Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Geschichtchen

An der Kassa

Die Pensionistin vor mir hatte wohl gerade etwas beanstandet, denn das Referat der Kassiererin tönte beeindruckend klangvoll hinter den gestapelten Kaugummis hervor. Während ich die Ware auf das Gummiband legte kramte nun die Kundin umständlich kleine Kupfergeldstückchen aus der Tasche und das dauerte eine kleine Ewigkeit. "Brauchen Sie Kleingeld?"
Das beredte Schweigen der Kassiererin war nun auch nicht zu überhören,  bis zum letzten in der länger werdenden Menschenschlange drang dieser stumme Protest.

Nun aber zog unsere Pensionistin eine Rebe weißer Trauben aus der Verpackung und sprach:
"Mal nachzählen wie viel nun jede einzelne Traube gekostet hat.... eins, zwei, drei..." Der Zeigefinger wanderte schön langsam und geordnet von Traube zu Traube und durch die lange Reihe ging ein inneres Beben. Aber alles lauschte schweigend dem Schauspiel und niemand vertrat sich die Füße.
Schneller als mein alter Mathematikprofesser es geschafft hätte tönten plötzlich triumphierend vier schlichte Worte von der Kassierin her: "Zwei Cent pro Stück!"

Und es klang gar nicht vorwurfsvoll.

Nickname 22.11.2005, 11.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Ein Drama in 20 Bildern ;-)


Sei immer treu und löblich
oder:
Wie Frau Ente K. das Fürchten lernte

(Name der Redaktion bekannt)



Eine gar tragische Geschichte, zu finden in der linken Spalte dieses Blogs.

Nickname 27.10.2005, 22.34 | (10/8) Kommentare (RSS) | TB | PL

Begegnung beim Frühstück im Hotel



Eine Berlinerin erhebt sich von ihrem Frühstück und eilt, gefolgt von ihrem Begleiter dem Nachbartisch zu.

(Meist langsam zu rezitieren.)

Berlinerin: "Ja jetzt erkenn ich Sie! Sie warn doch die, die letztes Jahr den gleichen Badeanzug anjehabt hat wie icke! Ja sind Se denn auch wieder da?"
Wienerin: "Sie müssn mi leider entschuldign!"
Berlinerin: "Wieso!"
Wienerin: "Ja wissens, i hob grod guate Bekonnte verabschiedet und dann muaß i donn immer so viel weinen"
Begleiter der Berlinerin: "Ach! Ja Sie haben aber ein gutes Herz!"
Wienerin: "Wieso!"
Er: "Ja wenn sich Ihr Herz dann so regt!"
Wienerin: "Jo so bin i holt!"

Hiermit bestätige ich, an dem Dialog nichts verändert zu haben! *g*

Nickname 10.09.2005, 22.29 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

In See gestochen mit....

.... dem Tretboot! :-) *gg*

Hier fuhren wir also, das Boot sieht man nicht, es war ja unter mir :-)


(Bild vergrößert sich durch anklicken)

Ein sanfter Wind regte sich, alles strahlte, der See spiegelte den Himmel in schönsten Farben. (Ich habe die Wasserfarbe auf diesem Foto nicht manipuliert! Bei keinem der folgenden Bilder! Eher umgekehrt, manche waren zu farbig!) Der Wörther See ist hell, warm und sein Farbenspiel überrascht und begeistert Gäste immer wieder.


Wir geprüften Seehasen vom Wörther See entschieden aus Erfahrung, die Richtung gegen den Wind zu wählen, zurück würden wir schnell und leicht heimwärts strampeln können.

