Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Musik

Rhythmus 1


Ein Takt besteht aus 4 Kästchen, also genau einer Reihe. (4/4Takt) Dieser Takt sollte mindestens zweimal, besser viermal gesprochen werden. Wichtig ist, dass jede Silbe gleich lang dauert, sie ist mit einem Schritt zu vergleichen. Manche Silben sind zweigeteilt, das entspricht dann 2 schnellen Noten (Achtelnoten)

Also los, Ehepartner, Hunde und Katzen wegsperren, uuuund....!

Nu mach schon, Rhythmus ist gesund!! Und niemand hat gesagt, dass du dabei so regungslos sitzen sollst! Notfalls kannst du das ja auch singen und dabei mittrampeln! Hauptsache, ein paar Kaloriechen gehen dabei über den Jordan!


Voting: (Unzutreffendes nicht anklicken!)

Willst du weitere und immer schwerere Rhythmen serviert bekommen?

Nickname 24.04.2006, 07.30 | (7/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Versuch einer Deutung

KYRIE ELEISON

("Herr, erbarme dich")

aus Wolfgang Amadeus Mozarts Requiem (KV 626)

Mozart komponierte dieses Werk in Form einer Doppelfuge. Man kann mit Recht behaupten, dass dies die am schwierigsten zu komponierende Form überhaupt ist. Stark vereinfacht gesagt müssen dabei fast ununterbrochen zwei Themen (Melodien) so gelegt werden, dass sie jederzeit hörbar sind und nie mit der Harmonie verschmelzen. (Kontrapunkt) Sie müssen über und untereinander zusammen passen und werden zeitlich versetzt gelegt als wenn sie voreinander fliehen wollten (fuga = Flucht)

Ich will nun zeigen welche zwei Themen Mozart gewählt hat und wie man sie deuten kann.

1. Thema: Text: Kyrie eleison

Kern dieser wuchtigen kurzen Melodie mit dem großen Tonschritt in der Mitte ist ein Molldreiklang* der oben und unten um einen Halbton erweitert wird. Diese zwei Töne überhöhen ihn klanglich dramatisch, es klingt, als wenn Gott ihn selbst umfassen wollte. (blaue Noten) Man könnte annehmen dieses Thema stelle den göttlichen Aspekt dar.

Hier noch einmal die Töne des ersten Themas zum besseren Verständnis:



*In der abendländischen Musik ist der Dreiklang das zentrale Grundelement jeder Komposition ab ca. 1600. Er ist wie ein Baustein der dem Gebäude Halt, Form, Spannung und Farbe verleiht, er ist auch wie das Leben selbst. In der Mitte so eines Dreiklangs liegt der Ton der ihm seinen Charakter verleiht, er steht für Dur oder Moll, zum Beispiel für Fröhlichkeit oder Melancholie. 

2. Thema



Die Unruhe und Wildheit des zweiten Themas erkennt man schon an seinem Aussehen. Es klingt wie das Rufen einer suchenden Menschheit. Die vielen Noten stellen die Vielfalt der Geschöpfe dar und vielleicht auch ihr Drängen nach Erlösung. (Siehe die letzten Töne) Auch sie umfassen übrigens den gleichen Tonumfang wie das Thema 1, das kann kein Zufall sein.

Nun verweben sich beide Themen, kreuzen sich als wenn sie sich umarmten und durchlaufen miteinander alle Tonarten! Gott und die Menschheit, untrennbar und niemals voneinander abgelöst auf allen nur denkbaren Ebenen!

Aber was ist am Ende? Wir wissen es nicht und daher endet Mozart das Kyrie mit einem Akkord ohne mittlerem Ton! (Terz) Musiker nennen das leere Quinte denn hier klingt weder Dur noch Moll, es bleibt alles offen.....

Die Auffassung, dass diese Themen Gott und das irdische Leben darstellen könnten stammt übrigens nicht von mir, ich hörte es in einem interessanten Vortrag vor vielen Jahren als Studentin der Musikhochschule. Die genauere Deutung des ersten Themas habe ich mir aber selbst zusammen gereimt.

Nickname 25.03.2006, 02.56 | (4/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Mozarts Musik zum Manipulieren

Achtung, bewusst subjektiv!

