Ausgewählter Beitrag

Geist und Seele - Nachtrag

 "Wir sind eine Einheit aus Körper, Geist und Seele" schrieb Bärenmami in einem Kommentar zum vorletzten Beitrag.

Ja, aber.... ist diese Einheit frei oder doch nur eine Marionette ihres Zentralnervensystems?
Ich dachte, wenn ich einen Beitrag über das Thema mache, muss ich nachdenken und komme selbst mit dieser Frage weiter. Aber ich bin an dieser harten Nuss gescheitert.

Nickname 13.03.2008, 22.38

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Kommentare zu diesem Beitrag

2. von Eva

Kennst Du den Film: Hier klicken
er gibt wissenschaftliche Antworten auf viele Fragen des Lebens.
Ich halte es so:
... ich lebe, also bin ich
... ich denke, also bin ich
... ich fühle, also bin ich
... ich blogge, also bin ich

es ist nicht wichtig was ist, sondern wie ich es wahrnehme ... und so erschaffen wir uns alle unsere eigene kleine Realität.

LG von Eva :) )

vom 14.03.2008, 20.09
Antwort von Nickname:

Danke Eva! Aber denkst du, dass du frei entscheidest?
Ich kenne den Film leider nicht! Nicht einmal gehört habe ich davon. Werd mal nachlesen..
LG.!
1. von Bärenmami

Durch die bildgebenden Verfahren ist die Hirnforschung eine der "boomenden" Wissenschaften.
Man kann zB verfolgen wie ein Gehirn sich im meditativen Zustand verändert. Vielleicht gibt es dann irgendwann die Meditationspille?!
Wir hätten dann eine künstliche Loslösung von dem Gedankenbau, in dem traditionell die Meditation eingebunden ist. Eine Verarmung wäre das...und ein Schritt weiter in Hinsicht einer Spezies, die sich selbst als das Maß aller Dinge hinstellt, ohne Rücksicht auf Verluste.
(das Beispiel ist bewußt etwas extrem)

Das Gehirn ist -für mich- EINE Schaltstelle. Das Herz eine andere. Es gibt noch weitere. Es ist ein Zusammenspiel, im Kleinen wie im Großen.
Reduziere ich nun alles auf EINEN Teil, dann ist dieser natürlich viel leichter zu manipulieren.

liebe Grüße
Barbara


vom 14.03.2008, 07.03

Geist und Seele - Nachtrag

 "Wir sind eine Einheit aus Körper, Geist und Seele" schrieb Bärenmami in einem Kommentar zum vorletzten Beitrag.

Ja, aber.... ist diese Einheit frei oder doch nur eine Marionette ihres Zentralnervensystems?
Ich dachte, wenn ich einen Beitrag über das Thema mache, muss ich nachdenken und komme selbst mit dieser Frage weiter. Aber ich bin an dieser harten Nuss gescheitert.

Nickname 13.03.2008, 22.38| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: oder doch nicht?

Gedenkfeiern

Heute findet in Wien "Die lange Nacht des Schweigens" statt.

In Erinnerung an die NS-Opfer, aber auch als Zeichen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit leuchten am Heldenplatz Wiens 80.000 Kerzen.

Genau 70 Jahre nach dem "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich meinte Altkanzler Vranitzky heute: "Wir müssen Hitler immer wieder besiegen".

Es stimmt leider, in diversen Foren kann man leicht nachlesen, wie wenig manche Menschen aus der Geschichte gelernt haben.

Foto

Ein Mosaiksteinchen, dass unter vielen anderen dazu geeignet ist zu zeigen, dass Österreich keinesfalls als erstes Opfer des Nationalsozialismus gesehen werden kann:

Feierliche Erklärung der österreichischen Bischöfe

Aus innerster Überzeugung und mit freiem Willen erklären wir unterzeichneten Bischöfe der österreichischen Kirchenprovinz anlässlich der grossen geschichtlichen Geschehnisse in Deutsch-Osterreich: Wir erkennen freudig an, dass die nationalsozialistische Bewegung auf dem Gebiet des völkischen und wirtschaftlichen Aufbaues sowie der Sozial-Politik für das Deutsche Reich und Volk und namentlich für die ärmsten Schichten des Volkes Hervorragendes geleistet hat und leistet. Wir sind auch der Überzeugung, dass durch das Wirken der nationalsozialistischen Bewegung die Gefahr des alles zerstörenden gottlosen Bolschewismus abgewehrt wurde. Die Bischöfe begleiten dieses Wirken für die Zukunft mit ihren besten Segenswünschen und werden auch die Gläubigen in diesem Sinne ermahnen. Am Tage der Volksabstimmung ist es für uns Bischöfe selbstverständliche nationale Pflicht, uns als Deutsche zum Deutschen Reich zu bekennen, und wir erwarten auch von allen gläubigen Christen, dass sie wissen, was sie ihrem Volke schuldig sind.