Nach einer halben Stunde kamen wir an einer Villa vorbei, die früher meinem Großvater gehört hatte. Irgendwann in der Zwischenkriegszeit verkaufte er sie um dann nach Südamerika auszuwandern:



Das dazugehörige "Gesindehaus" behielt er sich aber als vermeintlich sicheren Anker. Als dann aber die Nazis kamen, enteigneten und ermordeten sie den neuen jüdischen Besitzer und nahmen das Gesindehaus gleich mit in Besitz. Niemand hat dagegen angekämpft und als der Krieg aus war, zog es meinen Vater auch weg, sein Vater hatte ihm viel von Südamerika vorgeschwärmt.
Ich denke nie sehnsüchtig an dieses Haus. Wer weiß, wozu sich Dinge im Leben ereignen! Wer weiß, ob es glücklich gemacht hätte! Wieviel Streitigkeiten mit anderen Familienmitgliedern uns erspart blieben, kann ich mir außerdem vorstellen!
Leider ist uns als wir im Ausland waren aber auch ein kleiner Streifen Seegrund UND das Haus in dem ich jetzt wohne gestohlen worden. Letzteres konnten wir gerade noch retten, aber erst 20 Jahre später verfiel das erschwindelte Nutzungsrecht der falschen Gräfin. Aber das ist eine andere Geschichte.

Inzwischen hatten sich am Horizont große Wolkentürme aufgebaut, wir genossen den Anblick und kümmerten uns nicht weiter darum. Es sah erfahrungsgemäß nicht so aus, als ob wir uns beeilen müssten!


(Bild vergrößert sich durch anklicken)

Hier war unser Ziel, die kaum sichtbare winzige Insel rechts diesem kleinen weißen Motorboot da hinten.
Das Bild zeigt das Gut Walterskirchen, ein kleines Naturschutzgebiet mit einem See in der Mitte. Darüber werde ich noch schreiben, demnächst. Wir genossen den Anblick und blickten nicht zurück.... tja :-))
Genau auf die Minute in dem Moment, als wir tapfer gegen den stärker gewordenen Gegenwind ankämpfend, eine flache Stelle bei der Insel erreicht hatten um zu baden geschah es: Der Wind drehte schlagartig und peitschte uns stürmisch Gischt ins Gesicht. Im ersten Moment fürchteten wir, es würde uns hilflos auf die andere Seeseite treiben!
Dann sahen wir das Desaster hinter uns:



Uups, von der Seite kommen immer die Unwetter, jetzt nichts wie zurück! Ganz weit, dort hinten wo die Kirche zu sehen ist, dann nach rechts in die große Bucht hinein, dort kamen wir her!
(Falls euch das zu aufregend ist, wir haben überlebt, hehe! ;o)))... )

Zwei Frauen strampelten wie verrückt und ein Herr warf ernste Blicke :-))) Wir wollten es aber genau so... Vom Platz wo man treten darf hätte man mich wegtreten müssen! *g*

Und für ein Foto hatte ich trotzdem noch eine Hand frei:



Nahe am Ufer waren wir kurz mal im Windschatten. Und wie es ist wenn Engel reisen, der Himmel öffnete sich genau an der richtigen Stelle nochmal kurz und es begleiteten uns ein paar goldene Sonnenstrahlen:


(Bild vergrößert sich durch anklicken)

Aber in die andere Richtung sah es so aus:


(Bild vergrößert sich durch  anklicken)

Hier war es ruhig, aber vorne an der Kante sah man schon die Gischt, dort hatte der Wind freies Spiel. Die paar Blitze in der Ferne beunruhigten uns übrigens nicht sehr. Sie konnten ja noch nicht einmal ordentlich donnern....

Aber ein Tempo legten wir nun vor, ich sag´s euch.... :-)) Da vorne rechts in die große Bucht hinein und dem Wind trotzend schafften wir es glücklich, noch vor den ersten schweren Tropfen in den heimatlichen Hafen. Der liebe Bootsbesitzer wachtelte nur noch wie ein besorgter Vater etwas mit dem Zeigefinger... :-))

Wunderschön war´s!

Heute nacht treten wir wieder, bis Mitternacht mit Kerzen, Futter und Wein. Falls das Wetter hält, uns kann aber nicht viel abhalten. Nur windig darf es nicht sein. Es findet nämlich die malerische alljährliche Marienprozession statt. Mal sehen, wenn, dann wieder mit meiner kleinen Pocketdigitalkamera!

P.S. durch anklicken vergrößern sich einige Fotos zu Wallpapers.