Der ORF sendete am Mittwoch einen Spielfilm über das Leben Papst Johannes Paul II. (Hauptdarsteller Jon Voight)
An sich wollte ich mir den Film gar nicht ansehen, aber dann blieb ich doch hängen, das aber mit zunehmendem Widerwillen. Hier wurde einer vollkommen idealisiert und regelrecht schon heilig gesprochen. Der Filmemacher John Kent Harrison muss ein großer Bewunderer dieses Papstes sein.

Am schlimmsten fand ich die Wahl der Musik und das ist auch der Grund warum ich den Film überhaupt erwähne. Man wählte immer wieder Mozarts Requiem und das nicht nur während der Bilder vom Begräbnis sondern auch bei verschiedendsten Lebensepisoden. Ich empfand diese Wahl als Sakrileg und für mein Empfinden ist das eine fragwürdige Manipulation am Zuseher. Selbst ich, die ich zu Johannes Paul II bei allem Respekt eine äußerst kritische Einstellung habe konnte mich diesem Bann durch solche Klänge nur schwer entziehen. Zu sehr bewirkt das Requiem bei mir Gänsehaut und tiefste Demut.
 
Für mich ist das Mozartrequiem neben dem Werk Joh. Seb. Bachs und Händels Messias das größte Mysterium der Musikgeschichte überhaupt. Da kann man das Werk analysieren so viel man will, es bleibt ein unerklärbares Wunder. Es ist heilig und für mein Empfinden kann man es daher niemals einem Menschen widmen, nur Gott selbst.

Über das Kyrie könnte ich mit wenigen Sätzen etwas Interessantes erzählen, es wäre keine richtige Analyse! Eher eine sinnbildliche Deutung. Hat jemand Interesse daran?

Nickname 24.03.2006, 01.38 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Heute ist Mozarts 250. Geburtstag.

Ich kann nicht anders, ich muss dem Mann der mir immer wieder so wohlige Gänsehaut beschert einen Beitrag widmen. *g*



In seinem kurzen Leben hat er mehr als 600 Werke geschrieben, darunter 20 Opern (einige nur in Fragmenten) 19 Messen, über 40 Sinfonien und 27 Klavierkonzerte um nur die größten zu nennen.

Salzburg feiert Mozart gebührlich, daran ist nichts auszusetzen. Gerade hörte ich das Festkonzert im ORF und jetzt geht es weiter mit einer Dokumentation.

Gerade dort in Salzburg, wo Mozart so miserabel behandelt wurde profitiert man nun am meisten von dem großen Sohn. Mozart schrieb in einem Brief am 12. Juli 1783 "Ich hoffe nicht, dass es nötig ist zu sagen, dass mir an Salzburg sehr wenig und am Erzbischof gar nichts gelegen ist und ich auf beides scheiße."

Eben sagte der Sprecher im Fernsehen: "Beginnt man über Mozart intensiv nachzudenken bleibt Sprachlosigkeit die Konsequenz" Ja, ich wüsste jetzt nichts weiter zu schreiben ich will nur noch sagen welche Werke mir besonders am Herzen liegen:
Die Zauberflöte, Le nozze di Figaro, die Klavierkonzerte und ganz besonders das Requiem.

Übrigens, Friedrich Gulda hatte einige seiner Mozartaufnahmen zurückbehalten, sie sind jetzt bei der "Deutschen Grammophon" erstmalig herausgegeben worden.

Wolfgang Amadeus Mozart

Nickname 27.01.2006, 21.42 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

King´s Singers!


*hüpf*

Für heute habe ich Karten!

King´s Singers

 Das was ihr da hört ist nicht alles, im zweiten Teil werden Lieder aus aller Welt gesungen und mit englischen Slapsticks gewürzt !

