Blogeinträge (themensortiert)

Thema: nachdenklich

Verstand gegen Gefühl

Weil ich angesichts der Nachrichten manchmal so empört und wütend bin.....
 .... und das Wort Islam fast nicht mehr hören kann....
Weil ich vom Ungeist dieser Zeit auch angesteckt zu werden drohe...
 .... im dem ich mich manchmal dabei ertappe, "die da seien so und so" zu denken....

                          ....
habe ich mir dieses Video verordnet.

Nur das Gute, wenn es auf das Böse stößt und von diesem nicht angesteckt wird, besiegt das Böse.

Leo Tolstoi

Nickname 28.02.2015, 01.27 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Vielfalt

Falls es einen Schöpfer gibt, kann man nur eines über ihn ganz sicher sagen: Er hat es auf größtmögliche Vielfalt angelegt. Das lehrt uns die Beobachtung der Natur zu der wir ja auch gehören und in der sich alles Denkbare immer wieder in neuer Form entwickelt.

Dem entsprechend entstehen auch unendlich viele Gedankenwelten. Warum sollte ausgerechnet die geistigen Welt denn nicht auch so vielfältig gewollt sein? Man bedenke: Das Gegenteil von Vielfalt ist die Einfalt!

Nur schade, dass diese so naheligende Tatsache in den drei großen Buchreligionen so gar keine Beachtung findet.

Man stelle sich mal vor, in den heiligen Büchern würde etwas davon geschrieben stehen!

Wie viel Leid hätte verhindert werden können! Zweitausend Jahre Gemetzel im Namen der Religion, nur, weil nichts davon verlautet, dass Gott die Vielfalt wolle und damit auch die Anerkennung aller seiner Werke. .....falls es ihn denn gäbe.

Aber diese Bücher sind zuallererst von den Kulturen, aus denen sie entstanden sind geprägt. Und das ist der "menschelnde" Teil an ihnen. Die andere Seite, das Spirituelle und die Aufforderung, möglichst "gut" zu handeln, schätze ich aber schon.

Nickname 25.02.2015, 02.27 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Das echte Weihnachten

Ein besonders schönes Weihnachtslied, das vielleicht nur wenige kennen, stammt aus Kärnten. Es wirkt leicht wehmütig, wie fast alle unsere Volkslieder. Es klingt zwar nach Art unserer Volksweisen, aber der Komponist und der Texter lebten vor nicht langer Zeit.

Ich habe bemerkt, dass es inzwischen sogar in Deutschland gesungen wird. Selten, aber doch. Und deswegen will ich hier mal vorstellen, wie es nach unserer Art gesungen wird, also die echte Version.

Aber vorher will ich etwas zum Text sagen, den ich aus Copyright-Gründen höchstens verlinken darf.

Der Text ist voller Sinnbilder und spricht von den Plagen des Daseins und der Hoffnung des Glaubens:

Jemand kämpft sich durch die kalte Nacht im Schneetreiben zur Krippe hin. Er sieht keinen Weg mehr, der Schnee verweht ihn beinahe.
Doch ein Leuchten treibt ihn weiter. Er wird nicht verlassen sein, er muss sich nicht fürchten, denn das Kindlein wird uns allen ein Weg sein.
Das Kind wird trösten und tragen, es wird das Licht sein, durch seine Liebe wird der Schnee dem Wandernden nichts anhaben können.

Weast mei Liacht ume sein (Musik - besser nicht zu viel hinsehen, da ist wieder das Weihnachten mit Weihnachtsmann und co. das zum Lied so gar nicht passt!) und hier der Text.

Dies ist mein Beitrag gegen das, was heute Weihnachten ist. Oder besser gesagt, gegen das, was die Werbeindustrie uns angetan hat. Sie hat den Weihnachtsmann in den Vordergrund gerückt, weil man mit dem so gut verdienen kann. Und sie hat uns vom eigentlichen Sinn des Festes weit entfernt. Wir haben uns leider verführen lassen.

Nickname 24.12.2014, 02.44 | (4/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wieder da...

Es war nichts, ich hatte nur eine Schreibhemmung. Weil ich massiv das Gefühl hatte, nicht mehr so formulieren zu können wie damals, am 31, Oktober, also im letzten Beitrag. Es war ja alles, was ich voll Herzblut niedergeschrieben hatte, verloren gegangen. Ich hatte nämlich nicht zwischengespeichert, was im Blog grundsätzlich nötig ist wenn man länger braucht.