Nickname 15.08.2005, 13.30 | (7/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Nur ein bisschen Notwehr

Vor Jahren, ich war noch Studentin, verbrachte ich meine Ferien wieder einmal im seenahen Elternhaus. Ich legte mich gemütlich auf die Wiese und platzierte alles was ich von mir wegstrecken konnte gemütlich in alle vier Himmelsrichtungen.
Doch kaum lag ich, ging es los! Ein tiefes BUMM BUMM BUMM hüpfte aufdringlich über den See und erlaubte mir nicht mehr, meine selige Ruhe zu pflegen.
Wie schon im letzten Beitrag beschrieben, bin ich ein wenig lärmempfindlich. Zu den Schrecknissen des Lebens gehört für mich die volkstümliche Musik und gesteigert wird die Pein, wenn dann über die Ferne hauptsächlich die Bässe zu hören sind.
Daher wandelte sich mein Gemütszustand von... sagen wir mal... seligrosa, in Richtung krampflila und wäre dann nur noch mit finsterstem Knalldunkelrot zu beschreiben gewesen.
Kurz und gut, ich wandelte mich von einer hingegossenen Nymphe zu einer stocksteifen Furie und sprühte Funken zur anderen Seeseite hinüber.



Da kam mir plötzlich der glorreiche Gedanke, einen furiosen Generalangriff zu versuchen! Ich wusste zwar nicht, wo in Maria Wörth diese Volksverlustigung stattfand, aber gleich mein erster telefonischer Versuch landete glücklich an der richtigen Stelle.

Nun zog ich gleich alle Register meiner deutschen Zweisprachigkeit. Mutter war ja vom Oderbruch, Vater Kärntner, ich konnte also frech irgend einen deutschen Akzent imitieren. So rief ich also mit erregter Stimme in den Hörer:

"Wat machen se denn da fürn gräßlichn Krach!!! Wissnse nu komm ich extra vom Ruhrtopp hierher um Ruhe zu habn un dann det! Lärm hamma daheme jenuch, die Kleenen schlafn nich, is ja Mittach und se machn da nen Krach als würde de Welt unterjehn!!  Det iss ja un-er-hört!!! Gebn se mer mal den Verantwortlichn !!"

Ja, so ungefähr klang das. Mein Opfer auf der anderen Seite setzte seine sanfteste Kindergärtnerinnenstimme auf und sprach:

"Wissn Sie, bei uns is des so: Mir feiern amol im Joahr a Fest und dos nennt ma *sing* Kiiiirchtog!! Des is außadem ka Kroch, des is doch Musik!!"
Sie klang genau so, als wenn sie mir gleich nett über den Kopf streichen wollte und den Schnuller einsatzbereit in der Linken vorbereitet hätte.

Nun verwandelte sich schlagartig all mein Zorn in den unbändigen Drang, loszuprusten und ich musste schnell den Hörer auf die Gabel werfen.

Ich habe mich noch lange vor Lachen auf der Wiese herumgewälzt. Dabei werde ich wohl das inzwischen leiser gestellte BUMM BUMM übertönt haben....

Liebe Deutsche, bitte verzeiht mir das! Euer Ruf war sicher nur ganz ganz kurz durch mein Verhalten angeknackst, aber sicher nicht länger! :-)))

Nickname 22.07.2005, 22.53 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Aus Herr Taktaktak wird Frau Hüit-teck-teck.

"taktaktaktak harakataktak" !! 

Früher hätte ich nur kurz nachgesehen, wer da wohl im Garten diesen infernalischen Lärm veranstaltet! 
So ein rhythmischer Radau lässt mich aber neuerdings sogleich mit der Kamera hinausstürzen.



Der Urheber dieser Unruhe war sehr flatterhaft. Aber auch so naiv, immer wieder zu den gleichen Plätzen zu sausen! Sonst hätte ich den mit meiner Kamera niemals erwischt und dann auch keinen Beweis für seine freche öffentliche Lärmerregung gehabt! Ich wollte also unbedingt wissen, wer der Täter ist.
Wie jederman nun feststellen kann, hatte ich gerade noch rechzeitig abgedrückt um da frechrote Schwanzfedern nachweisen zu können!