Nach dem Konzert

Was soll ich sagen, es war wieder göttlich! Im Programm waren Katalanische Lieder, spanische Renaissance, Komponisten des 20. Jahrhunderts und das was sie "Close Harmony" nennen. Da singen sie ohne Noten ihre "Greatest Hits" zum Beispiel Beatles und blödeln gekonnt dazu. Der Inhalt der Texte wird immer mit launigen Worten vor den Stücken erzählt. Als ganz besonders liebe Geste sangen sie auch ein Potpourri von Kärntnerliedern, denn sie kommen schon seit Jahren zu uns und werden vom Publikum regelrecht vergöttert. Ein gefährliches Unterfangen, denn eigentlich können das nur Eingeborene richtig, aber es ist ihnen blendend gelungen!
Stehende Ovationen, trampeln und rufen ist schon Tradition bei ihren Konzerten. Bei jeder Zugabe schallt von der Bühne das traditionelle "Und nun das allerletzte Stück!!" Alles lacht, denkste.
Auch als die Lichter schon an waren und manche aus dem Publikum wieder einmal voreilig zur Garderobe stürzten gab der harte Kern nicht auf. Und sie schenkten uns noch eines... :-))

Unbedingt hingehen wenn sie mal in eurer Nähe sind! Hier findet man ihre nächsten Stationen.

Nickname 22.01.2006, 17.51 | (5/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Luigi Boccherinis Musik

Zu Weihnachten bekam ich eine besonders gute CD geschenkt. Ich bin begeistert und möchte ich sie allen die heitere Musik aus dem Rokoko mögen ans Herz legen:


So gespielt habt ihr diese Musik sicher noch nie gehört! Es klingt perlend leicht, festlich, sanftmütig, temperamentvoll, gefühlsbetont und wenn es sein darf tänzerisch und schnell. Die Musik wurde für Streicher und Gitarre geschrieben, dann wieder für Streicher, Querflöte und Fagott.
Am liebsten höre ich übrigens den Fandango, er erinnert schon sehr an Flamenco mit seinen Arpeggien und Kastagnetten.

Das Ensemble wird von einem Megastar in der Szene für alte Musik geleitet: Jordi Savall.

Luigi Boccherini           

Nickname 13.01.2006, 08.09 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Stille Nacht

             

Dies ist ein Satz für 2 Gitarren mit alternativer Begleitung. Spielt man aber im Trio sollte die 3. Stimme etwas leiser gespielt werden.



Dies ist eine Soloversion, speziell für Meister Lupo! :-))

Viel Freude damit!

Nickname 23.12.2005, 22.23 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Über ein Weihnachtslied

"Kunst kommt von Können" sagt man. Aber in Wahrheit steht viel mehr dahinter. Für mich beginnt Kunst da, wo ein geistiger Hintergrund verborgen ist und sei er "nur" im Unbewussten des Kunstschaffenden.
Nur im Unbewussten? Das dürfte wohl eher der seltenere Fall sein, Künstler sind meist auch Grübler. Das Wunder bei Tonkunst und Malerei ist, dass dieser geistige Hintergrund dem Konsumierenden auch bewusst wird, und sei es nur unbewusst. *gg* Was ich damit meine werde ich irgendwann mal genauer am Beispiel Johann Sebastian Bach demonstrieren... tja, irgendwann, zuerst kommt natürlich die zeitgenössische Musik, auf dieses Thema warten ja schon viele.

So, genug der Vorrede, jetzt zeige ich euch ein einfaches Beispiel anhand des Weihnachtsliedes "Es ist ein Ros´ entsprungen" von Michael Praetorius (1571 - 1621)



An vier Stellen sieht und hört man hier deutlich, wie der Text auch musikalisch umgesetzt wird.

1. Dieses "Entsprungen" kann, wenn man will mit freien Verzierungen interpretiert werden, was auch von vielen praktiziert wird. (grün angedeutete Noten)

2. Beim Thema "Wurzel" geht  Melodie und Begleitung auch wirklich tief nach unten.

3. Das Blümelein wächst hörbar aus dem Untergrund, hört nur mal genauer hin wenn ihr die Gelegenheit dazu habt! Dass ich es in die Partitur gemalt habe werdet ihr jetzt vielleicht an den Haaren herbeigezogen finden, aber sogar Bach hat sowas manchmal spielerisch in seinen Handschriften gemacht.

4. Ein überraschender Dur-Akkord erhellt den kalten Winter und verdeutlicht dass der Heiland geboren ist.

Solche Interpretationen sind nicht bei jedem Kunstlied so leicht erkennbar, aber irgend eine Deutung ist so gut wie immer zu finden.

Dieser Notensatz ist einfach nur das vierstimmige Original, ich habe es in 2 Zeilen zusammengefasst damit alles leichter erkennbar wird.
Einen eigenen Satz für Singstimme und Gitarre kann ich nicht schreiben, da schon ein ganz großartiger am Markt ist. Wer für nächstes Jahr das beste Gitarrenbuch für deutsche Weihnachtslieder kaufen will der klicke da. Es ist unglaublich gut, zweifellos das beste und bietet auch noch eine Lösung für alle Schwierigkeitsgrade zugleich! (Oft 4 Möglichkeiten zu spielen, von Grifftabellen bis zum konzertanten Begleitsatz)

Nickname 22.12.2005, 11.31 | (6/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Über eine gelungene Aufführung

Heute war ich im Theater. Man brachte die Oper „Der junge Lord“ von Hans Werner Henze, 1963/64 komponiert. Das Libretto ist von Ingeborg Bachmann die wiederum Wilhelm Hauffs ironisches Märchen "Der junge Engländer oder Der Affe als Mensch" zur Vorlage nahm. (1827 geschrieben)

Ah, werdet ihr vielleicht aufseufzen, schon wieder zeitgenössisch! So etwas werden sich auch viele Abonnenten gedacht haben, fast ein Viertel war fern geblieben. Ein großer Fehler, denn es war spannend bis zuletzt und so gar nicht die typisch gefühlsschwandere Oper wie man sie gewöhnt ist.
Statt dessen gar nicht schlimme Klänge, schon sehr modern, aber nicht so dissonant dass man flüchten müsste.
Die Inszenierung war ausgezeichnet. Man ließ sich auf das Wagnis ein, so gut wie jede Bewegung durchzuinszenieren. Von Wagnis spreche ich, weil das nur gelingen kann, wenn es hundertprozentig gemacht wird und das war es auch. Manchmal hatte man fast das Gefühl, in einem gesungenen Ballett zu sein. Und die seltsamen Kostüme rundeten dieses Konzept sehr passend ab. (Schaut euch mal die Bilder im obigen Link an!)

Sämtliche Sänger/Darsteller waren großartig, musikalisch und darstellerisch gleich gut. Nur das Bühnenbild hat mir gar nicht gefallen, etwas vordergründig finde ich es, einen Stadtplan Klagenfurts über sämtliche Mauern zu projezieren um damit dem Publikum ins Hirn zu drücken dass es gemeint ist. Klagenfurt ist die Heimatstadt Ingeborg Bachmanns, das weiß doch eh jeder dort. 

Von ihr ist ein lesenswertes Zitat aus ihrem Buch Malina im Programmheft, mir tut es richtig weh, dass ich es hier nicht bringen darf. (Im Netz ist es auch nirgends zu finden.)

Nickname 11.12.2005, 02.02 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Leise rieselt der Schnee

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Diese sehr leichte Fassung ist zweistimmig und mit Gitarrenbegleitung. Wer will, kann sie sich gerne nehmen. Und ich erkläre jedem der Fragen hat gerne wie die Gitarrestimme zu bewältigen ist.
Auf Anfrage gibt es auch ein Midi-File davon.

Nickname 02.12.2005, 08.52 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Shoutbox

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Kathy
:-) Danke liebe Regina. Habs gleich mal nachgekocht. Und ja, mit Knoblauch schmeckts besser :D
28.6.2020-23:42
Regina
Hallo @ Kathy
Ich hab sie noch nie gemacht, aber vielleicht hilft dir das weiter:
https://www.gutekueche.at/schnittlauchsuppe-rezept-13848
Gutes Gelingen! :-)
27.6.2020-19:57
Kathy
:-) Kann mir mal bitte jemand das Rezept für die Schnittlauchsupper geben?
Dange :-)
27.6.2020-0:39
Rote Rache
von Rote Rache

Do hot die guute Fraa aaber viel recht. Ih esse au 4 Knoplich om Tog.
Grieß sie
Zora :D :D :oha: :cool:
- °-° -
Schnittlauchsuppe drüber schütte.
26.3.2020-1:58
Kathy
Leute! Bei allem rumblödeln: Der Ernst der Lage lässt mich nur hoffen, Ihr seid und bleibt Alle gesund. Gebt auf Euch acht!
Die Natur erholt sich gerade vom Menschen, es hat alles seinen Sinn!
21.3.2020-0:29