Blogeinträge (themensortiert)

Thema: nachdenklich

Ein neues Hoffen

"Die alte Schuld sei ausgestrichen
und ausgetilgt der alte Fluch"

(Aus einem Gedicht von Karl von Gerok)

So las ich bei Engelbert. Es ist ein wunderschönes Gedicht, dieser Wunsch klingt gut, aber ist er real?


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Die alten Geister werden wir nicht mehr los, sie sind in uns und begleiten uns auf allen Wegen.
Aber man kann sich mit ihnen versöhnen, ihren Sinn begreifen und sie so für sich nutzbar machen. 
Und eines Tages, wenn wir ganz unbefangen zurück blicken können, dann haben wir viel mehr gewonnen als aller Reichtum dieser Welt uns bieten könnte:

Innere Freiheit für eine neue Zukunft!

Nickname 31.12.2005, 17.13 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Fernsehtipp

Heute 23.05 Uhr in ORF 2

In der immer interessanten religionsphilosophischen Reihe "Kreuz & Quer" ist heute das Thema:

Die Erschütterung - Leben nach dem Tsunami

"In Extremsituationen wie der Flutkatastrophe in Asien stoßen Menschen an ihre Grenzen. Ausgelöst durch ein Seebeben, hinterließ die Tsunami-Katastrophe vom 26. Dezember 2004 auch eine Erschütterung im Weltbild der Betroffenen" schreibt der Redakteur des ORF.

Nachdem ich gestern die erschütternde Dokumentation über die Katastrophe gesehen hatte interessiert mich heute eher, wie Menschen durch ihre schrecklichen Erlebnisse ihr Weltbild verändert haben. Ich denke, man kann von ihnen etwas lernen. 

Nickname 20.12.2005, 22.27 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Elisabeth Kübler-Ross

Heute war im 3sat ein Dokumentarfilm über diese berühmte Sterbeforscherin. Leider habe ich ihn erst ab der zweiten Hälfte gesehen, hoffentlich wird der Film "Dem Tod ins Gesicht sehen" bald einmal wiederholt! Ich war wieder einmal fasziniert von dieser Frau, die so unendlich viel für die Sterbebegleitung geleistet hat.

Oft hätte ich gern mitgeschrieben, so interessant sprach sie.

Besonders beeindruckte mich, als sie von ihrem Besuch im Vernichtungslager Treblinka erzählte. Dort fielen ihr viele von Kindern an die Wände geritzte Schmetterlinge auf. Ein Gleichnis für den Tod bedeutete das für sie. Elisabeth Kübler-Ross ist überzeugt davon, dass unser Körper einem Kokon gleicht der sich öffnet wenn er zu sehr verletzt ist und unsere Seele wie einen Schmetterling in eine neue Ebene entlässt. Die Kinder dort in diesem Grauen des Vernichtens hätten es erahnt meinte sie. "Gewusst" sagte sie sogar.

Ich glaube auch daran.

Nickname 04.12.2005, 23.56 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Warum gibt es Schönheit?

Sie wird evolutionsbedingt nicht gebraucht.
Ist sie eine Art Gottesbeweis, oder bilden wir sie uns nur ein?

Für mich ist sie Quelle meines spirituellen Denkens. Wenn ich Schönes sehe scheint mir eine Schöpfung aus reinem Zufall unmöglich.
Manchmal kommt sie mir wie eine Entschuldigung für all die unsäglichen Hässlichkeiten vor.

Sie hilft uns, manches zu ertragen.

Aber sie ist auch einfach da, für niemanden, einfach so. Da denke ich zum Beispiel an die Tiefen des Ozeans, dort wo nie ein Licht hinkommt. Auch dort findet man die schönsten Farben und Formen.

Die Schönheit jenseits unseres erfahrbaren Sinnessystems ist aber das tiefste Geheimnis.
Ich spüre sie wenn ich ganz still den Himmel betrachte. Aber manchmal fühle ich sie auch durch den ganzen lauten Trubel hindurch, gerade wenn ich mittendrin bin.

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Nickname 21.11.2005, 12.14 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Lasst mich einmal lamentieren!

Liebe Stammleser, irgendwie denke ich, ihr könntet in letzter Zeit erwartungsvoll in meinen Blog geklickt haben, dann aber enttäuscht worden sein.

Die lustige Tirilli, wo ist denn die?

Ich empfinde eine Erwartungshaltung eurerseits und fühle mich manchmal davon beeinflusst. Eh meistens lustvoll aber nicht immer.

Tja, die heitere Tirilli ist schon noch da, im Moment fühlt sie sich aber herbstlich erdenschwer.

Ich kann im Moment gar nicht verstehen warum ihr überhaupt so treu immer wieder hier lest. 
Ich empfinde alles als blöd was ich so machte und schrieb. Es wiederholte sich, Fotos, die Art etwas zu sagen, der Stil bekommt Patina. Die politischen Anliegen sind auch schon alle weggeschrieben.

Wieder mal eine Bloggerkrise. Soll ich überhaupt noch weitermachen, frage ich mich manchmal?
 
Danke jedenfalls für eure Treue!

Nickname 20.10.2005, 12.29 | (9/7) Kommentare (RSS) | TB | PL

Noch einmal "Katarina"

Diesen Link habe ich heute zugeschickt bekommen:

Dramatische Bilder auf der Webseite der New York Times. Vom Sturm, aber auch von den folgenden Tagen.

Nicht ganz aktuell, aber dann wieder teilweise leider doch. New Orleans wurde ja durch "Rita" wieder überschwemmt.

Nickname 25.09.2005, 19.25 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Eiskalte Gefühle

Solche Reaktionen sind für mich immer wieder ein Schock.

Sie lassen ahnen, wie viel Unglück in der Welt auch durch Gedankenlosigkeit entsteht.

Denn helfen wird ganz allgemein jemand der schnell "selber Schuld" ruft vermutlich kaum.

Es ist immer wieder die Unfähigkeit mitzuempfinden, die über Menschen drüber fährt wie ein Orkan.

Nickname 24.09.2005, 12.37 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Simon Wiesenthal ist tot.

Aus diesem traurigen Anlass hat der ORF sein Programm geändert, es läuft gerade eine sehr interessante Dokumentation über ihn in ORF2 !

Erschütternd tragisch und berührend , aber man darf die Ohren nicht verschließen.

89 ermordete Verwandte war die Bilanz des Krieges in seiner Familie.

Er aber wollte nicht Rache sondernnur Recht und Gerechtigkeit.

Nur wer nicht vergisst kann neuen Anfängen wehren.

  Über Simon Wiesenthal

Nickname 20.09.2005, 20.37 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Katarina

Bilder der Verwüstung

Neu ist dieses Bild, schlimm, man kann sich´s kaum vorstellen.

Mich würde interessieren: Wie weit geht die Hilfe der Gesellschaft? Sei es staatlich oder privat.

Nickname 30.08.2005, 10.53 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Über diesen Header:

Karin schrieb, der Header zeigt, dass es in mir rumoren würde. Zu wenig rumort es liebe Karin, ich sollte lieber mehr strampeln und genau das ist ein Problem und daran soll das Bild mich erinnern!

Erowyinn sagte vorgestern, sie hätte den Eindruck dass ich in mir ruhe. Das stimmt schon eher.

Der Header zeigt in der Mitte wie ich bin. Heitere Grundstimmung, entspannt, lustig, aber manchmal auch mit dickem Trauerrand.

Traurig, über meine Unfähigkeit, einen Sprung zu wagen. Links, das sieht eigentlich wie ein Fallen aus. Das Fallen-Lassen geht dem Sprung voraus.

Die Ängste fallen lassen und los!

Ich fürchte den Gewaltakt, er katapultiert mich in ungeschützte Sphären. Er kostet mich so viel Kraft und Mut, dass ich meine, daran zugrunde gehen zu können.

Nur noch selten träume ich davon. Über den Riesensatz mit dem ich hinaus aus meiner Höhle der Ängste entkommen könnte. Denn ich ruhe wohlig in ihr und vergesse immer mehr, was mir so sehr fehlt.

Natürlich die Liebe.

Nickname 24.08.2005, 10.32 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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