"tirilli tirilla" jubelte ich!

Leider habe ich dann den Herrn Vogel wegen exzessivem Gegenlicht trotzdem nicht identifizieren können! Ich hoffe aber fest auf Hilfe durch willkommene Zeugenaussagen!



Wer aber glaubt, dass ich so schnell aufgebe, ahnt nichts von meinem Starrsinn!
Ich setzte mich ergeben auf einen Stein und sinnierte über die Tugenden des Seins leidenschaftlichen Tierfotografen.
Sogleich wollte ich auch so sein wie meine neuen Vorbilder! Ich wartete und wartete... und siehe da, es gelang!



Haha! Erwischt!! Ergib dich! Du entkommst mir nicht!!



Jedoch, der Übeltäter wusste nichts besseres, als mich mit seinem Diebesgut gleich mal fest anzusehen und ich erlag natürlich seinem Charme sofort und vollkommen! (Woher wusste er das?) Übrigens ohne seine verräterischen Schwanzfedern zu zeigen, so ein raffinierter Kerl aber auch! 

Na, dann verzichte ich halt auf die Anzeige wegen öffentlicher Lärmerregung.

Nachtrag

Gleich die erste Zeugin berichtet in einem Kommentar, dass es sich um die Frau Gartenrotschwanz handelt und die gerne "hüit-teck-teck" sagt. Da seht ihr mal wie sich das Weibstück mir gegenüber getarnt hat!

Vielen herzlichen Dank liebe Kellytüdi !

Nickname 12.07.2005, 18.22 | (6/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Ein ganz normaler virtueller Sonntagsplausch.

Sunday, July 10, 2005 1:05 PM
Subject: Aufwachen!

Liebe Tirilli!
So! Jetzt ist es aber Zeit, aufzustehen! Wer wird denn so lange im Bett rumlümmeln, hm?
Bedenke, daß nächste Woche der Ferdl kommt. Der wird sicher wieder die Nase rümpfen, wenn der Rasen nicht gemäht ist.
 
Deine Elfi

Liebe Elfi!
Ui, das ist ja tatsächlich gefährlich, wenn Ferdls Nase sich rümpft.
 
Tirilli hat grad ka Zeit. Einfach net. Hat se net. Muass was tun. Was Fads. Aba doch. A Oarbeit woartet. Woll ma sie net woartn lossn.
Gell.

Daher nur ein Knuddler von deiner Tirilli

Liebe Tirilli,
leider bin ich zur Zeit ein bisschen illuminiert, aber dass du keine Zeit hast, kann ich so nicht hinnehmen.
Der Ferdl ist übrigens ein Snob. Wie wärs, wenn du ihn einmal zur Abwechslung auslädst?? Nur so als Versuch??
Was er dann sagt??
Mhm??
 
Deine Elfi

Liebe Elfi! 
Aber ich liepe den Ferdl
Sag mal, armes Elfileinchen, was hast du denn? Mir wär lieber, du wärst illustriert!!
 
Deine Tirilli, die ohne Zeit.

Merket auf: Ab jetzt entfällt das "Liebe Tirilli" !

Auf dieser Ebene diskutiere ich nicht mehr mit dir.
Zumindest Zeit musst du dir dafür nehmen, du kannst ja die Sachlage sonst übehaupt nicht beurteilen.

Nun ich auch ohne gar nix:

Ich will ja auch gar keine Diskussion. Nur die Sachlage. Lage?? Was liegst du??
 
Deine Tirilli

(Von nun an immer gleich mit der Tür ins Haus, wie jeden Sonntag halt)

Ich glaube, du nimmst mich heute nicht ernst?????
!!!!!!!

Ich habe dich noch nie nicht ernst genommen
!!!!!!

heast!!!!!

Ich höre.

lüg nicht. du liest.

Mönsch, zier dich nicht und schreib deine Illuminitation auf. Und flotti flotti, ich dürfte gar nicht mehr hier sein.
Also?