Wien, am 18. März 1938. (Unterschriften)

Nickname 13.03.2008, 00.08| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: politisch

Geist und Seele

"....Täuschung, Interpretation eines Gehirns, das sich seine eigene Sinnlosigkeit verbergen will" .... las ich unlängst irgendwo.

Wir sind in Wahrheit gar nicht frei und selbstbestimmt, unsere Gefühle, Gedanken und Handlungen sind nur das Ergebnis von Lernprozessen und Prägungen.

Wenn ich so oder so ähnlich an verschiedendsten Stellen lese, regt sich in mir Widerspruch.

Sollten wir insgesamt nur das Ergebnis unserer Gehirntätigkeit sein und ihr ganz ausgeliefert, wo bleibt die Seele? Wodurch unterscheiden wir uns dann vom Tier? Und gesetzt den Fall, es ist so, darf man überhaupt noch von Schuld sprechen?

Mir fällt auf, dass besonders zwei Berufsgruppen zu dieser Einschätzung neigen: die Psychiater und Psychologen.

Gerade sie, die man im Volksmund gerne Seelenklempner nennt, glauben sie überhaupt an eine Seele? Oder sind wir für sie etwa nur die Summe lebenslanger Gehirnprozesse?
Ich kann mit meinem Halbwissen natürlich nur sehr laienhaft argumentieren. Trotzdem wage ich, dagegen zu halten. Was ich denke, ist nicht schnell erklärt. Daher zeige ich es als Bild:
wechselwirkung.jpg
Die Seele ist von Anfang an da. Da wir bei unserer Geburt schon eine ausgeprägte Persönlichkeit sind, geschieht ständig eine Wechselwirkung zwischen dem, was uns im Innersten ausmacht und den Eindrücken von außen. 
Dieser Dialog von innen und außen lässt uns bis zu einem gewissen Grad aber doch die Freiheit der Wahl?
Wie wir fühlen und auf welche Weise, beeinflusst, wir wie speichern. Ist damit etwa die oben geäußerte Unfreiheit gemeint?
Dann müssten wir aber in unserem Kern doch absolut unbeweglich sein? Sind wir das denn? Oder ist es uns gegeben, im inneren Dialog abzuwägen und diesen Kern zu entwickeln... Haben wir nur einmal durch Nachdenken eine Weiche verstellt, ist die vermutete absolute Unfreiheit auch schon Geschichte.

Wir sind doch nicht nur Gehirn, liebe Kopfmenschen!

Um zum ersten bitteren Satz zurückzukehren, das Gehirn verbirgt doch nicht allein, der ganze Mensch tut es, wenn er es nötig hat. Und sinnlos wäre dieser Akt der Selbsterhaltung nur, wenn auch das Leben sinnlos wäre.

Nickname 12.03.2008, 23.19| (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: oder doch nicht?

Ich muss es jetzt mal laut sagen:

BlueLionWebdesign hat den allerbesten Support, den man sich überhaupt denken kann!

Danke Bea!

Nickname 11.03.2008, 23.14| (8/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: heute

Die Knochenfinte....

Eine Freundin führt immer einen Hühnerknochen im Auto mit. Wird dieses zarte Persönchen während der Fahrt von einem männlichen Verkehrsteilnehmer schlecht behandelt, winkt sie ihm mit jenem Knochen und redet bei geschlossenem Fenster gestikulierend auf ihn ein: "Nehmen Sie sich in Acht! Schauen Sie sich mal das da an! Das war einer wie Sie und so könnte es Ihnen auch gleich ergehen!!!!"  
Der Gegner ist total verdattert. Sie aber braust schnell feixend davon.

Diese Geschichte ist nicht erfunden, sie hat uns den Knochen gezeigt!
gucklachschau.gif

Nickname 11.03.2008, 22.10| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: dies und das

Wie man den Chef reinlegt..

Nickname 11.03.2008, 00.28| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Scherzchen

Über das Singen.