Auch hatte ich hatte Sorge, dass es nachträglich nicht mehr wahrhaftig sein würde. Und außerdem fragte ich mich, ob ich alles jetzt ein paar Tage später vielleicht doch wieder anders sehen würde. Und dann war da noch das Gefühl, dass mir das alles über meine Kräfte geht oder zumindest zu anstrengend ist. Denn wie ich unten schreibe, ist mein Weltbild ähm...sagen wir mal... ein bissl angeknackst.
Tjaja.... pff...
Entschuldigung an alle, die da auf etwas warteten! Inzwischen steht unten ja was, aber halt knapper als vorher.

Nickname 10.11.2014, 03.06 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Ohne Illusionen...

Entspannte Gesichter....



... so wie es in einer Gesellschaft sein sollte, so wie man sie bei uns oft sieht, so wie es gewünscht ist.

Und was liest man aus den folgenden?



Das Leben hat sie mehr oder weniger gezeichnet. "Das Leben" meint wohl meist: Die Menschen rundherum. Und deren Lebensregeln und Ideologien, was man sich damit antut... bis man sie oft selbst übernimmt. 

Was ist mit dem?



Er ist zum fürchten. Vielleicht ist er bald bereit zuzuschlagen. Oder das täuscht und er hat einfach nur Angst. Was hat ihn so gemacht?



Diese hier sind eindeutig bereit für kriegerische Handlungen.

Diese lebensechten Menschen die es auch wirklich gab, lebten übrigens am Ende der Gotik, bzw. am Anfang der Renaissance, also um 1500, auch wenn jenen im letzten Bild die Hüte erst im 19. Jahrhundert aufgesetzt wurden.

Ihre Mimik lässt mich an das Gemetzel unserer Zeit denken. Speziell an die fürchterlichen Geschehnisse in Syrien und Irak.

Und jetzt bin ich, wo ich hin wollte, zu den religiösen Fanatikern, den Salafisten und den Schlächtern der IS.

Sie lassen mich gedanklich nicht mehr los.
Sie verleiten mich zu bösen Gedanken. "Das Böse bekommt Junge"

Die Geschichte wiederholt sich, die Nazis, die Stalinisten, Pol Pot, Ruanda....immer dasselbe.

Aber dieses Mal ist es für mich anders. So intensiv, wie der Horror menschlicher Verirrungen heutzutage über die Medien direkt in unseren Alltag gellt, war es für mich noch selten. Ich empfinde alles als so ausweglos, weil ich daran denke, dass jede Idee, die mal in die Welt gesetzt wurde, auch bleibt. Sie ist wie ein Virus, der immer wieder mal auftaucht und vor dem man sich fürchten muss.

Und immer wieder frage ich mich, was hat sie so werden lassen?  Was, um Gottes Willen war in ihrem Leben geschehen das sie zu solchen Monstern werden ließ? Warum dringen nur die grausamen Suren in ihr Herz und alle anderen, die barmherzigen, werden gar nicht wahrgenommen? 

Es muss an ihrer Lebensgeschichte liegen!

Die Geschehnisse haben mich verändert. Mein Menschenbild ist ins wanken geraten und ich weiß, das ist gar nicht gut. Denn vom Menschen zuerst Gutes zu denken, ist allemal glücksbringender. Das Privileg, Gutdenkende zu sein war mir stets bewusst.

Von Religion will ich nun gar nichts mehr hören und der spirituelle Teil in mir, seit der Kindheit war er ganz tief verwurzelt, verkümmert schmerzlich. Oder doch nicht? Manchmal erwische ich mich noch bei Gedanken an Seele und ahnbare tiefere Zusammenhänge, aber meist bin ich verwirrt, ich weiß einfach plötzlich nicht mehr, wie ich die Schöpfung sehen soll.

Was ich verloren habe, ist noch nicht durch Neues ersetzt. Ich habe den sicheren Boden verlassen und kann mich nirgends mehr festhalten.

Aber seltsam, es geht mir seelisch trotzdem so halbwegs, bin recht entspannt, das kleine Glück des Alltags genießend. Das, was halt mein kleines Leben ist, so ganz allein. Versöhnt bin ich aber damit, so ist es mir die letzte Zeit meist gut genug. Möge wenigstens das möglichst lange so bleiben!

Nickname 31.10.2014, 02.51 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Heiligsprechung

Seit heute sind also Johannes Paul II. und Johannes XXIII heilig, was immer das auch bedeuten mag.

