Ausgewählter Beitrag
noch einmal
Renate schrieb in einem Kommentar:
"Gestern abend wollte ich mir die DVD "Der Pianist" anschauen, aber nach 30 Minuten hab ich ausgeschaltet, weil mir die Geschichte (Juden-Ghetto in Warschau) zu schrecklich. Ich kenne die Wahrheit, aber muss ich sie mir immer wieder anschauen?
Ich weiss nicht, ob ich das Leben dadurch nicht in seiner ganzen Bandbreite verstehe ...."
Ich halte es für mich so:
Früher, besonders so zwischen 18 und 25 hatte ich mich intensiv mit den Grauen der Geschichte befasst. Ich sah den Hiroshima-Film, hörte wenn es um Gaskammern, Stalin, Idi Amin, Pol Pot und andere ging genau zu und ließ mich intensiv auf alle ähnlichen Themen ein. Dabei wusste ich gar nicht genau was ich suchte, ich weiß es immer noch nur unbestimmt.
Jetzt wo ich es kenne schalte ich auch meist weg. Genau wie Renate sagt, ich muss es mir nicht mehr ansehen. Aber dann muss ich doch manchmal wieder der Fratze ins Gesicht sehen. Vielleicht weil ich eben noch nicht verstanden habe warum.
Filme in denen Menschen der Spannung wegen abgeknallt werden kann ich übrigens überhaupt nicht mehr sehen. Durch viel Fernsehabstinenz bin ich weniger abgebrüht als früher. Auch bei Büchern ist es so. Unlängst las ich einen Ken Follet, meinen ersten, nicht fertig weil ich merkte, eine der Hauptfiguren wird bald von Nazischergen ermordet werden. "Mitternachtsfalken" heißt das Buch.
Ich bin ein Weichei, ich weiß! Und eines das jetzt ganz schnell in die Schule eilt ;-)
noch einmal
Renate schrieb in einem Kommentar:
"Gestern abend wollte ich mir die DVD "Der Pianist" anschauen, aber nach 30 Minuten hab ich ausgeschaltet, weil mir die Geschichte (Juden-Ghetto in Warschau) zu schrecklich. Ich kenne die Wahrheit, aber muss ich sie mir immer wieder anschauen?
Ich weiss nicht, ob ich das Leben dadurch nicht in seiner ganzen Bandbreite verstehe ...."
Ich halte es für mich so:
Früher, besonders so zwischen 18 und 25 hatte ich mich intensiv mit den Grauen der Geschichte befasst. Ich sah den Hiroshima-Film, hörte wenn es um Gaskammern, Stalin, Idi Amin, Pol Pot und andere ging genau zu und ließ mich intensiv auf alle ähnlichen Themen ein. Dabei wusste ich gar nicht genau was ich suchte, ich weiß es immer noch nur unbestimmt.
Jetzt wo ich es kenne schalte ich auch meist weg. Genau wie Renate sagt, ich muss es mir nicht mehr ansehen. Aber dann muss ich doch manchmal wieder der Fratze ins Gesicht sehen. Vielleicht weil ich eben noch nicht verstanden habe warum.
Filme in denen Menschen der Spannung wegen abgeknallt werden kann ich übrigens überhaupt nicht mehr sehen. Durch viel Fernsehabstinenz bin ich weniger abgebrüht als früher. Auch bei Büchern ist es so. Unlängst las ich einen Ken Follet, meinen ersten, nicht fertig weil ich merkte, eine der Hauptfiguren wird bald von Nazischergen ermordet werden. "Mitternachtsfalken" heißt das Buch.
Ich bin ein Weichei, ich weiß! Und eines das jetzt ganz schnell in die Schule eilt ;-)
11.01.2006, 13.17| (8/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: nachdenklich
Bastle dir deinen Eiszapfen!
So funktioniert´s
Das Leben ist viel zu wertvoll um nur Vernünftiges zu tun.
10.01.2006, 21.43| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: unbekümmert
verstehen-begreifen
In Österreich hat sich heute das vielleicht schlimmste Verbrechen der Nachkriegsgeschichte ereignet. Ich kann und will es hier gar nicht beschreiben, zu grausig sind die Details.
Warum ich es trotzdem erwähne hat den Grund, dass es mich beschäftigt.
In solchen Fällen denke ich nicht nur an die verzweifelten noch lebenden Opfer, ich grüble auch immer über den Täter. Was hat aus einem süßen kleinen Jungen der er ja auch mal war, ein solches Monster gemacht? Was ist in nur seinem Leben passiert, dass ihn so werden ließ? Ich würde es gerne wissen. Nicht um zu entschuldigen, auch nicht um zu verstehen, das wäre wohl kaum möglich, aber um zu begreifen.
Wenn man das Dunkle abtut, versteht man das Leben doch nicht in seiner ganzen Bandbreite?
10.01.2006, 21.17| (7/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: nachdenklich
Wassertröpfchenschicksale
10.01.2006, 01.07| (8/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Links
Gedanken zur Bildbearbeitung
Immer wieder lese ich, bearbeitete Bilder seien geschummelt. Na gut. Aber geschummelt an wem? Am Betrachter? An der Kamera! *g* Denn die hat nicht vermocht, das Abgebildete wie erwünscht wiederzugeben.
Die Kamera ist doch keine Heilige der man nicht widersprechen darf?! Ich meine, wenn man versucht, dem was wirklich zu sehen war durch Bearbeitung näher zu kommen, ist es doch legitim? Wenn man Farben aber zu sehr verstärkt ist das in meinen Augen etwas anderes. Aber wenn man schärft, schneidet und die Helligkeit und sogar die Farben dem Original angleicht, ist das schummeln?? Die Kamera schummelt, sie ist nicht perfekt!
Es kommt aber immer sehr darauf an, mit welchem Ziel man bearbeitet. Will man die Natur schönen, sie verbessern, dann kann man doch von "schummeln" sprechen. Aber auch das ist natürlich ein Weg für sich selbst, die Freude ist das Maß. Ich für meinen Teil versuche nur das, was ich gesehen habe darzustellen.
Ist es aber doch nur meine subjektive Wirklichkeit? Ich weiß nicht. Wenn 3 Leute das gleiche Motiv malen sieht man, wie unterschiedlich gesehen wird. Dieses Phänomen fasziniert mich sehr. Gibt es so viele Arten zu sehen wie Daumenabdrücke?
Dass unbearbeitete Bilder zum Kult werden, kann ich aber auch verstehen. Es kommt eben nur darauf an, was man abbildet.
10.01.2006, 00.58| (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Fotos
Kleineres Lebenszeichen
10.01.2006, 00.03| (4/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: heute
es ist zu eigenartig finde ich, liebe Tirilli,
wie Leute Dinge, die sie (wahrscheinlich hoffentlich) in Wirklichkeit total ablehnen würden, mit Faszination oder Begeisterung teils immer wieder ansehen, vielleicht in der Hoffnung daß es ihnen (deswegen?) fern bleibt im richtigen Leben....?
Leider zementieren sie sozusagen mit jedem Ansehen diese schlechte Energie/schlechten Dinge iihre Welt und liefern sich ihnen (durch Gewöhnung und so) mehr und mehr aus. Das einzige: abschalten!
So etwas arbeitet noch nach Jahren mehr oder weniger unbewußt in einem.... und: die Wirklichkeit wahr BESTIMMT schlimmer als die Filmszenen, egal wie grausig die waren!!
Herzliche Grüße, Monika
vom 13.01.2006, 22.20