Eine Schülerin muss morgen in einer anderen Schule bei einem Eignungstest vorsingen. Nächstes Schuljahr will sie in dieser Schule aufgenommen werden, das Problem: Sie singt nicht sehr "sauber". Daher feilten wir gemeinsam fast zwei Stunden lang an ihren zwei vorbereiteten Liedern.
Richtiges Singen ist erlernbar, sogar wenn man nur ein bisschen musikalisch ist!
Diese Schülerin ist ein typischer Fall, im heutigen Musikunterricht wird nicht mehr genug gesungen.
Woran ich das merke? Sie kann ihre Fehler selber hören und sie allmählich korrigieren. Für den Test dürfte es eventuell zu spät sein, aber wenn sie weiterhin ein wenig daran arbeitet, wird auch sie halbwegs reine Töne singen können. Natürlich kam auch von ihr dieses obligate bittere "ich kann nicht singen!"
Ich weiß nicht, woher so viele Menschen das haben, diese allgemein verbreitete Singhemmung gab mir schon oft zu denken.
War denn da immer ein Kritiker schuld, der irgendwann dem Kind das Singen mies gemacht hatte? Kann ich mir nicht vorstellen! Da müssten ja unheimlich viele Kritiker in unserer Gesellschaft herumlaufen.
Sicher ist, dass wir alle in uns das Gefühl tragen, beim Singen zu viel von unserem Innersten herzuzeigen. Scheinen wir zu diesem Gefühl vielleicht veranlagt zu sein? Oder ist es doch eher ein Kulturproblem? Ich weiß gar nicht, ob diese Scheu in den meisten Kulturen vorkommt.
Jedenfalls stimmt es doch gar nicht, wir geben uns beim Singen doch gar keine Blöße! Ich denke, das muss man sich mal bewusst machen.

Zufällig hörte ich heute in einem anderen Zusammenhang, dass die Lehrerin einer Volksschulklasse mit den Kindern in der Musikstunde meist rechnet statt zu singen.
Sie hält eben rechnen für wichtiger....

Welch ein Irrtum! Singen ruft nicht nur Glücksgefühle hervor, es fördert auch die Konzentration, das Spüren des Miteinanders und sogar die Intelligenz. Wäre der Gesang aber tatsächlich nur Lebenshilfe, so wäre er doch trotzdem ein ganz besonderer Wert?
Erziehung und Gesellschaft sind in unserer Kultur viel zu kopflastig.

Nickname 10.03.2008, 23.04| (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Musik

Kalenderblatt März

08kalbl_3_kl.jpg

Nickname 10.03.2008, 11.31| (6/6) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Fotos

Hafner´ss Paradise

Ich habe gerade im Fernsehen diesen sehr interessanten Film gesehen. Es handelt sich um eine Doku über einen alten Nazi, der in Spanien unbehelligt und von den Francisten geschätzt, sein Pensionistendasein genießt. Und dies, nachdem er dort sein halbes Leben lang "deutsche Schweine" gezüchtet hatte, wie er das selbst ausdrückte. (!)
Einer, der zwar selbst in Dachau gearbeitet hatte, aber trotzdem den Holocaust leugnet. Auch, als einer der damals in Dachau Internierten extra nach Spanien fährt, um ihm Fotos von Leichenbergen - fotografiert unmittelbar nach der Befreiung - zu zeigen und ihm dabei die Quelle der Fotos genau angeben kann. Der Alte aber hält nur abweisend die Hand vor die Augen, spricht von Propaganda und schweigt dann nur noch.... Der Besucher gibt schließlich resigniert auf.
Der Alte wünscht sich immer noch, die Hitlerei wäre für ewig gewesen und vertritt natürlich die Meinung, alles Schwache gehöre ausgemärzt. Dass er inzwischen in seinem Greisentum selbst zu den Schwachen gehört, übersieht er natürlich, hält er sich doch für einen strammen Herrenmenschen.

Zu schade, dass es nirgends ein Forum für Seher gibt und das habe ich auch beim ORF und auf der Webseite des Films per Mail kritisiert. Denn ich denke, erst mit den Reaktionen der Seher ist diese Geschichte auch wirklich vollständig abgehandelt.

Ich hätte am Ende meines Forenbeitrags geschrieben, dass im Grunde auch dieser Greis zu den Opfern des Nationalsozialismus gehört, auch wenn er ein Täter von der schlimmsten Sorte ist. Denn dieser ständig krampfhaft summende finstere Mann wirkt mehr als verbittert und leidend, nach meinem Gefühl ist er durch dieses ständige Verdrängen ein vollkommen zerstörter Mensch.

Aber mein Mitleid hat er nicht, das kann ich nur für die Opfer aufbringen.

Hafner´ss Paradise
Trailer in YouTube

Nickname 10.03.2008, 01.43| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: politisch

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