Ausgewählter Beitrag
über das Sterben
Warum kann der Mensch manchmal so schwer sterben?
Was hält ihn? Angst? Die Furcht, es könnte kein Jenseits geben oder alles anders sein?
Wie schrecklich muss so eine Angst sein, wenn man das ganze Leben diesem Drüben gewidmet hat! Da kann der Glaube noch so fest sein.
"Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen" auch der gläubigste Mensch ist davor nicht gefeit.
Oder ist es eben doch nicht so, dass man sich so einfach aufgeben kann?
Andererseits weiß ich von unzähligen Fällen wo man sagte, dass zunächst ein Letztes gefehlt hatte.
In den letzten Tagen im Leben meines Vaters hatten mich immer wieder Krankenschwestern, Ärzte und Bekannte darauf hingewiesen, dass es nach ihren Erfahrungen so sein müsse... und mir Verhaltensregeln anempfohlen.
Er konnte nicht mehr zeigen dass er es wahrnimmt. Trotzdem sollte ich ihm sagen dass ich verzeihe, sollte versuchen etwas zu klären, denn auch er schien nicht sterben zu können.
Ich hatte es gemacht, gesagt was notwendig war. Egal wie es in mir drinnen aussah. Hatte ihm einiges zugeraunt. Ganz leise, denn die Besucher am Nachbarbett starrten die ganze Zeit völlig ungeniert zu uns.
Schlimme Zeiten machen stark, aber das weiß man erst später.
Kommentare zu diesem Beitrag
über das Sterben
Warum kann der Mensch manchmal so schwer sterben?
Was hält ihn? Angst? Die Furcht, es könnte kein Jenseits geben oder alles anders sein?
Wie schrecklich muss so eine Angst sein, wenn man das ganze Leben diesem Drüben gewidmet hat! Da kann der Glaube noch so fest sein.
"Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen" auch der gläubigste Mensch ist davor nicht gefeit.
Oder ist es eben doch nicht so, dass man sich so einfach aufgeben kann?
Andererseits weiß ich von unzähligen Fällen wo man sagte, dass zunächst ein Letztes gefehlt hatte.
In den letzten Tagen im Leben meines Vaters hatten mich immer wieder Krankenschwestern, Ärzte und Bekannte darauf hingewiesen, dass es nach ihren Erfahrungen so sein müsse... und mir Verhaltensregeln anempfohlen.
Er konnte nicht mehr zeigen dass er es wahrnimmt. Trotzdem sollte ich ihm sagen dass ich verzeihe, sollte versuchen etwas zu klären, denn auch er schien nicht sterben zu können.
Ich hatte es gemacht, gesagt was notwendig war. Egal wie es in mir drinnen aussah. Hatte ihm einiges zugeraunt. Ganz leise, denn die Besucher am Nachbarbett starrten die ganze Zeit völlig ungeniert zu uns.
Schlimme Zeiten machen stark, aber das weiß man erst später.
La Volta

Gerade eben war ich in einem beeindruckenden Konzert. Der Lautenist
Jürgen Hübscher gründete das Jugendensemble
"La Volta" in der Musikschule Reinach/Basel-Land (CH). Wer es hört, kann sich nur wundern, zu welch großartiger Leistung Jugendliche angespornt werden können. Das Konzert war humorvoll, spannend musiziert und ideenreich umgesetzt.
Eine Hörprobe gibt es
hier, aber Live klingt das viel besser. Das Stück der Hörprobe ist vielleicht ein wenig zu schnell gespielt, ein klein bisschen Angeberei ist da zu spüren, die man aber locker tolerieren kann. Verdienter frenetischer Applaus und vor Begeisterung kreischende Jugendliche, sogar bei Renaissancemusik, waren auch Musik in meinen Ohren.
In der Webseite findet man übrigens die nächsten Konzerttermine, zum Beispiel in Hamburg, Offenburg oder Stuttgart.
Hörenswert!!
Ist meine Überschrift da unten zu drastisch?
Hätte ich höflicher, sanfter, abgeklärter formulieren sollen? Ist das unobjektiv?
Vielleicht, irgendwie ist mir mein erster Affekt nun unangenehm und ich kann noch nicht genau sagen, warum ich darin einen Fehler spüre. Aber er war ehrlich und deswegen ändere ich das doch nicht, obwohl ich könnte. (Bitte beachten, ich meine nur die Überschrift, zum Inhalt stehe ich!)
Wenn mich jemand deswegen rügen sollte, nehme ich die Kritik an.
Widerwärtig verlogen!!
Gerade eben sah ich in den Nachrichten Bush diese Sätze mit treuherzigem Bubengesicht sprechen:
"Ich appeliere an alle Menschen, eine Kultur des Lebens aufzubauen. Eine Kultur in der alle Menschen geschützt werden."
Klingt doch schön, gell?
Tja, leider sprach er nicht von Irakern oder anderen Menschen außerhalb seines Landes die unter amerikanischer Machtpolitik leiden. Anlass für diese zwei Sätze war der Tod von Terri Schiavo ...oder ....? Nein, nicht wirklich. Es war vielmehr der Aufschrei der amerikanischen religiösen Ultrarechten in diesem Zusammenhang, der ihn zu solchen Worten beflügelte. Sie benützen diesen Fall um sich in den Vordergrund zu spielen.
So sehe ich es zumindest.
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Liebe Tirilli,
ein schwieriges Thema ist das - ich rede nicht gerne über's Sterben. Als ich gestern abend die Nachricht vom Tod des Papstes gehört hab, war es aber dann doch wie eine Erlösung. Der Tod kann tröstlich sein.
Ganz andere Gefühle habe ich, wenn ich an den Tod meines Vaters denke. Es ist nun schon über 20 Jahre her, aber ich habe immer noch Tränen in den Augen, wenn ich an ihn denke. Er war so voller Leben und er fehlt mir immer noch.
Ich konnte mich nie von ihm verabschieden, wahrscheinlich tut es deshalb so weh.
vom 03.04.2005, 11.06