Ich wüsste gerne, warum die Katholische Kirche das macht. Damit die Schäfchen jemanden mehr für den gewohnten Umweg beim Beten haben? "Heiliger Soundso, bitte für mich!"

Vor Jahrhunderten, als noch hierarchisch gedacht wurde, hatten sich die Menschen vielleicht für zu kleine Würmchen gehalten, um mit dem Allerhöchsten selbst zu sprechen. Aber heutzutage?

Mir ist das fremd. Davon abgesehen vermute ich, dass Zehntausende der anonymen "kleinen Würmchen" auch heilig sein würden, falls es diese Kaste im Himmel überhaupt gäbe. Jedenfalls waren sicher so einige vorbildlich, aber halt im Stillen.

Ich bin nicht katholisch erzogen worden, aber aus musikalischen Gründen war ich schon sehr oft in Messen. Ich pickte mir dann immer aus dem mir etwas eingefroren scheinenden Ablauf irgendwas heraus, worüber ich nachdenken konnte, oder das mich ansprach.
Diesmal am Karfreitag fiel mir das schwer wie nie, zu sehr wurde Jesus wie Gott selbst dargestellt, was immer weniger meinem Glauben entspricht. Für mich war er schon mehr als ein Prophet. Aber eben nicht Gott selbst.
Diesmal umschrieb der Pfarrer, was "Hades" auch noch bedeutet. Blindheit zum Beispiel. Das fand ich gut!



Ich will jetzt keinem Katholiken zu nahe treten, oder ihn gar kränken und wollte nur meine Entferntheit von dieser Glaubensrichtung darlegen, die für mich sehr weit weg vom ursprünglichen Christentum der Bibel scheint.
Jetzt, nach diesen Heiligsprechungen von Kirchenoberen ist mir diese Kirche nochmal um vieles fremder geworden.

Nickname 28.04.2014, 00.16 | (6/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Bloggergedanken

Ich hab gerade ein bisschen innere Schwierigkeiten mit dem Bloggen.
"Was kann ich denn erzählen, was auch ein bisschen interessieren würde."

Dabei hätte ich inzwischen wieder einige Sachen zu berichten gehabt.
Aber immer wieder: "Ach, wen interessiert das schon."

Vorbei die Zeiten, wo ich unbefangen geschrieben, gemalt, gedichtet und geblödelt hatte. Was war das schön! Aber damals hatte ich noch viele Freunde hier, die hatte ich dabei schon sehr im Auge. Sie sprach ich an, auf ihre Reaktion freute ich mich und besuchte sie auch gerne in ihren Blogs. Dieses Hin und Her war wichtig. Aber dann ließ ich allmählich nach, besuchte die anderen immer weniger, so dass viele allmählich verschwanden oder weiterzogen.

Aber am entscheidendsten war damals: Ich bekümmerte mich um nichts. Tat einfach, egal ob kindisch oder mit Themen für eine kleine Minderheit, es war wurscht was man darüber dachte, es reagierten eh immer alle so nett.

Und jetzt? Manchmal stelle ich mir vor, ich würde das Blog abrupt aufgeben. Kurzer Abschidsgruß, dann weg und Schluss. Aber das schaffe ich auch nicht. So dümpelt das dahin.

Die Sache ist die, dass ich verlernt habe, einfach nur so für mich zu bloggen. Bring es grad nicht hin, was Blogger so tun: Sie machen sich die Freude und kümmern sich nicht weiter um tiefere Sinnhaftigkeit. Die Kommunikation macht´s, aber genau daran bin ich durch meine Inaktivität gescheitert. Weil der Smalltalk im Grunde nicht meines ist. Das war schon immer so, nur in Richtung Blödeln konnte ich und was hatten wir rumgescherzt, hach!

Freude durch Freunde, das wird mir so richtig bewusst.

Ja doch, aber ich mache noch ein bisschen weiter. Aber halt nicht mehr so oft.

Nickname 06.04.2014, 00.12 | (6/6) Kommentare (RSS) | TB | PL

Das Gleichnis mit dem Acker

Eben im Fernsehen gehört:

Die Seele eines Kindes ist wie ein frischer Acker. Trampelt man mit Gummistiefeln darauf herum, entstehen tiefe Furchen. Trampelt man über längere Zeit darüber, verhärtet sich der Boden des Ackers.

