Thema: Gedichte
Eine gar schröckliche Herbstballade
Auf einer alten Mauer lag
ein Kürbis unverdrossen.
Er hat an jedem Arbeitstag
sein Leben sehr genossen.
Nur Samstags war er angespannt
und fürchtete sein Ende.
Zum Gärtner sah er wie gebannt
ob der ihn etwa fände.
Durch solch Gedanken wurd´ ihm bang
er zeigte leichte Blässe
und überlegte stundenlang
was tun, dass man ihn lässe.
Dann kam der Tag und es war aus,
am Sonntag nach der Messe!
Man hat, kaum aus dem Gotteshaus,
gepflückt, dass man ihn esse.
Die alte Mauer öd und leer
nur spärlich noch behangen
verlockt nun keine Blicke mehr
wird gänzlich übergangen.
© Tirilli

13.10.2005, 11.54 | (4/3) Kommentare (RSS) | TB | PL
Nächtliche Botschaft
Zum Ernährungszwecke
hab ich heute gut gespeist.
Drüben um die Ecke!
Drum war auch mein Blog verwaist.
Nun ist nichts mit Bloggen
kann auch nicht mehr kommentier´n.
Virtuelles Joggen
braucht, ihr wisst, ein wenig Hirn.
Völlerei macht blöde,
drum ist´s besser wenn ich schweige!
Lieber nun ganz schnöde
in mein Bett ich steige.
11.07.2005, 01.57 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Bedacht
Etwas in sich herumtragen
und es erst mal nicht festhalten wollen.
Dem Rumoren Zeit geben
bis es Sprache findet.
Und dann nur zögernd zuhören.
Weil man den Verdacht hat,
dass die Stimme nur sich selbst
und ihre Ahnen kennt.
(c) Tirilli
06.07.2005, 02.12 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
Für meine liebe trauernde Freundin Barbara
Schlußworte der 8. Elegie
Und wir: Zuschauer, immer, überall,
dem allen zugewandt und nie hinaus!
Uns überfüllt´s. Wir ordnen´s. Es zerfällt.
Wir ordnen´s wieder und zerfallen selbst.
Wer hat uns also umgedreht, daß wir,
was wir auch tun, in jeder Haltung sind
von einem, welcher fortgeht?
Wie er auf dem leeren Hügel,
der ihm ganz sein Tal,
noch einmal zeigt, sich wendet, enthält, wählt-,
so leben wir und nehmen immer Abschied.
Rainer Maria Rilke
02.06.2005, 11.21 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Nonsense
A E I O Ü
schrie es in der Früh.
"Was soll das jetzt hei ßen?"
konnt´ich nicht verbei ßen.
And´re riefen, das heißt U!
Zwinkerten ganz fest dazu.
Doch die Mitzi rief jetzt Ö
Und das schon ganz Fröh.
© Tirilli
31.05.2005, 07.04 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Der Tag hatte Wüsten
Otto Lenk
Der Tag hatte Wüsten
in ihr hinterlassen
In der Nacht
lebte sie ihre Träume
Wissend
um die Tage
der Trockenheit
Manchmal gelang es ihr
etwas von den Träumen
in das Morgen zu retten
Dann blühten Blumen in den Wüsten
04.03.2005, 00.17 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
Alleine bist du eine Note...
28.02.2005, 23.34 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
gedichtet
Unser Staatshaushalt der wird
auch von Tirilli saniert.
Ach, sie arbeitet für 2
Steuern zahlt sie allerlei.
Dies am Sonntag ich ersann,
montags ich nicht bloggen kann!
Denn, erlaubt mir zu betonen,
solcherart entsteh´n Pensionen...
28.02.2005, 10.58 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Neuer Klang.
27.02.2005, 11.58 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL