Ausgewählter Beitrag

Was die Seele (vielleicht) ist

Herzlichen Dank allen, die an meiner Umfrage über das Thema "Seele" teilgenommen haben. Eigentlich hätten eure Beiträge schon das "Wortbild" an sich sein sollen. Dann hat aber Renate mehr erwartet. Na gut, eine Frau Bramasole darf man keinesfalls enttäuschen! *g* Hab ich halt gemacht. :-)



z o o m

Für mich waren die Antworten hochinteressant. Denn manches ist so sehr anders als ich es empfinde!
Die Vorstellung über unsere Seele haben wir vermutlich fast ganz allein entwickelt. Über so etwas zu sprechen ist schließlich nicht gerade üblich. Oder weiß jemand, ob er und wann, doch irgendwie beeinflusst worden ist?
Als Kind hatte ich mir ausgedacht, wie die Seele aussieht. Irgendwie ähnlich wie ein Heizkörper, aber mit ganz unregelmäßigen Rippen dümpelte die da in der Brust herum. *ggg*

Zurück zu euren Gedanken. Die größte Überraschung war für mich die Vorstellung von einer Seele im ständigen Wandel. Für mich ist sie unwandelbar in ihrer Ur-Art. Aber sie lernt ständig dazu, das schon.* Für mich ist hier Lernen etwas anderes. Etwa so wie bei einem Krug, er hat seine unveränderliche Eigenart, wird aber immer wieder neu gefüllt.

Komme ich weiter, wenn ich mir vorstelle, dass die Seele sich wandelt?

Bei meiner Recherche zu unserem Thema war ich auf 31 sehr interessante Antworten gestoßen:

transpersonal.com

*Nach dem Kommentar der Trommlerin gestrichen. Ich weiß gar nicht, warum ich das geschrieben habe. Denn ich denke es gar nicht. Lernen ersetze ich durch erfahren. Die Seele wird erfahrener.

Nickname 21.04.2007, 02.17

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Kommentare zu diesem Beitrag

4. von Claudia

Liebe Tirilli,

bin auch Sonntagsausgeruht, hatte einige unsolide Abende :-)

Ich kann dir schon sagen woher ich meine Vorstellung von Seele habe:

auch wenn's Dich verwundert und verblüfft:
aus der Bibel!
Dort steht im Schöpfungsbericht:
Gott hauchte den Odem des Lebens ein und der Mensch WURDE eine lebende Seele!
1. Mose Kapitel 2 Vers 7

oder auch 1. Korintherbrief Kapitel 15 Vers 45
"Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, «wurde zu einem lebendigen Wesen»"

das deutsche Wort Seele kommt von dem hebräischen Wort néphesch, das "das Atmende" bedeutet.

Wobei wir bei der New Catholic Encyclopedia wären (1967, Band XIII, S. 449, 450) auszugsweise heißt es dort:
"Im AT gibt es keine Dichotomie (Zweiteilung) in Körper und Seele ... Der Ausdruck néphesch, obgleich mit unserem Wort Seele übersetzt, bedeutet nie Seele im Unterschied zum Körper oder zur Einzelperson. ... Der [griechische] Ausdruck psyche ist das entsprechende Wort für néphesch im NT. Es kann das Lebensprinzip, das Leben selbst oder lebendes Wesen bedeuten." (Zitatende)

Wieso die Theologie und die Philosophie darüber spekuliert, dass eine Seele ihre Existenz nach dem Tod fortsetzt, hat wohl ihre Ursache in dem Versuch die Endlichkeit des Lebens für den Menschen erträglicher zu machen. Obwohl auch diese Lehre in Verbindung mit der Höllen und Fegefeuergeschichte dazu benutzt wurde die Menschen zu versklaven und die Kassen zu füllen (Stichwort Ablaßhandel).
Doch wo nichts ist das weiterlebt muß auch nichts erlöst werden. Daher war der Kirche nie daran gelegen, dass die Menschen das wahre Wesen der Seele, wie es in der Bibel dargestellt wird, erkennen.

Ich jedenfalls BIN eine Seele, ob eine gute oder eine schlechte steht nicht mir zu zu beurteilen. :D

Jedenfalls war es mir ein Bedürfnis wild zu recherchieren um Dir meine Ansicht zu begründen.