(Nun wieder mit Höflichkeitsritual)

Liebe Tirilli,
na gut, dann muss ich andere Saiten aufziehen. Wenn der Ferdl kommt, kommen wir nicht.
 
Deine Elfi

Das sind keine Saiten. Das sind Seile.

Liebe Tirilli,
stell dich nicht so dumm, du weißt eh, dass der Ferdl gerade da bei uns ist.
 
Deine Elfi

(2:16 PM)
Jetzt schon? In der Früh?? Na sowas.

(2:42 PM)
ja genau

Hey Ferdl und Ferdeline, tuts dort nicht putzen, ist hoffnungslos! Ich hab´s damals auch nicht getan.

(3:35 PM)
zu spät, die sind schon wieder weg.

Weitere Schlagabtausche wurden dann wegen exzessivem Ganztagsfrühstücken meinerseits abgewiesen.

Nickname 10.07.2005, 18.01 | (5/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Eine ganz traurige Geschichte


Es war einmal eine Bank in einem schönen Land mit vielen anderen Banken. Das war eine ganz besonders heimelige Bank, mit freundlichen Bildern drin und die Menschen gingen gerne hinein, denn dort wurden sie immer lächelnd begrüßt und gleich mit ein paar freundlichen Worten aufgeheitert. Besonders eine, nennen wir sie Seelchen, strahlte die Menschen immer an, dass es nur so blitzte. Eines schönen Tages, es war an Ostern, kam Tirilli des Weges und es fiel ihr ein, sie könnte doch wieder einmal diesen heiligen Tempel des Mammons besuchen.



Seelchen begrüßte Tirilli so herzlich wie sie es immer getan hatte. Als Tirilli nun wie gewohnt ihre rosa Zettelchen auf den Schalter legte, sagte Seelchen plötzlich: „Ich will Ihnen etwas zeigen, Tirilli!“ Die aber hörte gar nicht hin und kramte ihre heilige Scheckkarte aus der tiefen Ritze, in der die sich immer so gerne versteckte. „Geben Sie nur her, ich schreib Ihnen diese lange Nummer, bin geübt und daher schneller! Aber dann zeige ich Ihnen was, ja?“ Sprach´s und war schon fertig mit der langen Nummer. Flugs wurde die etwas verdatterte Tirilli von dem Ort weggelockt an dem sie gerne entspannt zu lehnen pflegte.
Und als sie dann mit Seelchen neben dem Ausgang landete, zeigte diese auf eine graue Maschine und sprach: „Hier können Sie nun Ihre rosa Zettelchen einwerfen. Diese Maschine kann alles was ich vorher gemacht habe, nur nicht die Nummer ausfüllen, das kann sie nicht.“ Und dabei klang viel Wehmut in ihren Worten.


„Aber liebes Seelchen, ich will diesen grauen Kasten nicht!“ schrie Tirilli gequält auf. Ihr habt doch schon zwei andere solche Kästen für uns Kundenkönige, das reicht doch bitte!“ Nun aber blickte Seelchen voll Trauer in die Ferne, seufzte und sprach: „Ach Tirilli, ich weiß. Was soll man machen, wenn die grauen Herren dieser Welt es so beschließen?“ Und dann ergänzte sie noch mit dunklem Unterton: „Sie werden mich nun bald hier nicht mehr sehen, Tirilli, denn der da übernimmt ab nun meine Arbeit. “Aber liebes Seelchen, wenn diese Maschinen all unsere Arbeit übernehmen, wer wird dann noch König Kunde spielen können?“ rief Tirilli nun vollends geknickt.

„Das ist eine andere Frage“ antwortete sie schon im Gehen und zog sich traurig hinter ihren Schalter zurück.






Und wenn sie noch nicht entlassen ist, so hockt sie in irgend einem Büro herum.

Aber es wird nicht mehr lange dauern bis die grauen Herren sie los werden, wie es ja ihr Ziel war. Dann können sie sich den Mammonberg bauen den sie immer wollten und darin wühlen bis sie so grau sind, dass sie sich selbst nicht mehr erkennen.

Aber Glück werden sie keines gefunden haben.
                                                        

Nickname 25.03.2005, 13.54 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL