Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Musik

Ostern und Gesang.

Der einzige Gottesdienst für mich im Jahreslauf ist die Auferstehungsfeier. Weil sie mir bei den Katholiken gut gefällt und weil ich dabei mitsinge. Ein Chor aus dem Freundeskreis formiert sich extra nur dafür.

Gleich werde ich also losfahren, Frau Germana war schon bei der Fleischweihe und gleich gibt es bei ihr die Osterjause und danach geht es eben zur Auferstehungsfeier.

In Kärnten gibt es besondere Osterbräuche die teilweise nur hier gepflegt werden. So ist es für fast alle Kärntner schlimm, wenn sie in ein anderes österreichisches Bundesland ziehen und dort auf den Osterschinken verzichten müssen, weil es den nirgends zu kaufen gibt. Die dazugehörige Pinze  ist aber überregional üblich, wie ich gerade im netz entdeckt habe. Diese Speisen werden dann mit Kren gegessen, dazu Eier und der auf besondere Weise gebackener Reindling.

Für mich persönlich ist der Messias von Händel wichtig. Ich höre zu Ostern stets den 2. Teil. Für mich ist diese Musik ein richtiges Weltwunder. Gestern sah man im Fernsehen ein szenische Fassung, schon sehr interessant gemacht, aber trotzdem gewöhnungsbedürftig. Mit sind die eigenen Bilder im Kopf ja wichtiger, bei szenischen Fassungen wird einem dies genommen und außerdem ja doch von Wesentlicherem abgelenkt. Aber prinzipiell, warum nicht auch so. Gestern bei dieser Aufführung konnte man die Besten der Besten hören. Daher war es sehr beeindruckend! Ich hoffe, dieser Film wird später mal zu kaufen sein.

Nickname 11.04.2009, 14.42 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Akkordeon und Cello meisterhaft gespielt

Bin heute wieder wie in letzter Zeit jeden Sonntag im kleinen Cafe gewesen.
Es spielten Klaus Paier (Er ist auch der Komponist der Stücke) und Asja Valcic, Ausnahmemusiker! Ich saß unmittelbar neben der Cellistin und mir schlackerten die Ohren vor lauter Begeisterung. ;-) Diese scheinbare Leichtigkeit, diese fulminante Technik! Ich glaub, ich schmeiß mein Cello weg...

Hört euch DAS mal an, also ich finde es total spannend:

Klaus Paier & Asja Valcic

Die CD À DEUX habe ich mir natürlich gleich gekauft....

Nickname 15.03.2009, 21.31 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Die Gitarre und ihr berühmtester Dompteur

Ich hab immer so Phasen. Mal ist es das Cello und seine Musik, dann wieder das Malen, dann mal fotografieren, Reanissancemusik, neue Pädagogik... Immer wieder was anderes beschäftigt mich und dann meist wochenlang.

Was länger Pause machte, ist alles rund um die Gitarre. Denn ich habe ja beruflich ununterbrochen damit zu tun.
Erstaunlicherweise interessiert sie mich gerade wieder. *g* Ich sag euch, es gab Zeiten, da konnte ich keine Gitarremusik mehr hören und die dauerte sehr lange! Das betraf aber nie die Tätigkeit mit den Schülern. Dafür war jahrzehntelang die Renaissancelaute meine Passion.

Gestern besuchte ich nach meinem Beitrag hier keinen einzigen Blog, weil ich das da schrieb.

Und weil ich gerade beim Thema bin, darf ich euch jetzt mal den "Urvater" aller Gitarristen vorstellen:

Andrés Segovia. (1893 - 1987)

Er hat alle Nachfolger geprägt. Er war einer der ganz Großen, wenn auch in manchem nicht ganz unproblematisch. Zu seiner Zeit wurde er vergöttert und er war sich seiner Bedeutung bewusst.

Mir selbst gefiel sein Stil irgendwann nicht mehr so sehr, zu viel Schmelz, befand ich kopfschüttelnd. ;-) Nun klingt er für mich plötzlich wieder besser. So erlebe ich an mir selbst diese Geschmachsveränderung, die wohl auch etwas mit Zeitgeist zu tun hat, es geht ja nicht nur mir so.

Nickname 04.02.2009, 22.36 | (10/8) Kommentare (RSS) | TB | PL

Das Wochenende naht....

.... und daher erlaube ich mir, euch ein viersätziges Konzert verordnen.
:-)

LAGQ Live!

(Nicht gleich denken, dass ihr das kennt, ihr könntet euch irren!)

Nickname 30.01.2009, 22.54 | (14/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Grad ist Neujahrskonzert

Die Wiener Philharmoniker unter den Dirigenten Daniel Barenboim spielen heuer wieder so gut! Es ist für mich immer wieder nicht zu fassen, wie gut sie spielen! Da werd´ ich ganz euphorisch!

Nickname 01.01.2009, 11.57 | (8/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Eine durchaus überflüssige Oper....

Heute war ein langer angefüllter Tag, ich kam kaum zum Essen. Am Abend waren wir dann noch in der Oper. Aber nicht lange, nach dem ersten Akt sind wir geflüchtet. Man gab (leider) LA WALLY (Die Geier-Wally) Eine Oper von Alfredo Catalani ( † 1893) Warum man gerade dieses Werk aussuchte? Es gäbe so viel kunstvolleres Repertoire..... Vielen Abonennten fehlt der ehemalige Intendant, die Auswahl der Stücke und die Umsetzung war um so vieles besser!

Catalani halte ich für einen miserablen Komponisten. Man hätte seine Oper in Frieden ruhen lassen sollen. "Kongenial" war die oberflächliche Regie. Da musste die Walli an Tischdecken ziehen damit sie was tut, der Bär von dem gesprochen wurde, musste in form eines Puppenkopfs herumgetragen werden, damit auch der Dümmste versteht. Das alles in trachtenähnlichem Gewande, damit man ja weiß: Wally ist ein Volksepos, gell. Stimmungsmäßig passte alles zum Wahlergebnis des letzten Sonntags. Die pseudo-bäuerliche Volkskultur lebe hoch, aber nicht mit mir!

Aber! Irgendwas kann eventuell noch gut gewesen sein, ich war ja nur im ersten Akt, vielleicht war es dann später besser? Jedenfalls hätte ich diese billige Musik, gepaart mit regiemäßiger Unfähigkeit nicht zweieihalb Stunden ausgehalten!

Wir waren dann noch lange aus und haben gute Gespräche geführt.... daher: ein schöner Abend, nur etwas zu teuer.....

Nickname 02.10.2008, 00.46 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Zeitgenössische Oper

Heute besuchte ich die Oper "Schlafes Bruder" von Herbert Willi nach dem Libretto von Robert Schneider der auch der Autor des berühmten gleichnamigen Romans ist.

Eine, bis auf einige Längen großartige Inszenierung. Sehr interessante Bühnenbilder und ebensolche Lichtspiele ließen diese Oper auch für Menschen, die der zeitgenössischen Musik nicht gerade nahe stehen, interessant werden.
Für mich, ganz subjektiv gesehen, blieb aber ein schaler Nachgeschmack. Mir schien, die künstlerischen Gestalter dieser Inszenierung hatten ihre ganze Kreativität dazu verwendet, ihre Beziehungslosigkeit zu den Figuren zu kompensieren.

Es ist ein anspruchsvolles Werk, dass nicht jeder erträgt.
So gab es immer wieder Zuseher die mit viel Lärm den Saal verließen, immer solche mit Plätzen in der Mitte, für die dann alle anderen der Reihe geräuschvoll aufstehen mussten. Es war, als wollten diese Leute ihren Frust stellvertretend am Publikum auslassen. Anderere flüstertern und redeten einfach rücksichtslos drauf los. Und als der frenetische Schlussapplauses anbrach, drückten sich zwei aufgedonnerten ältliche blonden Frauchens aus der Mitte der Reihe mit grimmigem Gehabe störend hinaus, so als hätten sie es jetzt plötzlich furchtbar eilig. Und wieder mussten andere Zuseher für sie umständlich aufstehen, ihren Applaus unterbrechend.

Mir fiel wieder einmal auf, wie selbstbezogen manche Leute doch sind. Ein wenig Selbstbeherrschung und rücksichtsvolles Ertragen gehört nicht mehr für jeden zur erstrebenswerten Lebenskultur.

Ein paar Fotos
Videoclip (Würdet ihr diese Musik auch nicht ertragen?)