Solch verhärtete Erwachsene kennen wir alle. Manche sind sogar zu so einigem fähig. Aber natürlich sollte man auf keinen Fall verallgemeinern. Jedenfalls sind sie so nicht geboren worden!

Vielleicht würde es helfen, in seinem Gegenüber öfter mal das innere Kind wahrzunehmen?
Ob es dann nicht friedvoller zugehen würde? Oder wenigstens dies: Ob Menschen dann vielleicht nicht so achtlos wie üblich wären und sich verbale Verletzungen schon auch mal verkneifen könnten?

Nickname 03.03.2014, 00.23 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Verschiedene Wahrheiten

Kennt ihr diesen Moment, in dem man überrascht spürt, dass man etwas, von dem man bisher dachte es zu wissen, in Wahrheit nur an der Peripherie wahrgenommen hatte?
Es ist wie mit dem Schulwissen das einen scheinbar befähigt, mitzureden. Aber in Wahrheit handelt es sich oft nur um Scheinwissen.

Ein diesbezügliches Aha-Erlebnis hatte ich unlängst bei einem Gespräch.

T: "Ich habe gegoogelt, was es für psychische Gründe für diesen immensen Geiz geben könnte und da...."
A: "Da brauchst doch nicht immer herumpsychologisieren, manche sind halt geizig und fertig!"
B: "Genau, das liegt in den Genen!"
T: "Lasst mich doch ausreden! Und da fand ich mehrere Einträge die darauf hinweisen, dass Geiz und Gier Geschwister sind!"
A: Du musst nicht immer nach Ursachen suchen, Menschen sind halt so oder so!

Da fühlte ich plötzlich ganz tief, wie sehr mein Menschenbild sich von dem mancher anderen unterscheidet.

Doch, ich wusste schon vorher von den so verschiedenen Wahrheiten!

Aber es war eben nur Scheinwissen gewesen, in dem Moment erfasste ich es erst wirklich. Und seltsam intensiv spürte ich den Urgrund meines Menschenbildes der tatsächlich davon ausgeht, dass alles Unheile aus problematischer Vergangenheit entsteht. Und zusätzlich empfand ich klar, wie sehr mich diese Annahme immer wieder zu Mitleid veranlasst.

Ich will dabei bleiben, jetzt erst recht und ganz bewusst....

Einen interessanten Artikel zum Geiz findet man hier.

Nickname 04.08.2013, 01.44 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Glüchsbarrieren

Ein kleines afrikanisches Dorf, weit abseits. Die Menschen hatten nicht viel, aber sie waren fröhlich, mehr noch, sie wirkten sogar recht glücklich. So war ihr Leben immer schon gewesen und sie kannten gar nichts anderes.
Aber eines Tages kam ein Fremder. Er erzählte von der Welt aus der er kam, von den Reichen und was man dort so alles besaß.
Es kam, wie es kommen musste. Die Einwohner des Dorfes verglichen ihr Leben mit dem der Anderen. Nun konnten sie ihr eigenes Leben nicht mehr so betrachten wie zuvor, Unzufriedenheit machte sich breit. Sie hatten ein Stückchen ihres Glücks verloren.

Diese Episode aus dem Buch "Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück" von François Lelord hat mich sehr aufgerüttelt und ich habe sie nie mehr vergessen.

Sich zu vergleichen macht zu einem gewissen Grad unglücklich!

Leider sind wir Menschen aber auch so beschaffen, dass wir im umgekehrten Fall, nämlich, wenn wir im Vergleich sehen, um wie viel besser es uns doch geht, nicht unbedingt glücklicher werden können. Höchstens mal kurz dankbar. Aber das war´s dann auch schon.

Womit ich beim Anlass für diese Zeilen bin.

Wohnt ihr schön? Seid ihr zufrieden mit eurer Wohnung / eurem Haus? Oder leidet ihr darunter, wünscht euch sehnsüchtig etwas Besseres? Vielleicht fühlt ihr sogar drückende Beengtheit?

Hach, kommt doch mal mit und schaut euch das an, aber ich wette, es würde diejenigen, die unzufrieden sind, nicht glücklicher machen. Wir sind halt nun mal so beschaffen, wir Menschen und das ist wohl kaum änderbar.

Das Glück findet sich eben nicht im Materiellen und wenn mal doch, dann dauern solche Glücksgefühle immer nur sehr kurz.

Wohnen mit Platzproblem

Nickname 11.03.2013, 01.32 | (6/3) Kommentare (RSS) | TB | PL