouvertüre war ich dran. Eine Viertelstunde später konnte ich schon wieder heimfahren und ins Bett.
Ein paar Monate später hätte ich vom Dienstgeber deswegen fast ein Disziplinarverfahren bekommen. In der Schule krank geschrieben, im Theater aber im Dienst, das konnte für die Beamten auf keinen Fall in Ordnung sein.
Der Personalvertreter des Orchesters konnte das dann Gott sei Dank erklären und entschärfen....
16.01.2007, 23.30| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: dies und das
Die zukünftige Exfrau erzählt
16.01.2007, 01.27| (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: nachdenklich
kurios
Menschen in Singapur werden gefragt, was sie mit Austria verbinden. Nachdem klar geworden ist, dass nicht Australia, das Land der Känguruhs, gemeint ist, beantworten alle spontan die Frage mit "The Sound of Music"! Einige summen daraus Melodien, erwähnen die Berge, alle lächeln.
Dieses Szenario kennen wir Österreicher, fast überall außerhalb Europas ist das so.
Skurril ist daran folgendes: Anscheinend die einzigen Menschen auf der Welt, die "Sound of Music" überhaupt nicht kennen, sind die Österreicher selbst! Mir ist jedenfalls nicht bekannt, dass dieser Film in den letzten 30 Jahren auch nur einmal in Österreich gezeigt wurde.
Ich weiß schon, der Film ist Kitsch in Reinkultur. Aber wir sollten wissen, in welche himmelblaue Heilewelt-Schublade man uns steckt, wir sollten ihn auch kennen.
16.01.2007, 00.22| (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: dies und das