Nickname 01.05.2008, 02.16 | (7/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Kurzer Nachtrag

Heute hatte ich einfach keine Zeit zu bloggen. Dabei hätte ich gerne noch etwas über diesen außergewöhnlichen Buben, den ich im vorigen Beitrag vorgestellt hatte, geschrieben. Über die Gefahren denen ein Wunderkind so ausgesetzt ist zum Beispiel. Insbesondere durch die Umwelt.
Und auch darüber:
Dieser Bub kann nach zwei Jahren Gitarre spielen mehr, als so gut wie jeder normale Musikstundent am Ende des Studiums. Jetzt ist er elf, wie kann das weitergehen? Vermutlich hat er technisch in wenigen Jahren den Plafond erreicht. Irgendwann ist es vielleicht ausgereizt, was dann? Er spielt mit der musikalischen Reife eines Fünfzigjährigen, hier zum Beispiel. Was macht er, wenn er 50 ist?
Ich hoffe, er hat keinen Bruch. Und ich hoffe, er kann seine Jugend wie jedes Kind genießen!

Nickname 19.04.2008, 01.35 | (6/3) Kommentare (RSS) | TB | PL

Ein chinesisches Wunderkind aus Südkorea

Hört und sehr euch mal das an. Das ist nicht nur ein Kind mit Gitarre. Das ist Geist, Körper, Klang, Entspannung und Tanz in absoluter Einheit. Das Kind ist selbst die Gitarre, könnte man da zu Recht sagen. Dieses Kind ist ein Hochbegabter. Gewisse Hirnregionen müssen hier außergewöhnlich hoch entwickelt sein. Dazu die perfekten Finger, er ist für die Gitarre geboren.

No Woman No Cry - Sungha Jung
All Along the Watchtower - Sungha Jung
Hit The Road Jack - Sungha Jung
Missing you (Eigenkomposition)

Sehr interessanter Vergleich: Dasselbe Stück mit Lehrer und dann mit Schüler
Shunga Young macht es nach, er spielt "gesittet". Wenn er sich vom Vorbild befeien würde, wäre da mehr Farbe und mehr Swing, da bin ich sicher.
Shunga Jung (-> Gioia Latina anhören, es ist unglaublich, er spielt da erst etwa 2 Jahre!)

Danke Veety!

Nickname 18.04.2008, 01.49 | (6/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Karajan

Der große Dirigent würde heute seinen hundertsten Geburtstag feiern und die Marketingabteilungen lassen sich diese Gelegenheit nicht entgehen. Auch Fernsehsender gedenken, so war gestern ein Portrait über ihn im ORF.

Ich für meinen Teil sah ihn und sein Werk kritisch. Natürlich war er ein Genie, seine Interpretationen ließen an Spannung und Perfektion nichts zu wünschen übrig. Und doch ließ seine Musik mich seltsam kalt. Genau konnte ich es nicht benennen, jedenfalls wählte ich eher Bernstein oder Abbado.
Tatsächlich wurde Karajan nach seinem Tod in der Szene sehr schnell unmodern. Jüngere kümmerten sich ab nun mehr um authentischere Interpretationen und historische Aufführungspraxis.

In der Sendung drückte es jemand so aus, ich weiß nicht genau, vielleicht war es Christa Ludwig:

Herr Bernstein war selbst Musik und Herr Karajan machte die Musik.

Für mich trifft es das.
In der FAZ fand ich einen sehr guten Artikel über Karajan. Und unter der Überschrift "Aus alten Gräben heraus" fand ich überraschend in Worte gefasst, was ich bisher nicht genau bennenen konnte.

Was bleibt von Karajan?

Nickname 05.04.2008, 02.10 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

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das Frohlein
Lieb Tii, großes Kompliment für die schönen Sterne wiedermal . Die werden von Jahr zu Jahr perfekter!
Auf Karton ausdrucken, Löchlein rein und an den Christbaum hängen! Sooo schöööön! :-)
4.12.2019-0:22
Regina
Na, da wird sich Herr VonFerdl aber freuen :D
19.11.2019-22:57
Das Frohlein
:cool:
Und zwar neben die Socken :cool:
18.11.2019-1:13
Das Frohlein
:D
Ich glaube, Tirilli hat mein Käslein nicht vergessen, sondern als Notration dem von Ferdl ins Reisegepäck gesteckt :D
17.11.2019-17:52
Regina
@ Herr VonFerdl
Alles Gute :-) und mögen Sie immer satt werden! ;-)
16.11.2019-19:35