Ganz liebe Grüße
Du Seelchen
C.


vom 22.04.2007, 21.15
3. von Trommlerin

sorry, ich bin's nochmal ...dass die Seelen als Energien existieren KÖNNTEN,
das hab ich vergessen zu schreiben.
;)

vom 21.04.2007, 11.02
2. von Trommlerin

Danke für deine Antwort. :) Oh liebe Tirilli, das ist ja ein so komplexes Thema ... Gerade hab ich nochmals über die Unwandelbarkeit der Seele achgedacht. Wenn wir z. B. von einer vergifteten Seele sprechen, ist es nach meinem Verständnis, unser Geist, welcher “vergiftet“ ist. Unsere Seele ist ein geschützter Raum, sie bleibt unberührt, für mich ist die Seele vollkommen und heil. Ich denke da nicht unbedingt an Wiedergeburt, wenn ich mir vorstelle, dass unsere Seelen unsterblich und unzerstörbar sind.

Aber ... ich habe mir auch vorgestellt, dass die Seelen als Energien existieren
und, Energie ist wandelbar ...
Liebe Grüße, von der weiter nachdenkenden ~ Trommlerin



vom 21.04.2007, 10.55
1. von Trommlerin

Liebe Tirilli,
dir ist ein wunderschönes Seelenbild, mit den zusammengetragenen Definitionen
gelungen, vielen Dank! Jeder der Gedanken ist für mich stimmig. Du sagst, die Seele sei für dich unwandelbar und so sehe ich es auch. Auch, dass die Seele der älteste Teil von uns ist. Für mein Gefühl und Verständnis, sind unsere Seelen schon immer da gewesen, also bevor wir geboren wurden, und werden immer da sein, auch, wenn wir gestorben sind.

Deshalb glaube ich nicht, dass unsere Seele dazu lernt, sie hat schon alles emotionale Wissen von jeher. Meine Sichtweise resultiert sicher daraus, dass ich zwischen Seele und Geist unterscheide, unser Geist lernt lebenslang dazu.

Danke für dieses Thema! Liebe Grüße ~ die Trommlerin



vom 21.04.2007, 09.31
Antwort von Nickname:

Danke liebe Trommlerin! Als dein Kommentar kam, hatte ich gerade, noch halb schlafendend, den Compi hochgefahren und konnte noch nicht denken. Gut so, ich merkte, dass ich ja gar nie empfand, dass die Seele lernt. Die Seele hat den Geist dazu? Aber der Geist ist doch ein Teil von....? Von ihr also nicht...? Vom Ganzen? Ja ist die Seele für sich unvollkommen? Ah ja, mir scheint plötzlich, sie ist.

Die Seele ist für sich allein unvollkommen.

Mir ein ganz neuer Gedanke! Die menschliche Seele bekam Geist und dadurch wurde sie unsterblich......? 
Übrigens, ich denke nicht, dass wir mehrmals leben....müssen.
Danke für deine anregenden Worte!
Liebe Grüße!

Was die Seele (vielleicht) ist

Herzlichen Dank allen, die an meiner Umfrage über das Thema "Seele" teilgenommen haben. Eigentlich hätten eure Beiträge schon das "Wortbild" an sich sein sollen. Dann hat aber Renate mehr erwartet. Na gut, eine Frau Bramasole darf man keinesfalls enttäuschen! *g* Hab ich halt gemacht. :-)



z o o m

Für mich waren die Antworten hochinteressant. Denn manches ist so sehr anders als ich es empfinde!
Die Vorstellung über unsere Seele haben wir vermutlich fast ganz allein entwickelt. Über so etwas zu sprechen ist schließlich nicht gerade üblich. Oder weiß jemand, ob er und wann, doch irgendwie beeinflusst worden ist?
Als Kind hatte ich mir ausgedacht, wie die Seele aussieht. Irgendwie ähnlich wie ein Heizkörper, aber mit ganz unregelmäßigen Rippen dümpelte die da in der Brust herum. *ggg*

Zurück zu euren Gedanken. Die größte Überraschung war für mich die Vorstellung von einer Seele im ständigen Wandel. Für mich ist sie unwandelbar in ihrer Ur-Art. Aber sie lernt ständig dazu, das schon.* Für mich ist hier Lernen etwas anderes. Etwa so wie bei einem Krug, er hat seine unveränderliche Eigenart, wird aber immer wieder neu gefüllt.

Komme ich weiter, wenn ich mir vorstelle, dass die Seele sich wandelt?

Bei meiner Recherche zu unserem Thema war ich auf 31 sehr interessante Antworten gestoßen:

transpersonal.com

*Nach dem Kommentar der Trommlerin gestrichen. Ich weiß gar nicht, warum ich das geschrieben habe. Denn ich denke es gar nicht. Lernen ersetze ich durch erfahren. Die Seele wird erfahrener.

Nickname 21.04.2007, 02.17| (4/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: nachdenklich | Tags: Gedanken

Die Seele?

Bitte sag mir, wo ist denn für dich die Seele? In der Brust? Oder im Kopf?

Ich kann mir denken: "in der Gesamtheit" werden manche antworten.
Aber! Empfindest du bei "Kopf" mehr Bedürfnis zu widersprechen als bei "Brust"? Viele tun das. Aber warum denn dies? Etwa, weil das Herz auf Gefühlsregungen reagiert? Der Verursacher aber, das Gehirn wird also vergessen? Immer diese Gefühlsbetontheit...tz tzz. ;-)

Als wenn die Seele nur die Summe der Gefühle wäre.

Es gibt nichts, das so schwer definierbar ist wie Seele. Wir wissen nicht einmal wo sie ist. Und trotzdem glaubt fast jeder an sie.

Ich habe eine Bitte.

Lieber Leser, könntest du den Satz dort unten für uns alle vervollständigen?


Ob mit oder ohne Nachdenken, ob einfach nur aus dem Bauch heraus, oder intellektuell. Ob analysierend, meditativ oder kunstvoll. Oder blumig, andeutend, umschrieben, schlicht... alles ist willkommen!
Ich werde dann alle Sätze aus dem Kommentarfeld direkt hier reinkopieren. Ein Bild aus Worten wird entstehen. Unser gemeinsames Bild der Seele. Ich bin schon sehr gespannt, was für ein Bild das sein wird!
Ich selbst mache einfach mal den Anfang.

Seele ist für mich.....

.....der älteste Teil von mir. [Tirilli]

.....der Dornröschenkuß des Schöpfers. [Bärenmami]

.....mein innerstes Leben. [Gabriela]

.....der Spiegel meiner Wünsche, Träume, Sehnsüchte. [Renate]

.....der beste Wegweiser und Ratgeber [Edith]

.....mein innerstes Licht [Anne]

.....mein innerer Himmel [Trommlerin]

.....mein inneres Zuhause. [Christina]

.....das Lebendige in mir. [Helga]

.....mein innerer Garten, der in den Grundzügen angelegt ist,
sich aber jahreszeitengleich in einem ständigem Wandel befindet.
.....meine Wohlfühloase. [Anette]

.....das Geschöpf an sich. [Claudia]

.....dort wo das Leben existiert. [Inge aus HH]

.....mein Weiterleben... [Namu]

..... das ICH, das was bleibt wenn ich nicht mehr bin! [Kerstin]

.....mein innerster Kern, das, was wirklich mein ICH ausmacht.
[Astraryllis]




Vielen Dank, dass ihr etwas so sehr Privates mit anderen teilt! Ich finde das nicht selbstverständlich...

Nickname 20.04.2007, 01.19| (17/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: nachdenklich | Tags: Gedanken

Beethovenklänge aus Bonn

Heute besuchte ich das Konzert des Beethovenorchesters Bonn.
Unter der Leitung von Roman Kofman wurde die Ouvertüre "Leonore" und die Symphonien Nr. 7 und 8 von Ludwig van Beethoven gespielt.

Sie spielten in meinen Augen sehr deutsch! ;-)

Präzise, klangvoll, gekonnter "Beethovenstil", wuchtiges, manchmal schneidendes Portato, gute Tempi. Eben Beethoven wie er "gehört". Ein aufregendes Klangbad, wie es keine CD wiedergeben kann. Was mir fehlte, war der romantische Anteil in Beethovens Musik, ein wenig Schmelz in den Themen, freiere Schlüsse.

Aber macht nichts, ich bin für die Vielfalt, erst recht bei Interpretationen. Ein österreichischer Beethoven hat vielleicht mehr Romantik, aber dafür vielleicht manchmal nicht so kraftvoll feste Dynamik. Jedes hat seine Berechtigung.

Nur am Programm habe ich zu mäkeln. 2 Symphonien des gleichen Komponisten hinterienander ermüden. Auch die Musiker. Das hörte man! Die Siebente war viel schöner gespielt als die Achte!

Nickname 20.04.2007, 00.32| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Musik | Tags: Kulturkritik

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